Chronik

19. Sonntag im Jahreskreis A – „Wo bist Du Gott? Wie kannst Du das zulassen?“

„Aber Jesus tadelt uns nicht; er weiß, wie uns Menschen oft zumute ist.“ (Text nach dem Evangelium von Karlheinz May)

Sonntag um 10 Uhr und Freitag um 19 Uhr Hl. Messe in der Pfarrkirche

(Bitte Vorschriften in Zeiten der CoronaKrise beachten - mehr dazu am Ende dieser Seite)

Keine leichte Einstimmung für diesen Sonntag

DOWN ON ME

In meinen grünen Tagen
fand ich die Liebe nie.
Ich blühte blind von Jahr zu Jahr,
rutschte aus auf meinem Samen
und wurd mir selber saure Frucht.
In meinen grünen Tagen.

In meinen feuerfarbenen Tagen
hielt ich die Liebe für eine stolze Frau.
Ihr Haar war lang und schwer wie Schlaf
und flog im Traum, im Gold des Traums,
davon wie Rauch.
In meinen feuerfarbenen Tagen.

Und in den Zeiten ohne Farbe,
vom Wein gemalt im schiefen Licht,
war ich den wenigsten ein Engel,
schien so vielen ohne Herz, machte
kunstvoll leere Worte und wusste doch:
Der Reim auf Schmerz, der wärs!

So kamen Leiden in Form schöner Dinge.
Während der Mond zunahm, wurde mein
Schatten dunkler, während Fehltritte abnahmen,
verzehnfachte sich ihr Gewicht.
In schwarzen Tagen kam die Warnung
als ein erstes silberweißes Haar.

Dann machte mir ein Frühling klar: So nicht!
Wer sich schwer nimmt, kann kaum fliegen.
Wer im Geld schwimmt, ist längst abgesoffen.
Wem der Himmel nicht Preis und Ehre bleibt,
der trägt eine Krone aus Stroh.
Denn dies affige Theater, das wir

Liebe nennen, ist nicht der ganze Gott.
Höchstens seine Augenfarbe.
Da wurde Schwärze noch mal Licht
und Sommer wieder Lied und Spiel.
Da hörte ich das »Danke« mit,
als lautlos eine Blüte fiel.

Aus: Ralf Rothmann, Gebet in Ruinen. Gedichte. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2000.

S t i l l e

 

Gebet – auch in Erinnerung an Nagasaki (Bombenabwurf am 9. August 1945)

IN MIR IST ES FINSTER

Gott, ich rufe zu dir! Hilf mir beten
und meine Gedanken sammeln zu dir;
ich kann es nicht allein.
In mir ist es finster,
aber bei dir ist Licht;
ich bin einsam,
aber du verlässt mich nicht,
ich bin kleinmütig,
aber bei dir ist die Hilfe;
ich bin unruhig,
aber bei dir ist der Friede;
in mir ist Bitterkeit,
aber bei dir ist Geduld,
ich verstehe deine Wege nicht,
aber du weißt den Weg für mich.

Dietrich Bonhoeffer, in: zum Beispiel: du, Hg. Guido Erbrich, Benno Verlag.

S t i l l e

EVANGELIUM - Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus:

Nachdem Jesus die Menge gespeist hatte, drängte er die Jünger, ins Boot zu steigen und an das andere Ufer vorauszufahren. Inzwischen wollte er die Leute nach Hause schicken.

Nachdem er sie weggeschickt hatte, stieg er auf einen Berg, um für sich allein zu beten.
Als es Abend wurde, war er allein dort.
Das Boot aber war schon viele Stadien vom Land entfernt und wurde von den Wellen hin und her geworfen;
denn sie hatten Gegenwind.
In der vierten Nachtwache kam er zu ihnen; er ging auf dem See.
Als ihn die Jünger über den See kommen sahen, erschraken sie, weil sie meinten, es sei ein Gespenst, und sie schrien vor Angst. Doch sogleich sprach Jesus zu ihnen und sagte: Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht!
Petrus erwiderte ihm und sagte:
   Herr, wenn du es bist, so befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir komme!
Jesus sagte: Komm!
Da stieg Petrus aus dem Boot und kam über das Wasser zu Jesus.
Als er aber den heftigen Wind bemerkte, bekam er Angst.
Und als er begann unterzugehen, schrie er: Herr, rette mich!
Jesus streckte sofort die Hand aus, ergriff ihn und sagte zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?
Und als sie ins Boot gestiegen waren, legte sich der Wind.
Die Jünger im Boot aber fielen vor Jesus nieder und sagten: Wahrhaftig, Gottes Sohn bist du.    (Mt 14,22-33)

S t i l l e

 

Nach dem Evangelium und auch danach noch

PETRUS STEIGT AUS DEM BOOT

Petrus steigt aus dem Boot. Was treibt ihn dazu, gegen alle Vernunft und ohne Rückversicherung ein solches Wagnis einzugehen? Warum fehlt ihm die Geduld, das sichere Ufer abzuwarten? Wie sollte er, der durchaus nicht an Realitätsverlust litt, sich auf ein solches Nonsens-Unternehmen einlassen?
In dieser Gleichnisgeschichte ist von unserem Glauben die Rede; sie sagt uns etwas von seinen Grundbedingungen, wie sie damals für die ersten Jünger galten und wie sie für uns heute gelten.

Vom Glauben ist die Rede, von seinen Grundbedingungen, wie sie damals für die Jünger Jesu und für uns heute gelten.

Ja gewiss, man sollte nicht ins Blaue hinein glauben. Das hat auch Petrus nicht getan. Er war kein Abenteurer und Phantast. Er hatte durchaus einen tragfähigen Grund für seine Entscheidung, nämlich die Aufforderung seines Meisters: Komm! Für Außenstehende bleibt trotzdem sein Unternehmen eine Torheit. Aber gibt es nicht auch "die Torheit der Liebe"? Und dann sehe ich Petrus, wie die Liebe zu seinem Herrn und Meister Grund und Begründung genug sind, den Fuß über den Bootsrand zu setzen. Er hat Jesus fest im Blick. Das Wissen, von seinem Meister geliebt, d. h. durch und durch getragen und gehalten zu sein, gibt ihm die Gewissheit: Mir kann nichts passieren, zumal mich Jesus selbst auffordert: Komm!

Aber dann die ganze Menschennot, in die Petrus hineingerät. Der nachtdunkle Strudel des Wassers zieht ihn in die Tiefe. Warum? Petrus hat seinen Blick von Jesus abgewandt; jetzt erst wird er sich der Gefahr bewusst, in die er sich hineinbegeben hat; er hat ja Wasser unter den Füßen. In dieser äußersten Not weiß er aber doch, wer allein seinen Angstschrei hören und ihm helfen kann.

Hier wird unser Glaube verhandelt, und ich verstehe: Es gibt keinen Glauben ohne Liebe. Wir sind nicht angehalten, an Grundsätze und Sachverhalte zu glauben, sondern vorab an ihn, Jesus Christus. Das Herz spricht zum Herzen: Behalte mich im Blick! Hab keine Angst! Ich bin ja bei dir!
Es ist tröstlich auch für uns, wenn Jesus zu Petrus sagt: "Du Kleingläubiger!" Das sind auch wir! Aber Jesus tadelt uns nicht; er weiß, wie uns Menschen oft zumute ist. Gewiss, auch eine Spur Traurigkeit schwingt bei seiner Feststellung mit. Und eigentlich höre ich eine Verlockung heraus, das Wagnis des ganzen Glaubens und der großen Liebe einzugehen. Darauf, auf das Ganze, zielt ja die tiefste Sehnsucht unseres Lebens. Jesus traut es mir zu, das Wagnis der ganzen Liebe einzugehen und meinen Fuß über den Bootsrand zu setzen; er sagt auch zu mir: Komm!

Aus: Karlheinz May, Vom Duft der Auferstehung. Bernardus Verlag in der Verlagsgruppe Mainz, Aachen 2009.

 

S t i l l e

 

Nicht nur Fürbittgebet – auch für Bitten

WER IN SEE STÖSST

Wer in See stößt
Kann nicht erwarten,
dass die Winde immer günstig wehen
und das Wetter immer freundlich ist.

Wer mit vielen anderen
ein gemeinsames Ziel hat,
kann nicht nur an sich selber denken
und nur das Maß der eigenen Person anlegen.

Wer auf dem Weg zur Ewigkeit ist,
kann sich nicht der Gunst des Augenblicks
überlassen
und nach momentaner Lust und Laune
entscheiden.

Wer das Große sucht und will,
kann sich nicht mit Kleinigkeiten
zufrieden geben und sich
von tausend Nebensächlichkeiten
bestimmen lassen.

Wer das Wagnis eingeht,
das Greifbare loszulassen
und nach dem Unbegreiflichen zu forschen,
muss damit rechnen,
täglich neu zu werden.

Jürgen Kuhn, in: Lichtzeichen, Georgs Verlag.

 

75 Jahre nach Kriegsende – 75 Jahre nach Hiroshima (6.8.) und Nagasaki (9.8.)
5 Jahre nachdem wir gesagt haben: „Wir schaffen das!“

Nachgedanke – auch für HEUTE!!

»WO BIST DU, GOTT?«

Es war im Alter von sechseinhalb Jahren, als ich am Ostersonntag 1945 aus meinem Heimatort Filipovo, im heutigen Serbien, vertrieben und in das Vernichtungslager Gakovo deportiert wurde. Die Erfahrungen, die ich damals gemacht habe, begleiten mich mein ganzes Leben. Wir waren verzweifelt, ängstlich, wir hatten keine Perspektive. Neben der bedrückenden Frage nach meiner Mutter, die in einem Zwangsarbeitslager war, und der bedrohenden nach dem Schicksal meines Vaters, der noch im Oktober 1944 zum Militär eingezogen worden war, war die belastendste und quälendste Frage für mich, den damals Siebenjährigen in Gakovo, jene, die die Frage so vieler war und die mich wie so viele andere immer wieder einholt: »Wo bist du, Gott? Wie kannst du das zulassen?«

Diese Frage begleitete uns, wenn wir mal wieder morgens um vier Uhr antreten mussten, um zum wiederholten Mal gefilzt zu werden. Sie begleitete uns, wenn wir mit ansehen mussten, wie eigene Angehörige vor Hunger starben oder erschlagen wurden. Sie begleitete uns, wenn wir, wenn es dunkel wurde, auf unserem Stroh lagen und Abend für Abend einen Rosenkranz nach dem anderen beteten. Doch auch dies ist eine unserer Erfahrungen: Je dunkler und kälter es wurde, je aussichtsloser unsere Lage schien, desto mehr und desto fester klammerten wir uns an Gott.

Die Nähe und Zuwendung Gottes, die ich in diesen Tagen und Nächten trotz der Erlebnisse im Vernichtungslager erfahren habe, tragen mich bis heute. Gott ist eben kein unpersönliches Es, sondern er ist ein Du, ein persönlicher Ansprechpartner, mit dem ich ringen, hadern, aber dem ich vor allem unendlich vertrauen kann. Er ist es, der mir - gerade auch bei allen äußerlichen Zwängen und Einschränkungen - Freiheit und Weite schenkt, der mich fuhrt und begleitet.

Robert Zollitsch (ehemaliger Bischof von Freiburg – Langjähriger Vorsitzender der Dt. Bischofskonferenz) in: Johannes Röser, Mein Glaube in Bewegung. Stellungnahmen aus Religion, Kultur und Politik. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2008.

 

Hl. Messen in unserer Pfarrkirche am Sonntag um 10 Uhr und am Freitag um 19 Uhr.


Alle Gottesdienste werden zu den Bedingungen der von der Landesregierung aufgrund der CoronaKrise erlassenen Bestimmungen gefeiert. Diese schreiben vor, dass Sie zu den Gottesdiensten einen Anwesenheitsnachweis der die Rückverfolgung zulässt, ausfüllen. (Wird nach 4 Wochen Aufbewahrung vernichtet!) Diesen können Sie auf dieser Homepage (an anderer Stelle!) herunterladen. Füllen Sie den Zettel aus und lassen ihn von allen im Haushalt lebenden über 18-Jährigen unterschreiben. Zu Beginn der Hl. Messe geben Sie am Eingang diesen ausgefüllten Nachweis ab. Nach der Hl. Messe liegen für Sie neue Nachweise schon am Ausgang zum Mitnehmen bereit. Wir haben aber auch im Eingang Nachweise der Rückverfolgbarkeit für die Gottesdienste ausliegen. Dieser ist dann vor der Hl. Messe auszufüllen und zu unterschreiben.  Hören Sie auf das, was Ihnen unsere freundlichen Gläubigen am Eingang sagen. Bitte gehen Sie nur auf die ausgewiesenen Plätze (grüne Zettel!). Nur Personen, die im gleichen Haushalt leben, können in der Kirche auch zusammensitzen. Ein Mundschutz kann verwendet werden, ist aber nicht zwingend vorgeschrieben. Desinfizieren ist allerdings am Eingang nötig. Wenn alle diese wenigen Regeln befolgen und auf das hören, was ihnen von den freundlichen Menschen am Eingang gesagt wird, wird es für alle erträglich. Eingang und Ausgang sind verschieden. Achten Sie beim Verlassen der Kirche ebenfalls auf die Abstände. Bleiben Sie vor der Kirche, wenn überhaupt, erst weit entfernt vom Ausgang stehen. Danke!!

Bitte beachten: Unsere Bücherei ist wegen Erneuerung der Theke und der EDV geschlossen!

Einige Frauen haben zu Beginn der Krise "Maulverschlusshilfen" genäht. Noch sind welche gegen eine Spende für die Ärmsten in Mexico, Projekt unserer Pfarrei, abzugeben. Sie erhalten sie gegen bei Frau Wiengarten (Tel 02586-970034 oder: fuenf-wiengarten@t-online.de) oder im Eine-Welt-Laden: nach den Gottesdiensten (sonntags und freitags) und dienstags von 15 - 17 Uhr sowie donnerstags von 9 - 11 Uhr in der Pfarrkirche! Sich schützen und dabei anderen helfen. Vergelt's Gott!!

Ebenso ist Frau Wiengarten weiterhin zu sprechen! Bei allen Fragen und Problemen mit Behörden wenden Sie sich an sie. Sie hilft unkompliziert als Integrationsbeauftragte unserer Pfarrei: fuenf-wiengarten@t-online.de oder 01517 0851570

(Gottesdienste werden im Internet übertragen: www.bistum-muenster.de und auf www.kirche-und-leben.de. Achten Sie auch auf die verschiedenen Fernsehanstalten - auch dort werden regelmäßig Gottesdienste übertragen.) 

 

18. Sonntag im Jahreskreis A – „Gebt Ihr ihnen zu essen!“ - Jesus im Matthäusevangelium

„Wer dessen gewiss sein darf, dass der Himmel trägt, der ist ganz in seinem Element, der hat Hände und Füße, Kopf und Herz frei, um die Solidarität in der Welt zum Zuge zu bringen.“ (Aus: Franz Kamphaus, Text im Anschluss)

Sonntag um 10 Uhr und Freitag um 19 Uhr Hl. Messe in der Pfarrkirche

(Bitte Vorschriften in Zeiten der CoronaKrise beachten - mehr dazu am Ende dieser Seite)

 

GOTTESDIENST

Wir haben die Zeitung gelesen,
wissen was alles geschieht.
Und dennoch decken wir den Tisch -
immer wieder.
Holen das alte Buch hervor
mit den Geschichten der Väter.
Nennen den Namen der Namen.
Teilen das Brot und den Wein.
Reichen einander die Hand.
Und glauben das Unglaubliche,
dass er nichts Wichtigeres weiß
als hier zu sein,
jetzt,
da wir ihn rufen.

Aus: Hermann Josef Coenen, Meine Jakobsleiter; Meditationen, Düsseldorf 1986.


Für diesen Sonntag – zum Evangelium nachgedacht

ALS GETRAGENE MITTRAGEN

Eine Fabel erzählt von zwei Vögeln. Der eine liegt auf dem Rücken, die Beine starr gegen den Himmel gestreckt. Der andere Vogel fliegt vorbei, sieht das und fragt verwundert: »Was ist denn mit dir los? Warum liegst du auf dem Rücken und streckst die Beine so starr nach oben?« Der antwortet: »Ich trage den Himmel mit meinen Füßen. Wenn ich sie einziehe, stürzt der Himmel zusammen.« In diesem Augenblick geht ein Windstoß durch den Baum. Ein Blatt löst sich und fällt raschelnd zu Boden. Erschrocken dreht sich der Vogel um und fliegt schnell weg. - Man könnte lachen über den Vogel, der sich so wichtig nimmt, dass er den Himmel tragen will, aber vor einem Blatt zu Tode erschrickt und sich aus dem Staub macht. Das ist ein himmelweiter Unterschied: Bilde ich mir ein, ich müsse den Himmel tragen, oder weiß ich, dass der Himmel trägt. Wer dessen gewiss sein darf, dass der Himmel trägt, der ist ganz in seinem Element, der hat Hände und Füße, Kopf und Herz frei, um die Solidarität in der Welt zum Zuge zu bringen.

Franz Kamphaus ist emeritierter Bischof der römisch-katholischen Kirche. Von 1982 bis 2007 war er Bischof von Limburg. kurier.at/kultur/4063467.php

 

Gebet

Jesus,
zu Dir dürfen wir immer kommen
mit unseren Unsicherheiten,
mit unseren Orientierungslosigkeiten,
mit dem, was uns bedrückt.
Wir dürfen zu Dir kommen
mit allem, was uns freut,
mit allem, was uns Hoffnung macht,
mit allen Sehnsüchten.
Wir gehen immer wieder
als Beschenkte von Dir weg,
denn Du schenkst alles in übergroßer Fülle. - Amen.  


EVANGELIUM -
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus:


In jener Zeit, als Jesus hörte, dass Johannes enthauptet worden war,
zog er sich allein von dort mit dem Boot in eine einsame Gegend zurück.
Aber die Volksscharen hörten davon und folgten ihm zu Fuß aus den Städten nach.
Als er ausstieg, sah er die vielen Menschen und hatte Mitleid mit ihnen und heilte ihre Kranken.
Als es Abend wurde, kamen die Jünger zu ihm und sagten:
Der Ort ist abgelegen und es ist schon spät geworden.
Schick die Leute weg, damit sie in die Dörfer gehen und sich etwas zu essen kaufen!
Jesus aber antwortete: Sie brauchen nicht wegzugehen.
Gebt ihr ihnen zu essen!
Sie sagten zu ihm: Wir haben nur fünf Brote und zwei Fische hier.

Er antwortete: Bringt sie mir her!
Dann ordnete er an, die Leute sollten sich ins Gras setzen.
Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf,
sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern;
die Jünger aber gaben sie den Leuten und alle aßen und wurden satt.
Und sie sammelten die übrig gebliebenen Brotstücke ein, zwölf Körbe voll.
Es waren etwa fünftausend Männer, die gegessen hatten, dazu noch Frauen und Kinder.
(Mt 14,13-21)

 

Nach dem Evangelium und auch dann noch

DAS BROT DES GLÜCKS

Es lebte einmal ein alter und weiser König. Er hatte all die Jahre seines Lebens hindurch sein Volk mit Liebe und Weisheit regiert. Nun fühlte er, dass seine Zeit gekommen war, und er dachte voll Sorge an das, was nach seinem Tod mit seinem Volk und Land geschehen sollte. Da rief er seinen Sohn zu sich, den einzigen, und er sprach zu ihm: "Mein Sohn, meine Tage sind gezählt! Geh du deshalb in die Welt hinaus und suche das Brot des Glücks, denn nur, wenn du deinen Untertanen das Brot des Glücks geben kannst, werden sie satt werden und du wirst ein guter König sein."

So ging der Prinz in die Welt hinaus und suchte das Brot des Glücks. Aber in welche Backstube er auch schaute, in welchem Laden er auch nachfragte, niemand kannte das Brot des Glücks. Der Prinz war verzweifelt. Niemand wusste von dem Brot des Glücks, niemand hatte auf seine Frage eine Antwort.

Als er in seiner Angst und Sorge dasaß, kam ein Kind des Weges und schaute ihn an: "Du hast Hunger", sprach es und reichte ihm ein Stück Brot. "Da nimm, ich habe nicht mehr, aber mit dir will ich teilen."
Der Prinz nahm das Brot und sogleich verschwand seine Not, als sei sie nie da gewesen. "Das Brot des Glücks!", rief er. "Du hast das Brot des Glücks. Schnell, gib mir mehr davon! Wo hast du es her?" "Das ist das Brot, das meine Mutter heute Morgen gebacken hat. Sie gab es mir, damit ich keinen Hunger zu leiden brauche. Du hattest Hunger und so teilte ich mit dir." "Das ist alles?", fragte der Prinz. "Ist es kein besonderes Brot?" "Nein, es ist wie jedes andere Brot, aber weil es zwischen dir und mir geteilt wurde, ist es für dich das Brot des Glücks geworden."

Da erkannte der Prinz, wo das Brot des Glücks für alle Zeiten zu finden war. Er kehrte zu seinem Vater zurück und erzählte ihm, wie er das Brot des Glücks gefunden und wie es ihm geholfen hatte, mit seiner Verzweiflung fertig zu werden. Von da an wusste der Vater, dass der Prinz, genau wie er selbst, das Reich mit Liebe und Weisheit regieren würde, alle Tage seines Lebens.

Aus: Stefanie Spendel, Das Brot des Glücks, in: Religion in der Grundschule, Klasse 3, Arbeitshilfen, fragen - suchen - entdecken, München 2004.

 

Anstelle von Fürbitten

Gebt ihr ihnen zu essen!

Dieser Auftrag gilt uns
wir sind gerufen
wir sind berufen
wir dürfen
in Gottes Namen handeln

wir sind angesprochen
herausgefordert
ernst genommen
begnadet und begleitet

in Gottes Namen
dürfen wir
das unsere bringen,
und austeilen

und vertrauen
dass es genug ist
für alle

Helene Renner (2020)

 

Vor der Nacht oder am Tag danach

DIE ERNÄHRUNGSSTÖRUNGEN NEHMEN ZU

Eine flasche cola enthält mehr zucker
als meine großmutter im monat zu sich nahm
     die übersättigung unter der wir leiden wird aufgebaut
     um den hunger nach speise umzubauen
     in das bedürfnis nach etwas besonderem
nicht hungrig und nicht satt
stecke ich etwas in mich hinein

Eine tageszeitung enthält mehr halblügen
als meine großmutter im monat zu sich nahm
     die übersättigung mit unglück
     an dem wir eh nichts ändern können
     wird aufgebaut um den hunger nach gerechtigkeit umzubauen
     in das bedürfnis nach etwas besonderem
nicht traurig und nicht erfreut
lese ich etwas in mich hinein

Ein Satz aus dem morgenprogramm enthält mehr geschwätz
als meine großmutter im monat zu sich nahm
     die übersättigung an einer sprache die nichts sagt
     wird aufgebaut um die teilnahme zugrundezurichten
     und unsern wunsch mit worten jemanden zu berühren
     lächerlich zu machen
nicht ernst und nicht spielend
rede ich etwas aus mir heraus

In diesen zeiten ein mensch zu werden
ist etwa so möglich wie
dass ein kamel durch ein nadelöhr geht

Aus: dorothee sölle, spiel doch von brot und rosen. gedichte. Wolfgang Fietkau Verla, Berlin 1998.

 

Hl. Messen in unserer Pfarrkirche am Sonntag um 10 Uhr und am Freitag um 19 Uhr.


Alle Gottesdienste werden zu den Bedingungen der von der Landesregierung aufgrund der CoronaKrise erlassenen Bestimmungen gefeiert. Diese schreiben vor, dass Sie zu den Gottesdiensten einen Anwesenheitsnachweis der die Rückverfolgung zulässt, ausfüllen. (Wird nach 4 Wochen Aufbewahrung vernichtet!) Diesen können Sie auf dieser Homepage (an anderer Stelle!) herunterladen. Füllen Sie den Zettel aus und lassen ihn von allen im Haushalt lebenden über 18-Jährigen unterschreiben. Zu Beginn der Hl. Messe geben Sie am Eingang diesen ausgefüllten Nachweis ab. Nach der Hl. Messe liegen für Sie neue Nachweise schon am Ausgang zum Mitnehmen bereit. Wir haben aber auch im Eingang Nachweise der Rückverfolgbarkeit für die Gottesdienste ausliegen. Dieser ist dann vor der Hl. Messe auszufüllen und zu unterschreiben.  Hören Sie auf das, was Ihnen unsere freundlichen Gläubigen am Eingang sagen. Bitte gehen Sie nur auf die ausgewiesenen Plätze (grüne Zettel!). Nur Personen, die im gleichen Haushalt leben, können in der Kirche auch zusammensitzen. Ein Mundschutz kann verwendet werden, ist aber nicht zwingend vorgeschrieben. Desinfizieren ist allerdings am Eingang nötig. Wenn alle diese wenigen Regeln befolgen und auf das hören, was ihnen von den freundlichen Menschen am Eingang gesagt wird, wird es für alle erträglich. Eingang und Ausgang sind verschieden. Achten Sie beim Verlassen der Kirche ebenfalls auf die Abstände. Bleiben Sie vor der Kirche, wenn überhaupt, erst weit entfernt vom Ausgang stehen. Danke!!

Bitte beachten: Unsere Bücherei ist wegen Erneuerung der Theke und der EDV geschlossen! 

Einige Frauen haben zu Beginn der Krise "Maulverschlusshilfen" genäht. Noch sind welche gegen eine Spende für die Ärmsten in Mexico, Projekt unserer Pfarrei, abzugeben. Sie erhalten sie gegen bei Frau Wiengarten (Tel 02586-970034 oder: fuenf-wiengarten@t-online.de) oder im Eine-Welt-Laden: nach dem Gottesdienst und dienstags von 15 - 17 Uhr sowie donnerstags von 9 - 11 Uhr! Sich schützen und dabei anderen helfen. Vergelt's Gott!!

Ebenso ist Frau Wiengarten weiterhin zu sprechen! Bei allen Fragen und Problemen mit Behörden wenden Sie sich an sie. Sie hilft unkompliziert als Integrationsbeauftragte unserer Pfarrei: fuenf-wiengarten@t-online.de oder 01517 0851570

(Gottesdienste werden im Internet übertragen: www.bistum-muenster.de und auf www.kirche-und-leben.de. Achten Sie auch auf die verschiedenen Fernsehanstalten - auch dort werden regelmäßig Gottesdienste übertragen.) 

 

17. Sonntag im Jahreskreis – „Die im Dunkeln sieht man nicht ...!“

Wir boykottieren nicht die Bildung um ihrer selbst willen, sondern widersetzen uns einer von Erwachsenen gemachten Regel – das ist der entscheidende Punkt. (Siehe Text von Nele Brebeck)

Hl. Messe am Sonntag um 10 Uhr und am Freitag um 19 Uhr

(Bitte Vorschriften in Zeiten der CoronaKrise beachten - mehr dazu am Ende dieser Seite)

 

Vor der Nacht und am Tag danach

NUR KURZ DIE WELT RETTEN

Ich wär' so gern dabei gewesen
Doch ich hab viel zu viel zu tun
Lass uns später weiter reden
Da draußen brauchen sie mich jetzt
Die Situation wird unterschätzt
Und vielleicht hängt unser Leben davon ab
Ich weiß es ist dir ernst, du kannst mich hier grad nicht entbehren
Nur keine Angst, ich bleib' nicht all zu lange fern

Muss nur noch kurz die Welt retten
Danach flieg' ich zu dir
Noch 148 Mails checken
Wer weiß was mir dann noch passiert, denn es passiert so viel
Muss nur noch kurz die Welt retten
Und gleich danach bin ich wieder bei dir

Irgendwie bin ich spät dran
Fang' schon mal mit dem Essen an
Ich stoß' dann später dazu
Du fragst: „Wieso, weshalb, warum?“
Ich sag': „Wer sowas fragt ist dumm“
Denn du scheinst wohl nicht zu wissen, was ich tu'
'Ne ganz…

Muss nur noch kurz die Welt retten
Danach flieg' ich zu dir
Noch 148 Mails checken
Wer weiß was mir dann noch passiert, denn es passiert so viel
Muss nur noch kurz die Welt retten
Und gleich danach bin ich wieder bei dir

Die Zeit läuft mir davon
Zu warten wäre eine Schande für die ganze Weltbevölkerung
Ich muss jetzt los, sonst gibt's die große Katastrophe
Merkst du nicht, dass wir in Not sind?

Ich muss jetzt echt die Welt retten
Danach flieg' ich zu dir
Noch 148 Mails checken
Wer weiß was mir dann noch passiert, denn es passiert so viel

Muss nur noch kurz die Welt retten
Danach flieg' ich zu dir
Noch 148.713 Mails checken
Wer weiß was mir dann noch passiert, denn es passiert so viel
Muss nur noch kurz die Welt retten
Und gleich danach bin ich wieder bei dir

Tim Bendzko, Quelle: LyricFind

 

Gedanken zum Sonntag

DIE WELT RETTEN STATT CHILLEN

Tatsächlich denke ich dieser Tage sehr oft an jene Liedzeile, mit der Tim Bendzko im Sommer 2011 die Charts stürmte. Wer hätte damals gedacht, dass jener Ohrwurm einmal zur Mission einer gesamten Generation werden würde? Ich muss ehrlich gestehen, ich nicht. Und dass, obwohl ich – wie viele andere Kinder und Jugendliche ebenfalls – seit Jahren unzufrieden bin mit der Klimapolitik dieses Landes. Wir haben Demos besucht, unser Taschengeld an Greenpeace und den WWF gespendet und versucht, unsere Eltern davon zu überzeugen, dass eine vegetarische Ernährung nicht der Weltuntergang ist, sondern beachtlichen Einfluss auf dessen Verhinderung hat. (Fortsetzung des Textes nach dem Evangelium)

Text von Nele Brebeck auf welt.de am 14.3.2019

 

EVANGELIUM - Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.

In jener Zeit sprach Jesus zu Nikodémus:
Niemand ist in den Himmel hinaufgestiegen außer dem, der vom Himmel herabgestiegen ist:
der Menschensohn.
Und wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden,
damit jeder, der glaubt, in ihm ewiges Leben hat.
Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab,
damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.
Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt,
   damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.
Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet;
wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des einzigen Sohnes Gottes geglaubt hat.
Denn darin besteht das Gericht: Das Licht kam in die Welt,
doch die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Taten waren böse.
Jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Taten nicht aufgedeckt werden.
Wer aber die Wahrheit tut, kommt zum Licht, damit offenbar wird,
   dass seine Taten in Gott vollbracht sind.   Joh 3,13-21

 

Gedanken zum Evangelium (weiter: Text von Nele Brebeck)

Die Grundidee dieser Bewegung geistert schon sehr lange durch unsere Köpfe, doch lange fühlten wir uns hilflos, hatten uns bereits damit arrangiert, dass wir als Jugendliche und Kinder nur wenig Einfluss auf die Politik von Erwachsenen haben. Und dann kam Greta und mit ihr ein Funken Hoffnung, dass es vielleicht doch noch nicht zu spät ist. Immer wieder höre ich Sprüche wie „Die tun das doch nur, um schwänzen zu können“. Schwänzen? Nein, wir gestalten lediglich den Unterricht anders, als es der Lehrplan vorsieht: Praxis anstelle der sonst üblichen Theorie. Schleswig-Holstein erkennt unsere Proteste bereits als gelebte politische Bildung an. Wir boykottieren nicht die Bildung um ihrer selbst willen, sondern widersetzen uns einer von Erwachsenen gemachten Regel – das ist der entscheidende Punkt. Wir sagen: „Wenn ihr uns die Möglichkeit verwehrt, euch Regeln aufzustellen, so verweigern wir im Gegenzug, eure zu befolgen.“ Streng genommen verstößt eure Politik sogar gegen eure eigene Regel, den Artikel 20a des Grundgesetzes*. (...)

Fakt ist, dass die Zeit, die uns laut IPCC**-Report noch bleibt, um den Klimawandel zu beeinflussen, mit gerade einmal zwölf Jahren sehr begrenzt ist. Eigentlich hätten wir gestern schon anfangen müssen, und doch lässt sich nicht einmal heute eine ernsthafte Bereitschaft zur Veränderung in der Politik erkennen. Ja, das macht mich wütend. Und traurig zugleich. Ich fühle mich hintergangen: Eltern versprechen ihren Kindern, dass sie nur das Beste für sie wollen. Aber ihr zerstört doch gerade — wohlwissentlich — das Allerbeste, was wir jemals haben werden! Erwartet ihr denn wirklich, dass wir das einfach so hinnehmen können? Dass wir darüber hinwegsehen können, wie ihr diesen Planeten zumüllt, ausraubt und mit ihm weniger pfleglich umgeht als mit den Werbeprospekten, die trotz des „Keine Werbung“-Aufklebers in eurem Briefkasten landen?

Erst kürzlich sprach Angela Merkel vom „plötzlichen“ Entstehen dieser Bewegung. Das ist so aber schlichtweg falsch. Uns gibt es schon sehr lange, nur hat uns bis zu dem Tag, an dem wir anfingen, die Bildung zu boykottieren, niemand beachtet. Armin Laschet kritisierte, dass unsere Proteste ein noch viel stärkeres Signal wären, wenn sie in unserer Freizeit stattfänden. Ich muss ihm – leider – widersprechen: Wir haben jahrelang in unserer Freizeit protestiert. Greenpeace-Jugend, BUNDjugend und Grüne Jugend existierten bereits lange vor Fridays For Future. Dass Armin Laschet eine solche Äußerung trifft, spiegelt eins zu eins wider, wie ernst uns die Politik genommen hat, während wir noch in unserer Freizeit protestiert haben – nicht einmal ernst genug, um uns auch nur wahrzunehmen.

Die Autorin Nele Brebeck studiert Rechtswissenschaften in Hamburg.
Text von Nele Brebeck auf welt.de am 14.3.2019

* „Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.“ (Artikel 20a des GG)

**IPCC = Weltklimarat IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change)

 

Fürbittendes Gebet

ERLÖSE UNS

Komm, Herr Jesus,
erlöse uns!
Komm und erlöse uns
Heute!

Erlöse uns,
die wir so herrlich frei tun,
zur Freiheit der Kinder Gottes.

Erlöse uns,
die wir so großspurig gerecht tun,
zur Gerechtigkeit des Reiches Gottes.

Erlöse uns,
die wir so stolz demokratisch tun,
zur Geschwisterlichkeit des Volkes Gottes.

Erlöse uns,
die wir so aufgeklärt fortschrittlich tun,
zur Ehrfurcht vor der Schöpfung Gottes.

Erlöse uns,
die wir so total informiert tun,
zur Frohen Botschaft Gottes:
dass wir geliebt sind
von IHM.

Alois Albrecht, Generalvikar Bamberg

 

Gebetsbitten für das Überleben

Von der Versuchung durch den Teufel
Von Zorn, Hass und allem bösen Willen
Von Süchtigkeit und Unzucht

Von Stolz und Hochmut
Von Spott und Verrat
Von Gleichgültigkeit und Trägheit
Von Schwermut und Verzweiflung
Von der Verblendung des Geistes
Von der Verhärtung des Herzens
Libera nos Domine: Befreie uns, o Herr!

Von ungerechten und sündigen Strukturen
Von der irreführenden Macht der Ideologen
Von Konsumzwang und falschem Leistungsdruck
Von Milieu- und Erziehungsschäden
Von der Manipulation durch die Massenmedien ...
Libera nos Domine: Befreie uns, o Herr!

Von Unwetter und Katastrophen
Von Hunger, Krieg und Krankheit
Von der Vergiftung der Erde
Von einem plötzlichen Tode
Von der ewigen Verdammnis
Libera nos Domine: Befreie uns, o Herr!

Von der Anbetung der Macht, des Geldes und des Genusses
Von der geistigen Orientierungslosigkeit
Vom Wahnsinn der Hochrüstung
Von der Verletzung der Menschenrechte
Von der Gedankenlosigkeit und Untätigkeit angesichts der Nöte in der Dritten Welt
Von den Beziehungsnöten und der Einsamkeit
Von der Gottlosigkeit
Von der Selbstentfremdung
Von Sinnlosigkeit, Langeweile, Sattheit und Apathie
Libera nos Domine: Befreie uns, o Herr!

Hl. Messen in unserer Pfarrkirche am Sonntag um 10 Uhr und am Freitag um 19 Uhr.

Alle Gottesdienste werden zu den Bedingungen der von der Landesregierung aufgrund der CoronaKrise erlassenen Bestimmungen gefeiert. Diese schreiben vor, dass Sie zu den Gottesdiensten einen Anwesenheitsnachweis der die Rückverfolgung zulässt, ausfüllen. (Wird nach 4 Wochen Aufbewahrung vernichtet!) Diesen können Sie auf dieser Homepage (an anderer Stelle!) herunterladen. Füllen Sie den Zettel aus und lassen ihn von allen im Haushalt lebenden über 18-Jährigen unterschreiben. Zu Beginn der Hl. Messe geben Sie am Eingang diesen ausgefüllten Nachweis ab. Nach der Hl. Messe liegen für Sie neue Nachweise schon am Ausgang zum Mitnehmen bereit. Wir haben aber auch im Eingang Nachweise der Rückverfolgbarkeit für die Gottesdienste ausliegen. Dieser ist dann vor der Hl. Messe auszufüllen und zu unterschreiben.  Hören Sie auf das, was Ihnen unsere freundlichen Gläubigen am Eingang sagen. Bitte gehen Sie nur auf die ausgewiesenen Plätze (grüne Zettel!). Nur Personen, die im gleichen Haushalt leben, können in der Kirche auch zusammensitzen. Ein Mundschutz kann verwendet werden, ist aber nicht zwingend vorgeschrieben. Desinfizieren ist allerdings am Eingang nötig. Wenn alle diese wenigen Regeln befolgen und auf das hören, was ihnen von den freundlichen Menschen am Eingang gesagt wird, wird es für alle erträglich. Eingang und Ausgang sind verschieden. Achten Sie beim Verlassen der Kirche ebenfalls auf die Abstände. Bleiben Sie vor der Kirche, wenn überhaupt, erst weit entfernt vom Ausgang stehen. Danke!!

Bitte beachten: Unsere Bücherei ist wegen Erneuerung der Theke und der EDV geschlossen! 

Einige Frauen haben zu Beginn der Krise "Maulverschlußhilfen" genäht. Noch sind welche gegen eine Spende für die Ärmsten in Mexico, Projekt unserer Pfarrei, abzugeben. Sie erhalten sie gegen bei Frau Wiengarten (Tel 02586-970034 oder: fuenf-wiengarten@t-online.de) oder im Eine-Welt-Laden: nach dem Gottesdienst und dienstags von 15 - 17 Uhr sowie donnerstags von 9 - 11 Uhr! Sich schützen und dabei anderen helfen. Vergelt's Gott!!

Ebenso ist Frau Wiengarten weiterhin zu sprechen! Bei allen Fragen und Problemen mit Behörden wenden Sie sich an sie. Sie hilft unkompliziert als Integrationsbeauftragte unserer Pfarrei: fuenf-wiengarten@t-online.de oder 01517 0851570

(Gottesdienste werden im Internet übertragen: www.bistum-muenster.de und auf www.kirche-und-leben.de. Achten Sie auch auf die verschiedenen Fernsehanstalten - auch dort werden regelmäßig Gottesdienste übertragen.) 

 

 

16. Sonntag im Jahreskreis – „Woher kommt dann all das Unkraut?“

„Ist die Regel so eindeutig zu erstellen, was da Unkraut ist und was Korn?“ – siehe Text von Eugen Drewermann

Hl. Messe am Sonntag um 10 Uhr und am Freitag um 19 Uhr

(Bitte Vorschriften in Zeiten der CoronaKrise beachten - mehr dazu am Ende dieser Seite)

ICH KOMME AN

Einer macht Licht,
wenn ich stolpre,
nimmt meine Hand im Dunkeln
und -
ich komme an.

Einer schließt Frieden,
wenn ich hasse,
lächelt meinen Zorn in den Wind
und -
ich komme an.

Einer gibt Trost,
wenn ich leide,
nimmt mein Herz fest in die Hand
und -
ich komme an.

Einer kommt an,
wenn ich fehle,
nimmt sein Kreuz auf die Schulter
und -
er kommt an!

Sybille Fritsch, Meditationstext in EG Rheinland nach Lied 383.

 

Zum Sonntag:

ZERFRESSEN DER KREATUR

Hier stehen wir wieder vor einem abgründigen Problem. Die christliche und die biblische Antwort lautet: Es (das Böse) kommt aus der Freiheit.
Insofern ist das Böse keine neue Kreatur, etwas Selbstwirkliches, das in sich dastünde, sondern es ist in seinem Wesen Negation, ein Zerfressen der Kreatur. Es ist nicht ein Sein - denn Sein kann tatsächlich nur von der Quelle des Seins kommen -, sondern ein Nein.

Dass das Nein so mächtig sein kann, muss uns schockieren. Aber es ist, glaube ich, doch auch tröstlich, zu wissen, dass das Böse keine eigene Kreatur, sondern so etwas wie eine Schmarotzerpflanze ist. Es lebt davon, dass es das andere ausnimmt, und am Schluss bringt es sich dabei genauso selber um, wie die Schmarotzerpflanze es tut, wenn sie Herr wird und ihren Wirt umbringt.

Das Böse ist nicht etwas Eigenes, Seiendes, sondern es ist die Negation (Verneinung). Und wo ich mich ins Böse hineinbegebe, verlasse ich den Raum der positiven Eins-Entfaltung zugunsten des Schmarotzerzustandes des Sein-Zerfressens und der Seins-Verneinung.

Joseph Ratzinger-Benedikt XVI, Gott und die Welt. Ein Gespräch mit Peter Seewald, München: Knaur 2005.

S t i l l e

 

Gebet

Wir spüren immer wieder, dass unsere Welt Solidarität und
Mitmenschlichkeit dringend braucht.
Lasst uns nun einander die Hände reichen, als Zeichen dafür,
dass wir uns geeint wissen als Brüder und Schwestern.

Genau so hat Gott uns Menschen gewollt: Hand in Hand,
einer den anderen stützend, einer den anderen begleitend,
einer den anderen haltend. Keiner steht allein.
Hand in Hand wie eine große Familie.
Hand in Hand vereint als Gottes geliebte Kinder.

 

EVANGELIUM 

(Kurzfassung – das ganze Evangelium vom Sonntag: Mt 13,24-43)

Aus dem hl. Evangelium nach Matthäus.

In jener Zeit

erzählte Jesus der Menge folgendes Gleichnis:
Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Mann,
   der guten Samen auf seinen Acker säte.
Während nun die Menschen schliefen,
   kam sein Feind, säte Unkraut unter den Weizen und ging weg.
Als die Saat aufging und sich die Ähren bildeten,
   kam auch das Unkraut zum Vorschein.
Da gingen die Knechte zu dem Gutsherrn
und sagten: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät?
Woher kommt dann das Unkraut?
Er antwortete: Das hat ein Feind getan.
Da sagten die Knechte zu ihm: Sollen wir gehen und es ausreißen?
Er entgegnete: Nein, damit ihr nicht zusammen mit dem Unkraut den Weizen ausreißt.
Lasst beides wachsen bis zur Ernte und zur Zeit der Ernte
   werde ich den Schnittern sagen:
   Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen;
den Weizen aber bringt in meine Scheune!     (Mt 13,24-30)

S t i l l e

Nachgedanken anstelle einer Predigt

KEIN GUTES OHNE EIN BÖSES

Es mag viele kleine Übel geben in unserem menschlichen Herzen und vieles, das Gedankenlosigkeit, Nachlässigkeit, Saumseligkeit, vielleicht auch böser Wille anrichten. Aber kein Unheil wütet in der menschlichen Geschichte so dämonisch, so furchtbar, so grauenhaft wie der fanatische Wille der Guten, die menschliche Geschichte und nach Möglichkeit die ganze Natur reinzufegen von allem Negativen, von jedem Schatten, von jedem Unheil. Diese Einstellung der Asketen, der gefallenen Engel, der an der Welt bis zur Unerträglichkeit Leidenden verdanken wir die Revolutionen, die heiligen Kriege, die Razzien, die Ausrottungen, die Zerstörungen, die furchtbare Blutmühle der Ideologie. Im Namen der Reinheit werden die Inquisitionen geführt, die Säuberungsaktionen geleitet, die schlimmsten Unbarmherzigkeiten begangen mit reinem Gewissen.
[ ...]
Wenden wir's auf unser eigenes Leben an. Wie vieles erscheint uns da, nur weil es aufbricht und unbekannt ist, als gefährlich, als Verrat an dem, was wir gelernt haben. Und wissen wir immer schon, was richtig ist und falsch, gut und böse, heilig und verdorben? Ist die Regel so eindeutig zu erstellen, was da Unkraut ist und was Korn? Wir haben vor zwanzig, dreißig Jahren erlebt, was dabei herauskommt, wenn man beginnt, die Fluren aufzuräumen und nur das Nützliche wachsen lässt. Es scheint sehr fruchtbar, sehr ertragreich, nur: am Ende lebt nichts mehr, und der Einsatz der Vernichtungsmittel, des Kunstdüngers, der Tötungschemikalien für das, was Leben heißt, wird immer höher. Man schneidet am Ende aus einem lebenden Organismus nur den Teil heraus, von dem man glaubte, er sei das Eigentliche, aber siehe da, er lebt überhaupt nur in einem Geflecht, von dem isoliert er kein Auskommen finden könnte. Nimmt man ihn nur für sich, errichtet man eine künstliche Welt, die in sich zusammenbrechen muss. Ist es seelisch eigentlich so viel anders? Es gibt Menschen, die ständig an sich herumsortieren, kritisieren, immer möchten sie, dass nichts sie selber verstört, verheert, verwüstet, versucht; aber je klarer sie trennen, desto dürrer, künstlicher, in sich verfestigter formt sich ihr Leben, es wird immer starrer, unlebendiger, es geht kein freier Atem mehr über ein solches Feld. Es muss immer mehr sich selber einengen und reduzieren; in gewissem Sinne scheint es logischer, vollkommener, eindeutiger - das ja, aber im gleichen Sinne auch schon wie ein Vorbote des Todes.
[...]
dass es uns gibt, Menschen, die unterwegs sind, Suchende, nicht Wissende, Sich-Mühende, nicht Vollkommene, Fühlende, nicht Rein-geistig-Klare, hier auf dieser Erde zwischen Irrtum und Wahrheit ständig Umhertastende, das ist möglich, weil Gott es sich verbietet, eine reine Ordnung, eine klare Welt, eine kristalline Schönheit, die nach ehernem Gesetz immer weiter sich selbst reproduziert, auf dieser Welt zu erschaffen. Gott möchte offenbar diesen lebendigen Austausch von allem.

Eugen Drewermann. Wenn der Himmel die Erde berührt. Predigten über die Gleichnisse Jesu.
Herausgegeben von Bernd Marz. München (Piper Verlag) 2. Aufl. Okt. 1999. S. 26 ff.

S t i l l e

Fürbittendes Gebet

Im Glauben an Gottes geduldige und schützende Gegenwart in unser aller Leben, kommen wir zu ihm mit unseren Bitten:

Für eine Kirche, von der sich viele Menschen lebensnahe Antworten auf ihre Ängste und Hoffnungen erwarten.

Für eine Gesellschaft, die sich in den vielen für und wider der Lösungsansätze ihrer dringenden Probleme verliert.

Für alle, denen bewusst ist, wie schwierig es für uns ist, die Grenzlinie zwischen gut und böse oder richtig und falsch zu erkennen.

Für die verschiedenen Religionen und alle, die DICH, Gott, suchen und wissen, es gibt nur den einen und lebendigen Gott und viele immer wieder neue Weg zu Dir

Für uns, die wir im Umgang miteinander immer wieder vergessen, dass nur DIR das endgültige Urteil über alles menschliche Tun zusteht.

Für unsere Verstorbenen, die im Glauben an die Auferstehung gestorben sind.

Im Vertrauen auf Deinen Schutz und Deine Macht loben wir DICH und preisen DICH jetzt und allezeit. - Amen.

Vater unser ...

Segen

Der Herr segne uns.

                Er erfülle unsere Füße mit Tanz und unsere Arme mit Kraft.

Er erfülle unser Herz mit Zärtlichkeit und unsere Augen mit Lachen.

                Er erfülle unsere Ohren mit Musik und unsere Nasen mit Wohlgerüchen.

Er erfülle unseren Mund mit Jubel und unsere Herzen mit Freude.

                Er schenke uns immer neu die Gnade der Wüste:

Stille, frische Wasser und neue Hoffnung.

                Er gebe uns allen immer neu die Kraft, der Hoffnung ein Gesicht zu geben.

Es segne uns Gott, der Herr, der Vater und der Sohn und der Hl. Geist. Amen.

 

Für den Tag und vor der Nacht

ES WIRD SEIN IN DEN LETZTEN TAGEN

Es wird sein in den letzten Tagen,
so hat es der Prophet gesehn,
da wird Gottes Berg überragen
alle anderen Berge und Höhn.
Und die Völker werden kommen
von Ost, West, Süd und Nord,
die Gott Fernen und die Frommen,
zu fragen nach Gottes Wort.
Auf, kommt herbei!
Lasst uns wandeln im Lichte des Herrn!

Es wird sein in den letzten Tagen,
so hat es der Prophet geschaut,
da wird niemand Waffen mehr tragen,
deren Stärke er lange vertraut.
Schwerter werden zu Pflugscharen,
und Krieg lernt keiner mehr.
Gott wird seine Welt bewahren
vor Rüstung und Spieß und Speer.
Auf, kommt herbei!
Lasst uns wandeln im Lichte des Herrn!

Kann das Wort von den letzten Tagen
aus einer längst vergangnen Zeit
uns durch alle Finsternis tragen
in die Gottesstadt, leuchtend und weit?
Wenn wir heute mutig wagen,
auf Jesu Weg zu gehn,
werden wir in unsern Tagen
den kommenden Frieden sehn.
Auf, kommt herbei!
Lasst uns wandeln im Lichte des Herrn.

Walter Schulz (1963/1987), in: EG 426.

 

Hl. Messen in unserer Pfarrkirche am Sonntag um 10 Uhr und am Freitag um 19 Uhr.

Alle Gottesdienste werden zu den Bedingungen der von der Landesregierung aufgrund der CoronaKrise erlassenen Bestimmungen gefeiert. Diese schreiben vor, dass Sie zu den Gottesdiensten einen Anwesenheitsnachweis der die Rückverfolgung zulässt, ausfüllen. (Wird nach 4 Wochen Aufbewahrung vernichtet!) Diesen können Sie auf dieser Homepage (an anderer Stelle!) herunterladen. Füllen Sie den Zettel aus und lassen ihn von allen im Haushalt lebenden über 18-Jährigen unterschreiben. Zu Beginn der Hl. Messe geben Sie am Eingang diesen ausgefüllten Nachweis ab. Nach der Hl. Messe liegen für Sie neue Nachweise schon am Ausgang zum Mitnehmen bereit. Wir haben aber auch im Eingang Nachweise der Rückverfolgbarkeit für die Gottesdienste ausliegen. Dieser ist dann vor der Hl. Messe auszufüllen und zu unterschreiben.  Hören Sie auf das, was Ihnen unsere freundlichen Gläubigen am Eingang sagen. Bitte gehen Sie nur auf die ausgewiesenen Plätze (grüne Zettel!). Nur Personen, die im gleichen Haushalt leben, können in der Kirche auch zusammensitzen. Ein Mundschutz kann verwendet werden, ist aber nicht zwingend vorgeschrieben. Desinfizieren ist allerdings am Eingang nötig. Wenn alle diese wenigen Regeln befolgen und auf das hören, was ihnen von den freundlichen Menschen am Eingang gesagt wird, wird es für alle erträglich. Eingang und Ausgang sind verschieden. Achten Sie beim Verlassen der Kirche ebenfalls auf die Abstände. Bleiben Sie vor der Kirche, wenn überhaupt, erst weit entfernt vom Ausgang stehen. Danke!!

Bitte beachten: Unsere Bücherei ist geschlossen! 

Einige Frauen haben zu Beginn der Krise "Maulverschlußhilfen" genäht. Noch sind welche gegen eine Spende für die Ärmsten in Mexico, Projekt unserer Pfarrei, abzugeben. Sie erhalten sie gegen bei Frau Wiengarten (Tel 02586-970034 oder: fuenf-wiengarten@t-online.de) oder im Eine-Welt-Laden: nach dem Gottesdienst und dienstags von 15 - 17 Uhr sowie donnerstags von 9 - 11 Uhr! Sich schützen und dabei anderen helfen. Vergelt's Gott!!

Ebenso ist Frau Wiengarten weiterhin zu sprechen! Bei allen Fragen und Problemen mit Behörden wenden Sie sich an sie. Sie hilft unkompliziert als Integrationsbeauftragte unserer Pfarrei: fuenf-wiengarten@t-online.de oder 01517 0851570

(Gottesdienste werden im Internet übertragen: www.bistum-muenster.de und auf www.kirche-und-leben.de. Achten Sie auch auf die verschiedenen Fernsehanstalten - auch dort werden regelmäßig Gottesdienste übertragen.) 

 

15. Sonntag im Jahreskreis - "Die gesamte Schöpfung seufzt"

„Wir sind in dem Gedanken aufgewachsen, dass wir ihre (der Erde) Eigentümer und Herrscher seien, berechtigt, sie auszuplündern. (Vergl. Text von Papst Franziskus nach der Lesung)

Hl. Messe am Sonntag um 10 Uhr und am Freitag um 19 Uhr
(Bitte Vorschriften in Zeiten der CoronaKrise beachten - mehr dazu am Ende dieser Seite)

Gedanke zum Sonntag

ERFOLG UND MISSERFOLG

Der englische Dramatiker Oscar Wilde kam spät nachts in seinen Club, nachdem er der Premiere eines seiner Stücke beigewohnt hatte, das durchgefallen war. Hier fragte man ihn: "Wie ging es mit deinem Stück heute Abend, Oscar?"
Wilde antwortete: "Das Stück war ein großer Erfolg. Die Zuschauer waren ein Misserfolg."

Aus: Antony de Mello, Wer bringt das Pferd zum Fliegen?
Weisheitsgeschichten. Herder Spektrum, Freiburg Basel Wien 1989 (5).


Gebet

UNS ANVERTRAUT

Großer Gott, gib uns ein verständiges Herz:
damit wir von deiner Schöpfung
nicht mehr nehmen, als wir geben,
damit wir nicht willkürlich zerstören
nur um unserer Habgier willen,
damit wir uns nicht weigern,
ihre Schönheit mit unseren Händen
zu erneuern,
damit wir niemals von der Erde nehmen,
was wir nicht wirklich brauchen.
Großer Gott,
gib uns Herzen, die verstehen;
dass wir Verwirrung stiften,
wenn wir die Musik der Erde stören;
dass wir blind für ihre Schönheit werden,
wenn wir ihr Angesicht verunstalten;
dass wir ein Haus voll Gestank haben,
wenn wir gefühllos ihren Wohlgeruch
verderben.
Ja, Herr, wenn wir sorgsam mit unserer Erde
umgehen, sorgt sie für uns.

Indianisches Gebet aus: Kokschal Annegret und Peter, Gebete für das ganze Leben,
St. Benno-Verlag Leipzig 2004.

 

LESUNG

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Rom.

Schwestern und Brüder!
Ich bin überzeugt,
   dass die Leiden der gegenwärtigen Zeit nichts bedeuten
   im Vergleich zu der Herrlichkeit,
   die an uns offenbar werden soll.
Denn die Schöpfung
   wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes.
Gewiss, die Schöpfung ist der Nichtigkeit unterworfen,
nicht aus eigenem Willen,
   sondern durch den, der sie unterworfen hat,
   auf Hoffnung hin:
Denn auch sie, die Schöpfung,
   soll von der Knechtschaft der Vergänglichkeit befreit werden
   zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes.
(Röm 8,22): Denn wir wissen,
   dass die gesamte Schöpfung
   bis zum heutigen Tag seufzt und in Geburtswehen liegt.
Aber nicht nur das, sondern auch wir,

   obwohl wir als Erstlingsgabe den Geist haben,
   auch wir seufzen in unserem Herzen
und warten darauf,
   dass wir mit der Erlösung unseres Leibes
   als Söhne offenbar werden.      (Röm 8,18-23)

 

Gedanken anstelle einer Predigt

Papst Franziskus - ÜBER DIE SORGE FÜR DAS GEMEINSAME HAUS

  1. "Laudato si’, mi’ Signore – Gelobt seist du, mein Herr", sang der heilige Franziskus von Assisi. In diesem schönen Lobgesang erinnerte er uns daran, dass unser gemeinsames Haus wie eine Schwester ist, mit der wir das Leben teilen, und wie eine schöne Mutter, die uns in ihre Arme schließt: “Gelobt seist du, mein Herr, durch unsere Schwester, Mutter Erde, die uns erhält und lenkt und vielfältige Früchte hervorbringt und bunte Blumen und Kräuter.”
  2. Diese Schwester schreit auf wegen des Schadens, den wir ihr aufgrund des unverantwortlichen Gebrauchs und des Missbrauchs der Güter zufügen, die Gott in sie hineingelegt hat. Wir sind in dem Gedanken aufgewachsen, dass wir ihre Eigentümer und Herrscher seien, berechtigt, sie auszuplündern. Die Gewalt des von der Sünde verletzten menschlichen Herzens wird auch in den Krankheitssymptomen deutlich, die wir im Boden, im Wasser, in der Luft und in den Lebewesen bemerken. Darum befindet sich unter den am meisten verwahrlosten und misshandelten Armen diese unsere unterdrückte und verwüstete Erde, die „seufzt und in Geburtswehen liegt“ (Röm 8,22). Wir vergessen, dass wir selber Erde sind (vgl. Gen 2,7). Unser eigener Körper ist aus den Elementen des Planeten gebildet; seine Luft ist es, die uns den Atem gibt, und sein Wasser belebt und erquickt uns.

Aus: Papst Franziskus, Enzyklika LAUDATO SI', über die Sorge für das gemeinsame Haus. Rom 2015.

 

Fürbittendes Gebet

Schenke denen tiefe Einsicht, die sich als Lehrer, als Wissenschaftler und Prediger*innen mit deinem Wort beschäftigen, damit dein Wille in dieser Zeit erkannt wird.

Erbarme dich aller, die sich deinem Wort und deiner Liebe verschließen, und schenke ihnen die Umkehr ihrer Herzen.

Zeige allen Verantwortlichen in Gesellschaft und Politik Wege, die Umweltkrise zu überwinden
und vertreibe jeden Egoismus aus den Herzen aller Menschen.

Hilf Wege zum Frieden zu finden, im Großen wie im Kleinen.

An alle denken wir, die auf "Hauptsache billig" und "Deubel komm raus" leben - ob es nun beim Einkaufen ist oder bei der Urlaubsplanung - auch in Ländern, wo Unschuldige in Gefängnissen auf faire Prozesse warten.

Sei allen nahe, die sich besonders in der Zeit der Pandemie einsam fühlen, dass sie nicht verzweifeln und verbittern, die gerne arbeiten möchten, aber als Risikogruppe ausgeschlossen sind.

Wir beten für die Rassisten und Homophoben, für die, die sich über alle Regeln hinwegsetzen und anderen das Leben schwer machen. Und an alle denken wir, die unter diesen Knallköppen leiden.

Lass alle Worte der Ermutigung hören, deren Leben trostlos ist.

Dir sei Lob und Preis, jetzt und in alle Ewigkeit. – Amen.

 

Für das Vor- und Nachdenken

KANZEL-NOTIZEN

Ihre Predigt gestern, Herr Pfarrer,
hat mich wirklich gefesselt! -
Was Sie nicht sagen, - eigentlich
sollte sie eher befreiend wirken.

Der Mann auf der Kanzel
sprach vom verlorenen Sohn.
Die verlorenen Väter und Mütter
hörten ihm nachdenklich zu.

Ich bin der Gute Hirt,
höre ich den Prediger sagen.
Freundchen, denk ich bei mir,
hoffentlich weißt du auch,
dass du zitierst!

Die lange Predigt wollte den
Leuten allerhand mitgeben.
Ich fürchte jedoch, sie hat sie
statt dessen arg mitgenommen.

Die Predigt dauert und
dauert. Mich dauert
die Zeit, die sie dauert.
Bedauernd warte ich
dauernd aufs Amen.

Aus: Lothar Zenetti, Auf seiner Spur. Texte gläubiger Zuversicht.
Matthias Grünewald Verlag der Schwabenverlag AG, Ostfildern 2011.

 

Hl. Messen in unserer Pfarrkirche am Sonntag um 10 Uhr und am Freitag um 19 Uhr.

Alle Gottesdienste werden zu den Bedingungen der von der Landesregierung aufgrund der CoronaKrise erlassenen Bestimmungen gefeiert. Diese schreiben vor, dass Sie zu den Gottesdiensten einen Anwesenheitsnachweis der die Rückverfolgung zulässt, ausfüllen. (Wird nach 4 Wochen Aufbewahrung vernichtet!) Diesen können Sie auf dieser Homepage (an anderer Stelle!) herunterladen. Füllen Sie den Zettel aus und lassen ihn von allen im Haushalt lebenden über 18-Jährigen unterschreiben. Zu Beginn der Hl. Messe geben Sie am Eingang diesen ausgefüllten Nachweis ab. Nach der Hl. Messe liegen für Sie neue Nachweise schon am Ausgang zum Mitnehmen bereit. Wir haben aber auch im Eingang Nachweise der Rückverfolgbarkeit für die Gottesdienste ausliegen. Dieser ist dann vor der Hl. Messe auszufüllen und zu unterschreiben.  Hören Sie auf das, was Ihnen unsere freundlichen Gläubigen am Eingang sagen. Bitte gehen Sie nur auf die ausgewiesenen Plätze (grüne Zettel!). Nur Personen, die im gleichen Haushalt leben, können in der Kirche auch zusammensitzen. Ein Mundschutz kann verwendet werden, ist aber nicht zwingend vorgeschrieben. Desinfizieren ist allerdings am Eingang nötig. Wenn alle diese wenigen Regeln befolgen und auf das hören, was ihnen von den freundlichen Menschen am Eingang gesagt wird, wird es für alle erträglich. Eingang und Ausgang sind verschieden. Achten Sie beim Verlassen der Kirche ebenfalls auf die Abstände. Bleiben Sie vor der Kirche, wenn überhaupt, erst weit entfernt vom Ausgang stehen. Danke!!

Bitte beachten: Unsere Bücherei ist geschlossen! 

Einige Frauen haben zu Beginn der Krise "Maulverschlußhilfen" genäht. Noch sind welche gegen eine Spende für die Ärmsten in Mexico, Projekt unserer Pfarrei, abzugeben. Sie erhalten sie gegen bei Frau Wiengarten (Tel 02586-970034 oder: fuenf-wiengarten@t-online.de) oder im Eine-Welt-Laden: nach dem Gottesdienst und dienstags von 15 - 17 Uhr sowie donnerstags von 9 - 11 Uhr! Sich schützen und dabei anderen helfen. Vergelt's Gott!!

Ebenso ist Frau Wiengarten weiterhin zu sprechen! Bei allen Fragen und Problemen mit Behörden wenden Sie sich an sie. Sie hilft unkompliziert als Integrationsbeauftragte unserer Pfarrei: fuenf-wiengarten@t-online.de oder 01517 0851570

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14. Sonntag im Jahreskreis – Als Zeugen Deiner Liebe sind wir unterwegs zu Dir!

„Bis ins aktive Zentrum der Kirchen hinein ist die Sprache des überlieferten Glaubens verkalkt, abgestanden, verschlissen.“ (Hubertus Halbfas - siehe Text nach dem Evangelium)

ABSCHIED VON GOTTESBILD

Gott zerbrach den Rahmen des Bildes,
in den Abraham ihn einspannen wollte.
Er trieb den traumlosen Schläfer
ins weglose Land.
Dort unter zahllosen Sternen
war ihm der Unendliche nahe.
Ohne Häuser und Städte,
ausgesetzt den Tieren und Feinden,
lernte er Gott kennen,
der in ihm sich verbarg.

Aus: Martin Gutl, In vielen Herzen verankert. Styria- Verlag 2004.

Einleitung zum Sonntag

Gott ist kein distanziertes Gegenüber, Gott ist inmitten seiner Menschen. Durch das Wirken seines Sohnes ist die Brücke zum Vater gebaut. Und die ist so tragfähig, dass sie nie einstürzen wird. Die Beziehung Gottes zu den Menschen und die Beziehung von uns Menschen zu unserem Gott ist eine Herausforderung - wir hören heute davon.

S t i l l e

Gebet

Lieber Gott!

Längst
bin ich zu alt
für diese kindliche Anrede.

Ich nenne dich:
Guter Vater!
Herr!
Großer Gott!
Schöpfer aller Dinge!

Doch wenn wir beide allein sind,
falle ich
immer wieder
in die alte vertraute Anrede zurück:

Lieber Gott!

© Gisela Baltes

 

EVANGELIUM 

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.

In jener Zeit sprach Jesus:
Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du das vor den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen offenbart hast.
Ja, Vater, so hat es dir gefallen.
Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden;
niemand kennt den Sohn, nur der Vater,
und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.
Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid!
Ich will euch erquicken.
Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir;
denn ich bin gütig und von Herzen demütig;
und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele.
Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht. (Mt 11,25-30)

 

Gedanken nach dem Evangelium

DIE GLAUBENSSPRACHE IST UNVERSTÄNDLICH GEWORDEN

(...) Der gewaltigste Einbruch verbindet sich mit dem Gottesglauben. Nur noch 37 Prozent der Jugendlichen (zwischen 12 und 25) betrachten den Gottesglauben für ihr Leben als wichtig, aber 46 Prozent für unwichtig. Unter den Katholiken neigen sogar 56 Prozent der Auffassung zu, dass der Gottesglaube für sie weniger bis gar nicht bedeutsam sei.

Es gibt nichts zu beschönigen: Bis ins aktive Zentrum der Kirchen hinein ist die Sprache des überlieferten Glaubens verkalkt, abgestanden, verschlissen. Mit dem Wort »Gott«, über Jahrhunderte im Übermaß für eigene Interessen missbraucht, verbindet sich keine prophetische Kraft mehr. Die Sätze des Apostolischen Glaubensbekenntnisses provozieren Ratlosigkeit. Der Grundbestand der Glaubenslehre hat sein Verfallsdatum hinter sich. Bemerken die amtlichen »Verkünder« der »Botschaft« noch, dass das, was sie sagen, zu oft ins Leere geht? Und wenn ja: Stellen sie sich der notwendigen Debatte über die Zukunft des Glaubens hierzulande?

Obgleich die Situation nicht mehr zu ignorieren ist, führt sie immer noch nicht zu kirchlichen Selbstrevisionen. Kein Problem ist zentraler, keines tödlicher als ein Leerlauf der Glaubenssprache - von »Verkündigung« gar nicht zu reden. Wird dieser offensichtliche Tatbestand nicht mit höchster Aufmerksamkeit bedacht, welkt das Christentum dahin. Dann mögen die fundamentalistischen Zirkel, wie sie allerwegen zunehmen, noch so sehr den unverändert wahren Glauben beschwören, sie vermehren damit nur die großen Friedhöfe unter dem Mond.

Gründe, warum die kirchliche Sprache ins Leere geht, existieren vielfältig. Sie liegen in der Sache selbst als auch bei den Lebensumständen des lehrenden Personals. Viele Kirchenleute isolieren sich schon in jungen Jahren in Gemeindezirkeln und Seminarien. In dieser Isolation suchen und gewinnen sie eine Gruppenidentität, die für den Rest des Lebens an den traditionellen Formelbestand bindet. Als Amtsträger eignen sie sich besonders dafür, über den »wahren Glauben« zu wachen. Aber wo bleibt in ihrer Person und ihrem Weltbild, was zu einem authentischen Menschen gehört: jene Komplexität der Erfahrung, des Denkens und Lebens, die ein mit sich identischer Mensch integriert: Gott und die Welt, Glauben und Zweifel, unterschiedliche als auch widersprüchliche Lebenswelten? »Jeder von uns ist mehrere, ist viele, ist ein Übermaß an Selbsten«, sagte Fernando Pessoa. Wer solche Spannung nicht erträgt, sucht Schutz im isolierten Formelbestand, gewinnt darin vermeintliche Sicherheit, aber verliert den Kontakt zu einem Leben, das anderswo stattfindet.

Copyright 2014 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich - (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten.

S t i l l e

Den Glauben bekennen

UNTERWEGS ZU DIR

Als Zeugen deiner Liebe
sind wir unterwegs zu dir.
Als Glieder deiner Kirche
sind wir unterwegs zu dir.
Wenn wir von unserem Brot und Leben teilen,
sind wir unterwegs zu dir.
Wenn wir die Schwachen stützen,
sind wir unterwegs zu dir.
Wenn wir Kranke betreuen,
sind wir unterwegs zu dir.
Wenn wir für die Bedrängten beten,
sind wir unterwegs zu dir.
Wenn wir Kinder unterrichten,
sind wir unterwegs zu dir.
Wen wir bei Sterbenden verweilen,
sind wir unterwegs zu dir.
Wenn wir uns gegen Unrecht stellen,
sind wir unterwegs zu dir.
Aus allen Städten und Dörfern,
sind wir unterwegs zu dir.
Als Boten der Gerechtigkeit und des Friedens,
sind wir unterwegs zu dir.
Wenn wir Gottesdienst feiern,
sind wir unterwegs zu dir.

(Lied aus Südamerika)

Aus: Elmar Simma; Hätte aber die Liebe nicht.,
Otto Müller -Verlag, Salzburg, Wien, 2001

 

Fürbittendes Gebet

In jedem Gottesdienst, bei jedem Gebet sind wir eingeladen zu Gott und zu uns selbst zu finden. An ihn, unseren Vater, wenden wir uns also mit unseren Bitten:

Für eine Kirche, in der sich alle auch noch so unterschiedlichen Menschen angenommen wissen.

Für eine Welt, in der auch den Schwächsten spüren, welchen Wert sie haben und wie wir einander bereichern können.

Für alle, die sich für gesellschaftlich wesentliche Anliegen in friedvoller und gewaltloser Weise engagieren.

Für alle Menschen, die in diesen Ferien- und Urlaubswochen Erholung und einen weiten Blick auf ihr Leben suchen.

Für unsere Verstorbenen, für die wir nach allen Mühen ihres Lebens Deine Nähe und Güte erhoffen.

Vater, Du schenkst uns Deinen Geist, durch den wir erfahren dürfen, wie unser Leben und das unserer Mitmenschen aufblühen kann. Dich, Gott der Liebe und Güte, preisen wir jetzt und allezeit. - Amen.

 

Zum Segen

Ich wünsche dir (…) einen Geist der Güte und Liebe
des Optimismus und der Hoffnung,
den Geist Gottes,
der die steinernen Herzen wegnimmt
und der dir die schönste Frucht in den Schoß fallen lässt:
wahre, tiefe Lebensfreude,
die sich die reichsten Menschen
mit allem Geld der Welt nie und nimmer kaufen können.

Aus: Phil Bosmans; Leben jeden Tag. Ein Jahresbegleiter.
Ausgewählt und übersetzt von Ulrich Schütz. Herder Verlag Freiburg 2004.

 

Nachgedanken – für den Tag und die Nacht

FIRM-KURS

Ein Junge fragt nach dem Heiligen Geist,
er kann sich darunter nichts vorstellen.
            Das ist, hört er darauf, also du weißt
            doch, wir haben vor Kurzem eine Collage
            gemacht zum Thema, dass es in unserer
            Welt und überhaupt doch viel Gutes gibt,
            Helfen zum Beispiel, Freundschaft und
            so, da ist doch etwas erfahrbar davon,
            möcht ich mal sagen ...

Schon, aber wer ist der Heilige Geist?
            Ganz einfach, also zum Beispiel die
            Friedenstaube, das ist so ein Bild.
            Auch mit Begeisterung hat es zu tun.
            Oder nimm eine Fußballmannschaft,
            da sagt man doch auch: da ist ein
            guter Geist, wenn sie elf Freunde
            sind. Bei Jesus waren es zwölf. Oder
            auch dreizehn, ihn mitgerechnet ...

Doch was genau ist der Heilige Geist?
            Hast du's noch nicht verstanden?
            Also mal andersherum: Es gibt doch,
            das wissen wir alle vom Fernsehn,
            etwas wie Ungeist. Länder, wo echt noch
            gefoltert wird und Leute verhungern ...

Okay, okay, sagt der junge, aber was oder
wer ist der Heilige Geist?
            Ich find's echt gut, dass du fragst.
            Also pass auf, darüber reden wir dann
            ein andermal ganz ausführlich ...

Aus: Lothar Zenetti, Auf seiner Spur. Texte gläubiger Zuversicht.
Matthias Grünewald Verlag der Schwabenverlag AG, Ostfildern 2011.

Hl. Messen in unserer Pfarrkirche am Sonntag um 10 Uhr und am Freitag um 19 Uhr. 

Alle Gottesdienste werden zu den Bedingungen der von der Landesregierung aufgrund der CoronaKrise erlassenen Bestimmungen gefeiert. Diese schreiben vor, dass Sie zu den Gottesdiensten einen Anwesenheitsnachweis der die Rückverfolgung zulässt, ausfüllen. (Wird nach 4 Wochen Aufbewahrung vernichtet!) Diesen können Sie auf dieser Homepage (an anderer Stelle!) herunterladen. Füllen Sie den Zettel aus und lassen ihn von allen im Haushalt lebenden über 18-Jährigen unterschreiben. Zu Beginn der Hl. Messe geben Sie am Eingang diesen ausgefüllten Nachweis ab. Nach der Hl. Messe liegen für Sie neue Nachweise schon am Ausgang zum Mitnehmen bereit. Wir haben aber auch im Eingang Nachweise der Rückverfolgbarkeit für die Gottesdienste ausliegen. Dieser ist dann vor der Hl. Messe auszufüllen und zu unterschreiben.  Hören Sie auf das, was Ihnen unsere freundlichen Gläubigen am Eingang sagen. Bitte gehen Sie nur auf die ausgewiesenen Plätze (grüne Zettel!). Nur Personen, die im gleichen Haushalt leben, können in der Kirche auch zusammensitzen. Ein Mundschutz kann verwendet werden, ist aber nicht zwingend vorgeschrieben. Desinfizieren ist allerdings am Eingang nötig. Wenn alle diese wenigen Regeln befolgen und auf das hören, was ihnen von den freundlichen Menschen am Eingang gesagt wird, wird es für alle erträglich. Eingang und Ausgang sind verschieden. Achten Sie beim Verlassen der Kirche ebenfalls auf die Abstände. Bleiben Sie vor der Kirche, wenn überhaupt, erst weit entfernt vom Ausgang stehen. Danke!!

Bitte beachten: Unsere Bücherei ist geschlossen! 

Einige Frauen haben zu Beginn der Krise "Maulverschlußhilfen" genäht. Noch sind welche gegen eine Spende für die Ärmsten in Mexico, Projekt unserer Pfarrei, abzugeben. Sie erhalten sie gegen bei Frau Wiengarten (Tel 02586-970034 oder: fuenf-wiengarten@t-online.de) oder im Eine-Welt-Laden: nach dem Gottesdienst und dienstags von 15 - 17 Uhr sowie donnerstags von 9 - 11 Uhr! Sich schützen und dabei anderen helfen. Vergelt's Gott!!

Ebenso ist Frau Wiengarten weiterhin zu sprechen! Bei allen Fragen und Problemen mit Behörden wenden Sie sich an sie. Sie hilft unkompliziert als Integrationsbeauftragte unserer Pfarrei: fuenf-wiengarten@t-online.de oder 01517 0851570)

(Gottesdienste werden im Internet übertragen: www.bistum-muenster.de und auf www.kirche-und-leben.de. Achten Sie auch auf die verschiedenen Fernsehanstalten - auch dort werden Gottesdienste übertragen.) 

13. Sonntag im Jahreskreis - "und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt"

„Aber wer nur das Scheitern fürchtet, scheitert sicherlich, denn er kommt nicht dazu, überhaupt auch nur irgendetwas zu tun.“ (Siehe Text nach dem Evangelium)

Das Bild zeigt Pfarrer Peter Kossen vor den Toren eines Betriebes,
der Menschen ihrer Würde beraubt und sie ausbeutet. 

Wegen des aktuellen Lockdowns feiern wir zurzeit keine Hl. Messe!

 

Litanei eines Teilzeit-Christen
(Lukas 14,25–33)

Ich will DIR nachfolgen,
aber nicht überall hin.

Ich will mich an DICH binden,
aber nicht zu fest.

Ich will mich zu DIR bekennen,
aber nicht zu laut.

Ich will meine Sicherheiten aufgeben,
aber nicht alle.

Ich will auf meinen Besitz verzichten,
aber nicht ganz.

Ich will mein Kreuz tragen,
aber nicht dauernd.

Ich will meinen Nächsten lieben,
aber nicht jeden.

Ich will mein Leben ändern,
aber nicht völlig.

© Gisela Baltes

 

Für den Tag und für die Woche

„Stehe fest zu Dir selbst; achte darauf zu jeder Stunde;
denn kein innerer und äußerer Feind wird Dir schaden,
wenn Du die Herrschaft über Dich selbst vollkommen behauptest.“
Hl. Bonaventura (1221 – 1274)


Ein kleines Lied

Ein kleines Lied! Wie geht’s nur an,
Dass man so lieb es haben kann,
Was liegt darin? erzähle!

Es liegt darin ein wenig Klang,
Ein wenig Wohllaut und Gesang
Und eine ganze Seele.
Maria von Ebner-Eschenbach (1830 – 1916)


„Es gibt keinen Kummer auf Erden, den der Himmel nicht heilen kann.“
Hl. Thomas Morus (1478 – 1535)


„Die menschliche Sprache hat ein Wort,
das den Inbegriff aller zärtlichen, innigen, teilnehmenden,
hingebenden Gefühle einschließt. ...
Dieses Wort heißt ‚Mutter‘.“
Sel. Adolph Kolping (1813 – 1865)


Zur Einführung in das Evangelium vom Sonntag

Alleinstellungsmerkmal

Woran erkennst du
die Christen?

Am Kreuzzeichen?
Weihwasser?
An frommen Sprüchen?

Jesus verlangt:
"Liebet einander,
wie ich euch geliebt habe."

Einander lieben?
Ich - dich?
Du - mich?

Wie lieben?
Wie dich selbst?
Wie uns Jesus geliebt hat?

Schwer!
Ziemlich hohe Anforderung,
sagst du.

Aber wer sagt denn,
dass Christsein
leicht ist?

© Gisela Baltes

 

EVANGELIUM - Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln:
Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert,
und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert.
Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht wert.
Wer das Leben findet, wird es verlieren;
wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es finden.
Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf,
und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat.
Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist,
   wird den Lohn eines Propheten erhalten.
Wer einen Gerechten aufnimmt, weil es ein Gerechter ist,
   wird den Lohn eines Gerechten erhalten.
Und wer einem von diesen Kleinen auch nur einen Becher frisches Wasser zu trinken gibt,
   weil es ein Jünger ist – Amen, ich sage euch:
Er wird gewiss nicht um seinen Lohn kommen. (Mt 10,37-42)


Gedanken nach dem Lesen des Evangeliums

ABENTEUERNATUREN

Die Evangelien überliefern übereinstimmend das bittere Wort Jesu, dass, wer sein Lebensprinzip einzig darauf gründe, sein Leben retten und bewahren zu wollen, es mit tödlicher Sicherheit verlieren müsse (Joh12,25; Mt 10,39; Lk 17,33); er wird dann am Ende völlig leer dastehen, und es ist überhaupt nichts bei seinem Leben herausgekommen. Offensichtlich liebte Jesus gegenüber den ängstlichen Verweigerern die göttlichen Abenteuernaturen, die vertrauensvoll Wagemutigen, die, kaum dass sie etwas in der Hand haben, hingehen und etwas unternehmen, indem sie sich sagen: »Wozu lebe ich? Doch nicht, damit es ebenso sicher wie nutzlos brach liegenbleibt!«
Gewiss, man kann scheitern, und man kann das Scheitern fürchten. Aber wer nur das Scheitern fürchtet, scheitert sicherlich, denn er kommt nicht dazu, überhaupt auch nur irgendetwas zu tun. Man kann sich verspekulieren, und man kann etwas falsch machen, das ist wahr; aber wer in seinem Leben nur alles richtig machen will, macht niemals etwas richtig, und wer grundsätzlich sich davor schützen möchte, dass ihm am Ende eine Chance entgeht oder er auf das falsche Pferd gesetzt hat, wird nie zu einem Gewinn kommen.

Eugen Drewermann, Tiefenpsychologie und Exegese. Band II, Zürich und Düsseldorf: Walter Verlag. 2001.

 

Fürbittendes GEBET

Gott, unser Vater, in unserer Welt begegnen uns viele Menschen, die in Not und auf Hilfe angewiesen sind.
Wir bitten dich:

Für die 80 Millionen Menschen, die gegenwärtig auf der Flucht sind. Wir erbitten für sie Frieden, Heimat und den nötigen Lebensunterhalt.


Für die zahllosen Menschen, die hilflos der Corona-Epidemie ausgeliefert sind. Sie und alle, die ihnen zu helfen bereit sind sollen wieder Nähe erfahren.


Für alle Frauen und Männer, die sich dem Dienst für Gott und für die Menschen zur Verfügung stellen. Durch Deinen Heiligen Geist erfüllt sollen sie in Wort und Tat Zeugnis für Dich ablegen.


Für alle beten wir, die in diesen Tagen eine besondere Aufgabe in der Verkündigung übernehmen und für alle, die zu einen kirchlichen Dienst übernehmen. An ihrer Sendung sollen sie wachsen und Freude an ihrer Aufgabe finden.


Für alle, die ihres Glaubens wegen verfolgt werden. Ihre Leiden und Ängste sind hier in unserer Kirche umgeben von Wohlstand, Gleichgültigkeit und Vergessen kaum vorstellbar. Wir bitte darum, dass ihr Zeugnis nicht vergeblich ist und uns Mut macht, unseren Glauben an den Gott des Lebens nicht zu verstecken.


Für die Verstorbenen. Schau auf das Gute, das sie in ihrem Leben sichtbar oder still getan haben und lass sie nicht um ihren Lohn kommen.

Dir, Herr, vertrauen wir unsere Sorgen und Nöte an. Dich preisen wir und dir danken wir. - Amen. 

 

SchlussGEBET

Herr, verstrickt in viele Netze, Notwendigkeiten und Pflichten,
erkennen wir oft nicht mehr den roten Faden unseres Lebens.
Herr, gebunden an viele Kreuze, Sorgen und Ängste,
suchen wir oft vergeblich nach den roten Fäden unseres Lebens.
Herr, geblendet von vielen Bildern, Geräuschen und Reklame
finden wir kaum noch den roten Faden unseres Lebens.
Du hast uns nun in dieser Feier durch dein Wort und Sakrament
den Sinn unseres Handelns neu erfahren lassen.
Wir danken dir und bitten dich,
sei auch in Zukunft unsere Kraft und allen nahe, die Dich brauchen.
Darum bitten wir durch Christus, unserem Herrn. Amen.

 


Nachgedanken für den Tag

Nichts ist wichtiger
als eine gute Beziehung zu Gott

Dieser guten Beziehung
steht oft viel im Weg

Unsere Geschäftigkeit
unser Leichtsinn
unsere Feigheit vor Entscheidungen
unsere verschobenen Rangordnungen
unsere Zweifel
unser Unglaube

aber
nichts soll in unserem Leben
wichtiger sein
als eine gute Beziehung zu Gott

Gott
lass uns unseren Leichtsinn überwinden
unsere Geschäftigkeit überdenken
unsere Feigheit durch Mut ersetzen
unsere Zweifel dir anvertrauen
und unseren Unglauben
in Vertrauen verwandeln

Gott
hilf uns zu einer neuen Rangordnung
damit die Beziehung zu dir wachsen kann

Helene Renner (2020)


Bitte beachten: Unsere Bücherei ist geschlossen! 


Einige Frauen haben zu Beginn der Krise "Maulverschlußhilfen" genäht. Noch sind welche gegen eine Spende für die Ärmsten in Mexico, Projekt unserer Pfarrei, abzugeben. Sie erhalten sie gegen bei Frau Wiengarten (Tel 02586-970034 oder: fuenf-wiengarten@t-online.de) 
oder im Eine-Welt-Laden: nach dem Gottesdienst und dienstags von 15 - 17 Uhr sowie donnerstags von 9 - 11 Uhr! Sich schützen und dabei anderen helfen. Vergelt's Gott!!

Ebenso ist Frau Wiengarten weiterhin zu sprechen! Bei allen Fragen und Problemen mit Behörden wenden Sie sich an sie. Sie hilft unkompliziert als Integrationsbeauftragte unserer Pfarrei: fuenf-wiengarten@t-online.de oder 01517 0851570)

(Gottesdienste werden im Internet übertragen: www.bistum-muenster.de und auf www.kirche-und-leben.de. Achten Sie auch auf die verschiedenen Fernsehanstalten - auch dort werden Gottesdienste übertragen.) 

Fest unseres Pfarrpatrons Hl. Johannes Baptist – 24. Juni – „Ich bin die Stimme des Rufers in der Wüste.“

„Er hat sich nicht angepasst, keine Abstriche gemacht, um anzukommen, keine Konzessionen eingeräumt, auch nicht an die Mächtigen oder Interessengruppen.“

Das heutige Dankamt für mehr als 1100 Jahre Kirche in Beelen (920 – 2020) entfällt.
Bis auf Weiteres entfallen wegen des aktuellen Lockdown alle Gottesdienste

Steine des Anstoßes

"Licht der Welt" und "Salz der Erde"
sollen wir sein. Warum nicht auch:
"Steine auf den Wegen".

Steine, an denen man sich stößt,
wenn alles so glatt läuft,
dass sich Gleichgültigkeit breit macht,
Trägheit, Bequemlichkeit.

Grenzsteine, die zum Anhalten auffordern,
das Ende eines Weges anzeigen,
Entscheidungen auslösen,
zur Umkehr ermutigen.

Steine, die Anstöße geben,
die mit ungewöhnlichen Ideen
zum Nachdenken anregen,
zum Umdenken, Weiterdenken.

"Seid Steine,
an denen man sich stößt,
die etwas anstoßen!"

Das könnte Jesus doch auch gesagt haben.

© Gisela Baltes

 

GEBET

Herr Jesus Christus,
Du schickst viele Boten,
um die Menschen zur Umkehr zu bewegen.
Wir aber fühlen uns wohl in dieser Welt.
Wir hören höflich deine warnende Botschaft,
aber wir ändern uns nicht.
Wir vernehmen häufig dein Wort,
aber es bewegt uns nicht.
Wir gehen sogar selber als deine Boten,
aber unsere Verkündigung ist ohne Kraft.
Gib diese Welt nicht der eigenen Zerstörung preis.
Lass die Menschen umkehren und glauben.
Sende Boten, die überzeugen und
die ihrem Wort mit ihrer Tat einen Halt geben.
Nimm uns die Angst, ein Außenseiter zu sein,
weil du selbst als Außenseiter die Mitte gewesen bist
und die Mitte bis in Ewigkeit sein wirst.

Aus: Damit die Saat aufgeht, Erzählungen, Märchen und Gedichte...,
Paul Jakobi, Matthias-Grünewald-Verlag

Einführung zum Evangelium

Bei der Kindheitsgeschichte im Lukasevangelium handelt es sich um eine nachträgliche Ergänzung des Evangeliums. Im Stil vergleichbarer Texte wird auch in diesen Kapiteln beschrieben, wie sich früh an den Besonderheiten zeigte, dass es mit diesem Menschen [Johannes] etwas Besonderes sein würde. Mit Blick auf Johannes sind die späte Schwangerschaft seiner Mutter Elisabeth und die Heilung des Vaters Zacharias von der Stummheit zu nennen. Auch die Namensnennung ist ein Zeichen. Es wird kein Name gewählt, der die Familientradition fortführt. Johannes ist ein neuer Name und zeigt an, dass mit ihm Neues beginnt. Und in seiner Wortbedeutung wird er Programm: "Gott ist gnädig!"

 

EVANGELIUM – Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas:
Für Elisabet erfüllte sich die Zeit, dass sie gebären sollte, und sie brachte einen Sohn zur Welt.

Ihre Nachbarn und Verwandten hörten, welch großes Erbarmen der Herr ihr erwiesen hatte,
und freuten sich mit ihr.
Und es geschah:
Am achten Tag kamen sie zur Beschneidung des Kindes und sie wollten ihm den Namen seines Vaters Zacharías geben.
Seine Mutter aber widersprach und sagte: Nein, sondern er soll Johannes heißen.
Sie antworteten ihr:
Es gibt doch niemanden in deiner Verwandtschaft, der so heißt.
Da fragten sie seinen Vater durch Zeichen, welchen Namen das Kind haben solle.
Er verlangte ein Schreibtäfelchen und schrieb darauf: Johannes ist sein Name.
Und alle staunten.
Im gleichen Augenblick konnte er Mund und Zunge wieder gebrauchen und er redete und pries Gott.
Und alle ihre Nachbarn gerieten in Furcht und man sprach von all diesen Dingen im ganzen Bergland von Judäa.
Alle, die davon hörten, nahmen es sich zu Herzen und sagten: Was wird wohl aus diesem Kind werden?
Denn die Hand des Herrn war mit ihm.
Das Kind wuchs heran und wurde stark im Geist.
Und es lebte in der Wüste bis zu dem Tag, an dem es seinen Auftrag für Israel erhielt.       LK 1,57-66. 80


Gedanken anstelle einer Predigt

RUFEN IN DER WÜSTE

Alle vier Evangelien bezeichnen ihn als Rufer in der Wüste. Ja er definiert sich und sein Tun, als man ihm schmeichelnde Ehrentitel wie Prophet oder gar Messias anträgt, selbst so: "Ich bin die Stimme des Rufers in der Wüste." Was für ein Bild! Die Wüste ist der Ort existentiellen Ausgesetztseins; hier geht es nur noch um das Grundlegende, das Lebensnotwendige. Das Wort vom Rufer in der Wüste macht die Aussichtslosigkeit des Rufens in der unendlich anmutenden Weite deutlich. Das Rufen wird verschluckt von der Endlosigkeit der Einöde. Und doch erreicht es Menschen, die sich hinausrufen lassen, an diesen Ort existenziellen Ausgesetztseins. Und die, die sich hinausrufen lassen, vollziehen hier eine Lebenswende im Empfang der Bußtaufe. -

Zweierlei kommt mir bei diesem Begriff des Rufers in der Wüste in den Sinn:

  1. Zwar gibt es hier [ ... ] keine Wüste; aber es gibt sie doch in der Landschaft unserer Seele. Wie wäre es, wenn wir uns dorthin rufen ließen, wenn wir den Ort existentiellen Ausgesetztseins nicht immer großräumig im Gesellschaftsbus umführen, sondern allein und in der scheinbar endlosen Stille durchschritten. Es könnte uns der innere Rufer an das Grundlegende, das wirklich Lebensnotwendige erinnern. Hier in der Wüste unserer Seelenlandschaft, wo wir ganz auf uns selbst zurückgeworfen sind, da könnte sich, wie zur Zeit des Johannes, die Lebenswende zum Wesentlichen, da könnte sich Umkehr ereignen.

    2. Andererseits haben wir Christen manchmal auch das Gefühl wie Johannes Rufer in der Wüste zu sein. Unsere Mitteilung ist gegen den Trend der Zeit; sie verhallt in der gewaltigen Einöde der Medien- und Konsumlandschaft. Wie Johannes rufen wir gegen die verbreitete Verantwortungslosigkeit die Verantwortlichkeit vor Gott ins Gedächtnis. Wie er rufen wir gegen die Hoffnungslosigkeit die Hoffnung um Gottes willen, die Hoffnung auf Gott wach. Wie er rufen wir gegen die Gleichgültigkeit die Endgültigkeit unseres Tuns und Lassens in Erinnerung.

    Johannes resigniert nicht, lässt sich nicht entmutigen; er weiß, dass vor Gott nichts vergeblich ist, nicht einmal das Rufen in der Wüste, selbst wenn es ungehört verhallen sollte.
    [ ... ]

    Die Bußpredigt des Johannes ist kompromisslos um Ernsthaftigkeit, um Recht und Gerechtigkeit bemüht. Aber Johannes hat von Gott das je Größere, das Letztverbindliche, hat von Gott Erlösung und Heil erwartet. So ist sein Leben ein einziger Hinweis auf das, was der Name Johannes besagt: "Der Herr rettet!" Diesem rettenden Herrn gehen auch wir entgegen.

Ulrich Lüke, Nachdenkliche Ruhestörung. Anstößige Gedanken im Kirchenjahr, Regensburg: Verlag Friedrich Pustet 1995.

 

Anstelle von fürbittendem Gebet

DIE MENSCHEN LIEBEN
Ich liebe die Menschheit, und mit dem gleichen Maß der Liebe begegne ich allen Menschen: jenen, die das Leben verfluchen, jenen, die das Leben segnen und jenen, die darüber nachdenken.
Die erste Gruppe liebe ich um ihres Elend willen, die zweite wegen ihres Großmuts und die dritten, weil sie voll Verstehen und Frieden sind.

Aus: Khalil Gibran, Die sieben Worte der Weisheit. Walter Verlag, Zürich Düsseldorf, 5. Auflage 2001.

Nachgedanken zum Festtag

Der Freundeskreis Jesu

(Joh 15,12-17)

Ihr seid meine Freunde, sagt Jesus den Jüngern,
obwohl er weiß, dass sie schwach sind,
Fehler machen, versagen werden,
ihn verleugnen, im Stich lassen werden.

Nur eine Bedingung
knüpft er an diese Freundschaft:
Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut,
was ich euch auftrage: Liebt einander,
so wie ich euch geliebt habe.

 Der Freundeskreis Jesu -
längst weltweit verbreitet,
die Mitgliedschaft nach wie vor
an die Bedingung geknüpft:
Liebt einander!

Der Freundeskreis Jesu -
heute wie damals keine Elitetruppe,
sondern Menschen, die schwach sind,
die Fehler machen, versagen.

Unverändert die Satzung:
Liebt einander!
So einfach.
Und doch so schwer.

© Gisela Baltes

 

Bitte beachten: Unsere Bücherei ist geschlossen! 

Einige Frauen haben zu Beginn der Krise "Maulverschlußhilfen" genäht. Noch sind welche gegen eine Spende für die Ärmsten in Mexico, Projekt unserer Pfarrei, abzugeben. Sie erhalten sie gegen bei Frau Wiengarten (Tel 02586-970034 oder: fuenf-wiengarten@t-online.de) oder im Eine-Welt-Laden: nach dem Gottesdienst und dienstags von 15 - 17 Uhr sowie donnerstags von 9 - 11 Uhr! Sich schützen und dabei anderen helfen. Vergelt's Gott!!

Ebenso ist Frau Wiengarten weiterhin zu sprechen! Bei allen Fragen und Problemen mit Behörden wenden Sie sich an sie. Sie hilft unkompliziert als Integrationsbeauftragte unserer Pfarrei: fuenf-wiengarten@t-online.de oder 01517 0851570)

(Gottesdienste werden im Internet übertragen: www.bistum-muenster.de und auf www.kirche-und-leben.de. Achten Sie auch auf die verschiedenen Fernsehanstalten - auch dort werden Gottesdienste übertragen.) 

12. Sonntag im Jahreskreis – „Gott und ich sind immer in der Mehrheit!“ – Hl. Mutter Teresa

„Nachfolge ist gefährlich!“ – „Gottes Vatersorge ist grenzenlos!“ – „Nachfolge und Sendung sind anstößig!“

Am Sonntag um 10 Uhr Hl. Messe in unserer Pfarrkirche.
Bitte beachten Sie die Vorschriften von Abstand und Hygiene!
Hören Sie auf die freundlichen Menschen am Eingang
und halten Sie auch beim Ausgang den nötigen Abstand! Danke!

HINGABE

Seh ich das Kreuz an und wie du gelitten,
wage ich nicht, um ein Kreuz dich zu bitten.
Ach, es genügte stattdessen schon: mitten

in den alltäglichen einfachen Dingen
mich selbst, wie ich bin, und alles Gelingen
und auch Versagen zum Opfer zu bringen.

Im Tun, im Reden und Schweigen
könnt ich mich demütig neigen
und wäre in allem dein Eigen.

Du kennst ja uns Menschen und unser Bestreben,
dir nur ein wenig, nicht alles zu geben.
Nein, gib mir Großmut und weite mein Leben.

Und nicht, dass ich besser und frömmer erschein
oder belohnt werde, - nein, ganz allein,
um deiner Liebe würdig zu sein.

Aus: Lothar Zenetti, Leben liegt in der Luft. Worte der Hoffnung.
Matthias Grünewald Verlag / Schwabenverlag AG Ostfildern 2007.

 

Für den Tag und für die Woche

„Was wäre der Glaube und seine Strahlkraft ohne die tragende Erfahrung,
in geschwisterlicher Lieb geborgen zu sein.“
Jürgen Benisch

„Einen realistischen Blick auf sich selbst zu bekommen,
ist Arbeit, kostet Mühe und Anstrengung.
Aber es lohnt.
Denn der Blick auf den anderen wird mit der Zeit liebevoller.
Und das verändert die Welt.“
P. Rainer Schneiders SAC

„Gottes Schutz scheint uns leicht entbehrlich, solange wir ihn besitzen.
Zu unserem eigenen Nutzen und Wohl entzieht ihn Gott zuweilen,
damit wir erkennen, dass ohne Gottes Schutz der Mensch ein reines Nichts ist.“
Hl. Antonius von Padua (1195-1231)

 

Gedanken zum 12. Sonntag im Jahreskreis

ZUSAMMENFASSENDE ÜBERLEGUNGEN als Einführung in den Sonntag:

Das Evangelium des heutigen Sonntags bietet mehrere Ansatzpunkte für weitere Überlegungen:

  1. „Nachfolge ist gefährlich“ – so könnte man zusammenfassen. Sie fordert ihre Konsequenzen.
  2. „Gottes Vatersorge ist grenzenlos“ – sie begründet das Vertrauen und die Furchtlosigkeit, auch in gefährlichen Situationen des Christseins standzuhalten.

  3. „Nachfolge und Sendung sind anstößig“ – auch innerhalb der eigenen Familie und im Freundeskreis. Der Evangelist Matthäus ermutigt dazu, im Vertrauen auf Jesus ein klares Bekenntnis abzulegen.

S t i l l e

Gebet
Jesus,
Du bist mit Mut und Vertrauen auf Gott Deinen Weg gegangen.
Das wollen auch wir.
Dein Wort und Dein Beispiel sollen auch uns Mut machen,
und uns bereit sein lassen, Dich unerschrocken zu bekennen.
Deine Worte sollen uns Ansporn sein, als Menschen zu leben,
Menschen, die fest an die Auferstehung glauben.

Amen.

S t i l l e

Evangelium vom Sonntag: Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln:
Fürchtet euch nicht vor den Menschen!
Denn nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird.
Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet im Licht,
und was man euch ins Ohr flüstert, das verkündet auf den Dächern!
Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können,
   sondern fürchtet euch eher vor dem, der Seele und Leib in der Hölle verderben kann!
Verkauft man nicht zwei Spatzen für einen Pfennig?
Und doch fällt keiner von ihnen zur Erde ohne den Willen eures Vaters.
Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt.
Fürchtet euch also nicht!
Ihr seid mehr wert als viele Spatzen.
Jeder, der sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich
   vor meinem Vater im Himmel bekennen.
Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen.

S t i l l e


Gedanken nach dem Evangelium

WORAN ERKENNT MAN EIGENTLICH EINEN CHRISTEN?

Als mir vor einigen Tagen diese Frage gestellt wurde, musste ich einen Moment nachdenken. Schließlich tragen Christen keinen Heiligenschein, fahren nicht unbedingt besser Auto und werden auch krank. Gibt es also etwas, woran man eventuell einen Christen erkennen könnte?
Vielleicht könnte es eine gewisse Gelassenheit sei? Weil ich mich in Gott geborgen und aufgehoben fühle, kann ich mit den kleinen und großen Widrigkeiten des Lebens anders umgehen. Weil ich auf Gott hoffen kann, geht meine Hoffnung nicht aus. Ich stelle mich in ein größeres Ganzes hinein und kann daran glauben, dass es mehr als meine kleine Welt und meine Sichtweise gibt. Ich kann darauf vertrauen, dass mir jemand gut will, auch wenn ich es manchmal noch nicht sehen kann. Und auch wenn meine ganze Welt in Scherben fällt, wenn alles durchkreuzt wird, habe ich immer noch jemanden, dem ich meine ganze Wut entgegen schreien kann, dem ich alle meine Fragen vor die Füße werfen kann - und ich weiß, der hält das aus.
Untersuchungen belegen es: Menschen, die an Gott glauben, leben länger. Weil sie einen haben, der mitgeht und ihre Lasten mit trägt. Weil sie manchmal ein bisschen weniger Angst vor dem Leben - und vielleicht auch vor dem Sterben - haben.
Weil wir einen haben, der uns liebt. Und dann gilt der Satz von Teresa von Ávila: "Gott und ich sind immer in der Mehrheit!" - wenn das kein Grund zur Gelassenheit ist ...

Aus: Andrea Schwarz, Auf ein Wort. Biblische Pausen für den Alltag.

S t i l l e

 

Fürbittendes Gebet

Herr Jesus,
du schenkst uns Mut, dich zu bezeugen. Wir dürfen auf deinen Beistand vertrauen. So bitten wir dich:
Erneuere die Herzen aller, die den Glauben an dich bekämpfen oder belächeln.

Stärke den Mut aller, die benachteiligt werden, die verfolgt, verletzt oder gar getötet werden,
weil sie an dich glauben.

Lass alle, die sich zu dir bekennen, echte Zeugen und Zeuginnen deiner Liebe sein, in Wort und Tat.

Gib deiner Kirche den Mut, sich dort zu erneuern, wo es notwendig ist.

Steh allen Kranken und an Corona Infizierten bei und bewahre die Menschheit vor Verzweiflung.

Segne den Glauben an dich, damit dieser wieder neue Strahlkraft bekomme und die Mitmenschen herausfordert.

Erbarme dich aller Verstorbenen.

Dir sei Lob und Preis, jetzt und in alle Ewigkeit. - Amen.

 

Ich glaube an Gott

CREDO 

Ich glaube an einen Gott,
der Anfang und Ziel aller Dinge ist - jenseits der Zeit.
Ich glaube an einen Gott,
der seine Schöpfung erhält und liebt - in der Zeit.
Ich glaube an einen Gott,
der das Wohl und Glück aller Menschen will - überall.
Ich glaube an einen Gott,
der Mensch geworden ist, um uns gleich zu sein - bis zum Tode.
Ich glaube an einen Gott,
der mich kennt, mir einen Namen und Würde gibt.
Ich glaube an einen Gott,
der uns erlöst hat und nahe ist - in jedem Augenblick.
Ich glaube an einen Gott,
der unser ewiges Glück will - über den Tod hinaus.
Ich glaube an einen Gott,
der wiederkommen und alles vollenden wird.
Amen.

Lorenz Voith

 

Segen

Der Ewige, gepriesen sei sein Name,
zähle die Haare auf Deinem Kopf.

Der Ewige, gelobt sei seine Barmherzigkeit,
gebe Dir die Leichtigkeit der Spatzen.

Der Ewige, gerühmt sei seine Güte,
schenke Dir ein furchtloses Herz.

Wie er versprochen hat
im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Manfred Wussow (2008)

 

Nachgedanken zum Sonntag

Wir brauchen keine Angst haben
denn Gott sorgt für uns

Wir dürfen vertrauen
denn Gott schaut auf uns

Wir müssen dem Dunkel nicht ausweichen
denn Gott ist unser Licht

Wir können hoffnungsvoll leben
denn Gottes Wort macht uns Mut

Wir sollen uns mutig zu Jesus bekennen
denn er führt uns zum Himmel

Wir können den Weg ruhig wagen
denn Gott gibt uns seinen Geist

Wir wollen heute beginnen
denn Gott sagt: Fürchtet euch nicht!

Helene Renner (2020)

Hochfest unserer Pfarrei: St. Johannes Baptist - Patrozinium am Mittwoch, 24. Juni

Am 24. Juni feiert die Kirche das Fest unseres Pfarrpatrons St. Johannes Baptist. Aus diesem Anlass und aus Dankbarkeit für 1100 Jahre beurkundete Kirche in Beelen unter dem Patrozinium dieses wohl größten Heiligen unserer Kirche feiert unsere Pfarrei ein Dankamt (Mittwoch, 24.6.) um 19 Uhr in der Pfarrkirche. (Nur von Jesus selbst, von Maria, seiner Mutter und von Johannes dem Täufer feiert die Kirche das Geburtsfest und den Tag des Todes!) Herzliche Einladung.

Alle Vorkehrungen, die wir für die Feier der Gottesdienste in unserer Pfarrkirche treffen, sind vom Gesetzgeber so gefordert und durch Anweisungen des Generalvikars angeordnet - ob es der eine EINgang und der davon unterschiedene AUSgang ist; oder auch das Ausfüllen der Anwesenheitszettel, die für die Rückverfolgung gut sein sollen, ist, oder die Hygieneregeln, usw. Wir bitten dafür um Verständnis! Wir werden ebenfalls wieder häufiger die Hl. Messe feiern, wenn die Bestimmungen dafür gelockert werden und sich mehr HelferInnen bereit erklären mit zu tun, anstatt dies alles in Frage zu stellen. Denn: Wer mitmacht erlebt lebendige Gemeinde!!

Unsere Bücherei ist geöffnet! Sonntags von 10.30 Uhr bis 12 Uhr können Sie in unserer Kath. öffentlichen Bücherei (KöB) Ihren Lesestoff holen. Es gibt durch die Krise gefordert, weiterhin einige wichtige zu beachtende Vorschriften, die deshalb beachtet werden müssen! Mit etwas gutem Willen, können alle in der Bücherei das bekommen, was sie suchen. Donnerstags bleibt die Bücherei weiterhin geschlossen, ebenso in den Sommerferien. Danke fürs Verständnis!!

Einige Frauen haben zu Beginn der Krise "Maulverschlußhilfen" genäht. Noch sind welche gegen eine Spende für die Ärmsten in Mexico, Projekt unserer Pfarrei, abzugeben. Sie erhalten sie gegen bei Frau Wiengarten (Tel 02586-970034 oder: fuenf-wiengarten@t-online.de) oder im Eine-Welt-Laden: nach dem Gottesdienst und dienstags von 15 - 17 Uhr sowie donnerstags von 9 - 11 Uhr! Sich schützen und dabei anderen helfen. Vergelt's Gott!!

Ebenso ist Frau Wiengarten weiterhin zu sprechen! Bei allen Fragen und Problemen mit Behörden wenden Sie sich an sie. Sie hilft unkompliziert als Integrationsbeauftragte unserer Pfarrei: fuenf-wiengarten@t-online.de oder 01517 0851570)

(Gottesdienste werden im Internet übertragen: www.bistum-muenster.de und auf www.kirche-und-leben.de. Achten Sie auch auf die verschiedenen Fernsehanstalten - auch dort werden Gottesdienste übertragen.) 

11. Sonntag im Jahreskreis – „Mein Hirt ist Gott, der Herr!“

„Kein Christ bringt es weiter als bis zum Schaf, und keiner ist weniger als immer schon Hirt. Indem wir die Taufe empfangen haben, indem wir dem Hirten übereignet worden sind, werden aus Schafen Hirten.“

"Jesus hatte Mitleid mit ihnen; denn sie waren müde und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben." (Mt 9,36)

Gedanken zum Sonntag: Von der Weide ins Heiligtum

Der Beruf des Hirten zählt zu den ältesten der Menschheitsgeschichte – und es ist ein harter Job. Bis heute. Und so gibt es in Deutschland nur noch wenige Schäfer. Die müssen schmunzeln über das idyllische Hirtenbild, das die Bibel zeichnet. In ihr ist er Metapher für den Prototyp des Kümmerers.

„Wir haben immer nur das pastorale, schöne Bild im Kopf: Sonnenschein, blauer Himmel, grünes Gras und dann die Schafe, die dastehen, und alles scheint so nett zu sein. Wir denken nicht, wie es wirklich ist, drei Uhr morgens im Winter, wenn die Lämmer kommen und wenn die Schafe krank sind und die Wölfe kommen …“

Tobias Kühn, Deutschlandfunk, 23.10.2019


EVANGELIUM -
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.

In jener Zeit, als er die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen;
denn sie waren müde und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben.
Da sagte er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter.
Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden!

Dann rief er seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben
   und alle Krankheiten und Leiden zu heilen.
Die Namen der zwölf Apostel sind: an erster Stelle Simon, genannt Petrus, und sein Bruder Andreas,
dann Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und sein Bruder Johannes, Philippus und Bartholomäus,
   Thomas und Matthäus, der Zöllner, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Thaddäus,
Simon Kananäus und Judas Iskariot, der ihn ausgeliefert hat.

Diese Zwölf sandte Jesus aus und gebot ihnen: Geht nicht den Weg zu den Heiden
und betretet keine Stadt der Samariter, sondern geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel!
Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe!
Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus!
Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben.  (Mt 9,36 - 10,8)

S t i l l e

Gedanken nach dem Evangelium:

Füreinander aus DEINER Kraft

Manchmal fühl ich mich stark.

Manchmal hab ich Kraft für zwei.
Dann schick DU mir ruhig einen,
der DICH durch mich braucht.
Dann schick DU mir ruhig einen,
mit dem ich meine Kraft
in DEINER Liebe teilen will.

Ich will ihn mit DEINEN Augen sehen,
mit DEINEN Ohren hören,
mit DEINER Güte trösten.
Ich will ihn in DEINEN Armen halten.

Dann schick DU mir ruhig einen
und verlass DICH auf mich.

Doch bitte, lass mich auch manchmal
einem in DEINE Arme laufen!

Einem, der sich stark fühlt,
der Kraft hat für zwei,
der mir mit DEINER Güte entgegenkommt:

Einem, der mit DEINEN Augen
meine falsche Fröhlichkeit durchschaut.
Einem, der mit DEINEN Ohren
aus mir meinen Kummer heraushört.
Einem, der mir DEINE Hand gibt,
um mir aufzuhelfen.
Einem, der mich DEINE Liebe erfahren lässt.

Wir füreinander – aus DEINER Kraft.

® Gisela Baltes

Fürbittendes Gebet

Christus hat uns in seine Kirche berufen. Er selbst tat dabei den ersten Schritt. Wir sind aufgerufen, uns immer wieder neu für ihn und sein Angebot an uns zu entscheiden.
Durch ihn lasst uns den Vater bitten:

Für eine Kirche auf der Suche nach Wegen, den du ihren Gliedern durch ihre Berufungen und Begabungen weist.


Für eine Welt auf der Suche nach einem gleichwertigen Miteinander der verschiedenen Kulturen, Religionen und Weltanschauungen.


Für eine Gesellschaft auf der Suche nach einem Weg aus den Nöten der Pandemie, der Flüchtlingsströme und des Klimawandels.


Für alle Männer und Frauen auf der Suche nach einem gemeinsamen Weg auf Augenhöhe in den Familien, im geschäftlichen Umfeld und in der Kirche.


Für alle Menschen, die sich bis in ihren Tod hinein von deiner Liebe und Treue getragen wussten.


Vater! Deine Zuwendung und Nähe brauchen wir und brauchen wir uns nicht erarbeiten. Denn du bist es, der uns nahe sein will. Dafür danken wir dir jetzt und allezeit. - Amen.

 

Für den Tag und für die Woche: WÜSTE


WÜSTENERFAHRUNGEN

„In die Wüste? … Du?“ –
Mein Gegenüber schaut mich ungläubig an.
Ja, ich gehe in die Wüste.
Nächste Woche schon geht’s los.
Zwölf Tage – mit Rucksack, Schlafsack und Isomatte.
Kein Auto.
Kein Handy.
Keine Uhr.
Nicht in die Sandwüste nach Afrika, sondern nach Jordanien.
Dort gibt’s auch Sand, aber vor allem Steine und Felsen.
Ich gehe in die Wüste zum Wandern.
Das auch.
Aber vor allem, weil ich mal rauskommen will aus der Tretmühle.
Abschalten,
frei werden von all dem, was da jeden Tag auf mich einstürmt – an Bildern,
an Worten,
an Reizen,
an Aufgaben und Verpflichtungen.
Manchmal habe ich das Gefühl, ich werde von all dem getrieben.
Darum gehe ich in die Wüste.
Ich suche die Einsamkeit … und Gott.
Dazu braucht es vor allem eins: Stille.
Ich glaube: Gott redet.
Auch heute.
Aber um mich herum ist es so laut.
Ständig bin ich abgelenkt.
Und auch in mir ist es laut.
Mein Kopf ist so voll.
Und da kreisen so viele Gedanken: An das muss ich noch denken.
Und das wollte ich noch besprechen.
Und das andere nicht vergessen …
Da ist gar kein Platz für Gott.
Keine Zeit.
Rede ich mir zumindest ein.

Thomas Drumm, SWR4 Sonntagsgedanken 15.02.2015

Sonntag um 10 Uhr: Hl. Messe in der Pfarrkirche. 

Hochfest unserer Pfarrei: St. Johannes Baptist - Patrozinium am Mittwoch, 24. Juni

Am 24. Juni feiert die Kirche das Fest unseres Pfarrpatrons St. Johannes Baptist. Aus diesem Anlass und aus Dankbarkeit für 1100 Jahre beurkundete Kirche in Beelen unter dem Patrozinium dieses wohl größten Heiligen unserer Kirche feiert unsere Pfarrei ein Dankamt (Mittwoch, 24.6.) um 19 Uhr in der Pfarrkirche. (Nur von Jesus selbst, von Maria, seiner Mutter und von Johannes dem Täufer feiert die Kirche das Geburtsfest und den Tag des Todes!) Herzliche Einladung.

Alle Vorkehrungen, die wir für die Feier der Gottesdienste in unserer Pfarrkirche treffen, sind vom Gesetzgeber so gefordert und durch Anweisungen des Generalvikars angeordnet - ob es der eine EINgang und der davon unterschiedene AUSgang ist; oder auch das Ausfüllen der Anwesenheitszettel, die für die Rückverfolgung gut sein sollen, ist, oder die Hygieneregeln, usw. Wir bitten dafür um Verständnis! Wir werden ebenfalls wieder häufiger die Hl. Messe feiern, wenn die Bestimmungen dafür gelockert werden und sich mehr HelferInnen bereit erklären mit zu tun, anstatt dies alles in Frage zu stellen. Denn: Wer mitmacht erlebt lebendige Gemeinde!!

Unsere Bücherei ist geöffnet: sonntags von 10.30 Uhr bis 12 Uhr können Sie in unserer Kath. öffentlichen Bücherei (KöB) Ihren Lesestoff holen. Es gibt durch die Krise gefordert, einige wenige Dinge, die deshalb beachtet werden müssen, aber mit etwas gutem Willen, können alle, in der Bücherei das bekommen, was sie suchen. Donnerstags bleibt die Bücherei weiterhin geschlossen, ebenso in den Sommerferien. Danke fürs Verständnis!!

Einige Frauen haben in den letzten Tagen "Maulverschlußhilfen" genäht. Noch sind welche gegen eine Spende für die Ärmsten in Mexico, Projekt unserer Pfarrei, abzugeben. Sie erhalten sie gegen bei Frau Wiengarten (Tel 02586-970034 oder: fuenf-wiengarten@t-online.de) oder im Eine-Welt-Laden: nach dem Gottesdienst und dienstags von 15 - 17 Uhr sowie donnerstags von 9 - 11 Uhr! Sich schützen und dabei anderen helfen. Vergelt's Gott!!

Ebenso ist Frau Wiengarten weiterhin zu sprechen - bei allen Fragen und Problemen mit Behörden wenden Sie sich an sie. Sie hilft unkompliziert als Integrationsbeauftragte unserer Pfarrei: fuenf-wiengarten@t-online.de oder 01517 0851570)

(Gottesdienste werden im Internet übertragen: www.bistum-muenster.de und auf www.kirche-und-leben.de. Achten Sie auch auf die verschiedenen Fernsehanstalten - auch dort werden Gottesdienste übertragen.) 

Fronleichnam – Nicht: Froher Toter, sondern Geschenktes Leben auch im Tod

Gedanken auf dem Weg mit dem Lebendigen – nicht in Prozession, sondern in der Nachfolge

FRONLEICHNAM - Ein Gedanke dazu:

Am Donnerstag dieser Woche feiert die Kirche das äußere Fest des Gründonnerstags: Fronleichnam. Jesus schenkt sich den Jüngern, ohne dabei etwas schön zu reden: Das Brot brechen und teilen, bevor ich mich allein daran satt gegessen habe – darin wird Jesus sichtbar. Und den Kelch erheben und ein Fest feiern, weil alle satt geworden sind: „Nach dem Mahl nahm er den Kelch und gab ihn ihnen: Das bin ICH – für Euch verschenkt.“ Aber das geht nicht ohne Liebe und so steht der Kelch für sein vergossenes Herzblut.

Wir feiern am Fronleichnamstag (Donnerstag, 11. Juni) um 9 Uhr eine Hl. Messe. Zum Ende hin wollen wir dann das Brot zur Andacht aussetzen, damit wir uns anschließend einsetzen - für alle, die Zuwendung und Nähe brauchen. Mit dem Segen, der vom ‚Hl. Sakrament der Liebe Gottes‘ ausgeht, wollen wir dann weiter Kirche sein: „Tut dies zu meinem Gedächtnis!“

 

VERMÄCHTNIS

Seht, das Brot, das wir hier teilen
das ein jeder von uns nimmt
ist uns von dem Herrn gegeben
immer will er bei uns sein

Seht, das Brot, das wir hier teilen
das ein jeder von uns nimmt
ruft nach Brot, um zu ernähren
alle Hungernden der Welt

Seht, der Kelch, den wir jetzt teilen
den ein jeder von uns nimmt
ist ein Zeichen für den Frieden
für den Bund in Christi Blut

Seht, der Kelch, den wir jetzt teilen
den ein jeder von uns nimmt
mahnt uns, dass auch wir versöhnen
und verbinden, was getrennt

Seht, was wir heut hier vollziehen
was wir miteinander tun
will den Tod des Herrn bezeugen
bis er wiederkommt in Kraft

Seht, was wir hier heute feiern
was wir miteinander tun
will uns neu mit ihm verbünden
dass wir tun, was er getan

Aus: Lothar Zenetti, Leben liegt in der Luft.
Worte der Hoffnung. Matthias Matthias Grünewald Verlag, Mainz 2007.

 

DAS KNÄCKEBROTBEWUSSTSEIN

Da war einmal eine Frau, die hatte jahrelang Pfennig auf Pfennig gelegt, um sich eine Kreuzfahrt leisten zu können. Schließlich hatte sie genug zusammen, um sich die Fahrkarte zu kaufen. Aber es blieb ihr nicht mehr viel für Extras übrig. Das macht nichts, dachte sie. Ich werde eine Menge Knäckebrot und Käse mitnehmen und dies in meiner Kabine verzehren. Dadurch wird die Reise nicht zu teuer. Gesagt, getan! Sie genoss ihre Kreuzfahrt. Gewiss, wenn die anderen Passagiere in den Speiseraum gingen, musste sie sich etwas Gewalt antun, sich in ihre Kabine zurückziehen, um Knäckebrot und Käse zu essen. Sie tröstete sich damit, dass sie genug Geld bei sich hatte, um am letzten Abend am großen Dinner teilnehmen zu können. Das sollte ein Festessen werden.
An jenem letzten Abend zog sie ihr bestes Kleid an. Erwartungsvoll bestellte sie in dem großen Speisesaal die köstlichen Speisen. Das ist wirklich ein Opfer wert, dachte sie. Nach dem Essen bat sie den Steward, die Rechnung zu bringen. Der sah sie erstaunt an. "Aber Madame," sagte er, "wussten sie denn nicht, dass alle ihre Mahlzeiten in ihrem Fahrpreis inbegriffen sind?"

Wir empfinden Mitleid mit der Dame, die nur von Knäckebrot und Käse lebte, während die köstlichen Speisen darauf warteten, von ihr bestellt zu werden. Aber wie oft machen wir es im Grunde genauso. Wir laufen irgendwelchen armseligen Ideologien nach, die uns nicht helfen können, statt uns von Gottes Fülle beschenken zu lassen.
Ich habe Gott für meine Krankheit und die anderen Erlebnisse immer nur danken können. Hätte ich dies alles nicht erfahren können, so hätte ich am Leben vorbei gelebt. Mit Staunen erlebe ich oft, dass Gott mir Menschen zuführt (oder mich Wege gehen lässt), an die ich meine Erfahrungen weitergeben kann, um mich so zu seinem Werkzeug zu machen.

Martin Gutl erkannte das wohl auch und drückte es in folgenden Versen aus:
Wer gelitten hat, wird verstehen können.
Wer verwundet ist, wird heilen können.
Wer geführt ist, wird weisen können.
Wer getragen ist, wird tragen können.

Aus: Anita Spohn, Ich konnte weiterleben.
Vier Türme Verlag Münsterschwarzach 1994.

 

LESUNG vom Fronleichnamsfest

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth:
Schwestern und Brüder!
Ist der Kelch des Segens, über den wir den Segen sprechen, nicht Teilhabe am Blut Christi?
Ist das Brot, das wir brechen, nicht Teilhabe am Leib Christi?
E i n  Brot ist es. Darum sind wir viele  e i n  Leib; denn wir alle haben teil an dem einen Brot.
(1 Kor 10,16-17)

 

WIR BRINGEN DIR UNSER LEBEN

Wir bringen dir das Brot unseres Alltags
das nicht immer leicht zu leben ist
manchmal ist es hartes Brot
Leben ist nicht immer einfach
das Brot unseres Alltags
sind auch die Körner die zermahlen werden
das sind die Träume die sterben müssen
und Pläne die durchkreuzt werden
Hoffnungen die nicht erfüllt werden
das ist Mühsal und Arbeit
und das ist unser Hunger und unsere Sehnsucht

Unser Leben ist manchmal so leer wie der Kelch
der jetzt auf dem Altar steht
wir haben den Sinn verloren
wir wissen nicht mehr weiter
wir spüren unsere Einsamkeit
und manchmal ist unser Leben ein Schrei danach
von dir gefüllt zu werden

Und dann sehnen wir uns danach
dass du den Wein des Lebens in uns eingießt
dann sehnen wir uns danach
dass du uns erfüllst
mit Leben und Lebendigkeit
mit Lebensfreude und Lebensfest
und dann wünschen wir uns
das Leben das du uns verheißen hast
den Wein der Freude
das Fest das du uns zugesagt hast

Aus: Andrea Schwarz, Du Gott des Weges segne uns.
Gebete und Meditationen. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2008.

 

Für einen Moment der Stille

WAS ICH NOCH SAGEN WOLLTE

Was ich noch sagen wollte,
haben längst andere vor mir gesagt
und besser, in knapperen Worten
und poetischen Bildern: Kohelet und Epiktet,
Jesus und der Häuptling von Seattle,
Hilde Domin, Erich Fried und Kurt Marti.
Was ich noch sagen wollte,
ist sehr subjektiv,
mehr Selbstgespräch,
als Botschaft für andere.
Was ich noch sagen wollte,
ist nur das eine:
Achtet auf den Grundwasserspiegel!

Hermann Josef Coenen, in: Credo.
Anstiftungen zum Glauben, Stuttgart 2000.

 

Hochfest unserer Pfarrei: St. Johannes Baptist - Patrozinium am Mittwoch, 24. Juni

Am 24. Juni feiert die Kirche das Fest unseres Pfarrpatrons St. Johannes Baptist. Aus diesem Anlass und aus Dankbarkeit für 1100 Jahre beurkundete Kirche in Beelen unter dem Patrozinium dieses wohl größten Heiligen unserer Kirche feiert unsere Pfarrei ein Dankamt (Mittwoch, 24.6.) um 19 Uhr in der Pfarrkirche. (Nur von Jesus selbst, von Maria, seiner Mutter und von Johannes dem Täufer feiert die Kirche das Geburtsfest und den Tag des Todes!) Herzliche Einladung.

Alle Vorkehrungen, die wir für die Feier der Gottesdienste in unserer Pfarrkirche treffen, sind vom Gesetzgeber so gefordert und durch Anweisungen des Generalvikars angeordnet - ob es der eine EINgang und der davon unterschiedene AUSgang ist; oder auch das Ausfüllen der Anwesenheitszettel, die für die Rückverfolgung gut sein sollen, ist, oder die Hygieneregeln, usw. Wir bitten dafür um Verständnis! Wir werden ebenfalls wieder häufiger die Hl. Messe feiern, wenn die Bestimmungen dafür gelockert werden und sich mehr HelferInnen bereit erklären mit zu tun, anstatt dies alles in Frage zu stellen. Denn: Wer mitmacht erlebt lebendige Gemeinde!!

Unsere Bücherei ist geöffnet: sonntags von 10.30 Uhr bis 12 Uhr können Sie in unserer Kath. öffentlichen Bücherei (KöB) Ihren Lesestoff holen. Es gibt durch die Krise gefordert, einige wenige Dinge, die deshalb beachtet werden müssen, aber mit etwas gutem Willen, können alle, in der Bücherei das bekommen, was sie suchen. Donnerstags bleibt die Bücherei weiterhin geschlossen, ebenso in den Sommerferien. Danke fürs Verständnis!!

Einige Frauen haben in den letzten Tagen "Maulverschlußhilfen" genäht. Noch sind welche gegen eine Spende für die Ärmsten in Mexico, Projekt unserer Pfarrei, abzugeben. Sie erhalten sie gegen bei Frau Wiengarten (Tel 02586-970034 oder: fuenf-wiengarten@t-online.de) oder im Eine-Welt-Laden: nach dem Gottesdienst und dienstags von 15 - 17 Uhr sowie donnerstags von 9 - 11 Uhr! Sich schützen und dabei anderen helfen. Vergelt's Gott!!

Ebenso ist Frau Wiengarten weiterhin zu sprechen - bei allen Fragen und Problemen mit Behörden wenden Sie sich an sie. Sie hilft unkompliziert als Integrationsbeauftragte unserer Pfarrei: fuenf-wiengarten@t-online.de oder 01517 0851570)

(Gottesdienste werden im Internet übertragen: www.bistum-muenster.de und auf www.kirche-und-leben.de. Achten Sie auch auf die verschiedenen Fernsehanstalten - auch dort werden Gottesdienste übertragen.) 

Dreifaltigkeitssonntag – Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist

Gott - belebende Spannung - Vater und Sohn und Heiliger Geist - Einheit in der Verschiedenheit

Unwandelbarer Gott

Gott,
der Beziehung ist,
der sich erfahrbar macht
in Vater, Sohn und Geist,
der uns täglich neu begegnet
im Gegenüber der Menschen
in seiner Schöpfung

Gott,
dessen Ewigkeit wir erahnen
im Wechsel der Jahreszeiten
im unendlichen Kreislauf
des Wachsens, Werdens, Vergehens

Gott,
dessen Unwandelbarkeit
uns aufgeht
wenn ein Tag dem anderen folgt,
ein Jahr dem anderen. 

© Gisela Baltes

 

Für den Tag und die Woche

„Was man an seinem Nächsten nicht ändern kann, muss man mit Geduld ertragen.“
Hl. Pauline von Mallinckrodt (1817-1881)

„Wunder stehen nicht im Gegensatz zur Natur, sondern nur im Gegensatz zu dem, was wir über die Natur wissen.“
Hl. Ausgustinus von Canterbury (546-604)

„Alle Wesen, ob sie reden oder schweigen, verkünden Dich, o Gott!“
Hl. Gregor von Nazianz (320-390)

 

Einführung in das Geheimnis des Festes: Dreifaltigkeit – so erklärt es uns der Jugendkatechismus:

Nr. 35 - Glauben wir an einen Gott oder an drei Götter?
Wir glauben an einen Gott in drei Personen (Trinität=Dreifaltigkeit).
"Gott ist nicht Einsamkeit, sondern vollkommene Gemeinschaft".
Christen beten nicht drei verschiedene Götter an, sondern ein einziges Wesen, das sich dreifach entfaltet und doch eins bleibt. Dass Gott dreifaltig ist, wissen wir von Jesus Christus: "Er, der Sohn, spricht von seinem Vater im Himmel (»Ich und der Vater sind eins«, Joh. 10,30). Er betet zu ihm und schenkt uns den Heiligen Geist, der die Liebe des Vaters und des Sohnes ist. Getauft werden wir deshalb "auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes" (Mt. 28, 19).         YOUCAT, Jugendkatechismus der Kath. Kirche

 

Gebet
Gott, unser Vater
du bist nicht bei dir allein geblieben;
du hast die Welt erschaffen,
mit all ihrer Schönheit;
du hast die Menschen als dein Abbild
geschaffen.
Alles hast du getan aus Liebe.
Dein Wort sagt uns diese Liebe immer wieder zu.
Wir wollen dir unsere Ohren des Herzen öffnen,
dass wir deiner Liebe immer ähnlicher werden. Amen.  

 

EVANGELIUM  
Aus dem hl. Evangelium nach Johannes.

Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab,
damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.
Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt,
damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.
Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet;
wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht
an den Namen des einzigen Sohnes Gottes geglaubt hat.    (Joh 3,16-18)

S t i l l e

 

Gedanken zum Evangelium

Das WIR in Person

Wohin gehören wir? Der Mensch ist eingespannt zwischen Geburt und Tod. Mit einem Fuß besetzt er seine irdische Heimat, mit dem anderen tastet er nach der ewigen Heimat. Das Gefühl der Heimatlosigkeit kommt gelegentlich hoch. Wir haben eine tiefe Sehnsucht danach, zu wissen, wohin wir eigentlich gehören.

Eine kleine Geschichte kann es auf den Punkt bringen: Ein Junge, drei Jahre alt, kämpft sich tapfer an der Hand seines Vaters durch einen heftigen Gewitterregen. Patschnass kommen beide zu Hause an. Als Vater und Sohn - geduscht und getrocknet - mit dem Rest der Familie zum Abendbrot zusammensitzen, sagt der Junge in die Tischgemeinschaft völlig unvermittelt, aber voller Überzeugung: "Gell, ich gehör doch zu uns!" Offenbar hatte er im Gewitter unausgesprochene Angst, die sich jetzt löst. Er weiß, wohin er gehört.

Die Kirche verkündet Gott in einer dreifaltigen Gemeinschaft, aber irgendwie scheint es uns in der Praxis, der Heilige Geist gehöre gar nicht so recht dazu. Die vergessene göttliche Person wurde von Theologen der Geist Gottes genannt. Aus einem dreifachen, beziehungsreichen Leben wurde für die meisten Christen eine traute Zweisamkeit zwischen Vater und Sohn. Aber ohne den Geist Gottes spielt sich das Leben nicht ab. Er ist die lebendige Beziehung.

(...) Der Geist Gottes ist das Wir in Person. Er erweitert den engen Lebenskreis, er sprengt Mauern, er führt in die Weite, heißt es im Psalm 18; er macht uns zur Familie Gottes. Erleichtert dürfen wir feststellen: Wir gehören dazu. Nicht nur wir, jeder Mensch gehört dazu, der sich nicht selber ausschließt. Der lebendige Gott grenzt nicht aus, er umfasst.  (Roland Breitenbach)

 S t i l l e

Fürbittendes Gebet

Unser Leben steht unter dem dreieinen Gott: dem Vater, von dem alles ausgeht, dem Sohn, dessen Worte uns beten und handeln lehren, und dem Heiligen Geist, der uns begleitet, tröstet und zum Guten stärkt.
In diesem Glauben bitten wir:

Beziehung gehört zum Wesen Gottes. Schenke uns daran Anteil, wenn wir uns gemeinsam in den Gotteshäusern oder in diesen Zeiten auch teilweise vor dem Bildschirm zum Gottesdienst versammeln.

Beziehung bedeutet auch füreinander Verantwortung zu übernehmen.
Öffne unsere Herzen für die Nöte der Kranken, der Einsamen, der Arbeitslosen und der aus vielerlei Gründen an den Rand Gedrängten unserer Gesellschaft.

Beziehung ist Liebe, die sich im Zueinander von Personen verwirklicht.
Lehre uns, immer mehr auf das Wohl der anderen zu achten und dabei auf das Herz zu schauen, nicht auf Reichtum, Hautfarbe, Ansehen oder Macht.

Beziehung gründet in offenen Augen für das Du.
Wir bitten für alle, die Menschen wegen ihrer Hautfarbe oder ihrer Kultur, wegen Herkunft oder aufgrund ihrer sexuellen Orientierung ablehnen oder sogar aus der Mitte verdrängen. Wir beten für alle, die im mittelalterlichen Menschenbild ihr Heil suchen oder Naziparolen gesellschaftsfähig machen. Für Politiker, die sich wegen ihres Menschenbildes schämen sollten.

Beziehung braucht Verzeihen können.
Hilf uns, bei unseren Fehlern und in unseren Konflikten neu aufeinander zu zu gehen, damit wir wieder einander in die Augen schauen können und dabei das Herz des anderen spüren.

Beziehung hört mit dem Tod nicht auf.
Beten wir für alle jene, die während dieser Pandemie verstorben sind, ohne sich von ihren Lieben verabschieden zu können und für alle unsere Verstorbenen.

Gott! Du hast uns geschaffen, erlöst und begleitest uns mit deinem Geist durch alle Höhen und Tiefen unseres Lebens. Dir gilt unser Dank und Lobpreis. - Amen.

 

Text zum Nachdenken

NICHT ZU FASSEN

Ich kann es nicht fassen, Gott,
dass Dir an mir liegt!

Du bist inwendiger in mir als ich selbst,
sagen die Mystiker.
Vielleicht bist Du deswegen so verborgen?

Dir reicht es nicht, allein zu sein.
Du willst uns alle als Deine Kinder,
als Brüder und Schwestern Deines Sohne,
erfüllt mit Deinem Geist.
Dennoch verbrennen wir nicht in Deiner Nähe.

Lass uns etwas erahnen von Deinem Leben,
von Deiner Liebe, von Deiner Barmherzigkeit,
damit wir etwas davon weitergeben können
an die Menschen, die uns brauchen,
von denen wir leben.

Unsere Welt schreit aus vielen Wunden
nach einem solchen Gott,
nach solchen Menschen...

Aus: Ferdinand Kerstiens, Große Hoffnungen - erste Schritte,
Glaubenswege durch das Lesejahr A. Edition Exodus 2001.

Das Bild (Ausschnitt) zeigt alle Kreuze, die Jugendliche, liturgische Dienste und andere aus unserer Pfarrei, am Karfreitag in unsere Kirche brachten um so ihre Teilnahme an diesem Leidenstag und der Erinnerung an den Tod Jesu zum Ausdruck zu bringen. Unsere Pastoralreferentin, Frau Lena Hox, hat daraus ein Dreifaltigkeitsbild der Erinnerung gemacht: Alle Kreuze verbunden im Hl. Geist und umstrahlt von der Sonne: Sinnbild für Jesu Auferstehung und für den einen Gott. Die vielen Kreuze verweisen auf das viele Leid, das es auch weiterhin in unserer Welt gibt. 

Donnerstag, 11. Juni – FRONLEICHNAM
Am Donnerstag feiert die Kirche das äußere Fest des Gründonnerstags: Fronleichnam. Jesus schenkt sich den Jüngern, ohne dabei etwas schön zu reden: Das Brot brechen und teilen, bevor ich mich allein daran satt gegessen habe – darin wird Jesus sichtbar. Und den Kelch erheben und ein Fest feiern, weil alle satt geworden sind: „Nach dem Mahl nahm er den Kelch und gab ihn ihnen: Das bin ICH – für Euch verschenkt.“ Aber das geht nicht ohne Liebe und so steht der Kelch für sein vergossenes Herzblut.

Wir feiern am Fronleichnamstag (Donnerstag, 11. Juni) um 9 Uhr eine Hl. Messe. Zum Ende hin wollen wir dann das Brot zur Andacht aussetzen, damit wir uns anschließend einsetzen - für alle, die Zuwendung und Nähe brauchen. Mit dem Segen, der vom ‚Hl. Sakrament der Liebe Gottes‘ ausgeht, wollen wir dann weiter Kirche sein: „Tut dies zu meinem Gedächtnis!“

Am 24. Juni feiert die Kirche das Fest unseres Pfarrpatrons St. Johannes Baptist. Aus diesem Anlass und aus Dankbarkeit für 1100 Jahre beurkundete Kirche in Beelen unter dem Patrozinium dieses wohl größten Heiligen unserer Kirche feiern unsere Pfarrei ein Dankamt (Mittwoch, 24.6.) um 19 Uhr in der Pfarrkirche. (Nur von Jesus selbst, von Maria, seiner Mutter und von Johannes dem Täufer feiert die Kirche das Geburtsfest und den Tag des Todes!) Herzliche Einladung.

Alle Vorkehrungen, die wir für die Feier der Gottesdienste in unserer Pfarrkirche treffen, sind vom Gesetzgeber so gefordert und durch Anweisungen des Generalvikars angeordnet - ob es der eine EINgang und der davon unterschiedene AUSgang ist; oder auch das Ausfüllen der Anwesenheitszettel, die für die Rückverfolgung gut sein sollen, ist, oder die Hygieneregeln, usw. Wir bitten dafür um Verständnis! Wir werden ebenfalls wieder häufiger die Hl. Messe feiern, wenn die Bestimmungen dafür gelockert werden und sich mehr HelferInnen bereit erklären mit zu tun, anstatt dies alles in Frage zu stellen. Denn: Wer mitmacht erlebt lebendige Gemeinde!!

Unsere Bücherei ist geöffnet: sonntags von 10.30 Uhr bis 12 Uhr können Sie in unserer Kath. öffentlichen Bücherei (KöB) Ihren Lesestoff holen. Es gibt durch die Krise gefordert, einige wenige Dinge, die deshalb beachtet werden müssen, aber mit etwas gutem Willen, können alle, in der Bücherei das bekommen, was sie suchen. Donnerstags bleibt die Bücherei weiterhin geschlossen, ebenso in den Sommerferien. Danke fürs Verständnis!!

Einige Frauen haben in den letzten Tagen "Maulverschlußhilfen" genäht. Noch sind welche gegen eine Spende für die Ärmsten in Mexico, Projekt unserer Pfarrei, abzugeben. Sie erhalten sie gegen bei Frau Wiengarten (Tel 02586-970034 oder: fuenf-wiengarten@t-online.de) oder im Eine-Welt-Laden: nach dem Gottesdienst und dienstags von 15 - 17 Uhr sowie donnerstags von 9 - 11 Uhr! Sich schützen und dabei anderen helfen. Vergelt's Gott!!

Ebenso ist Frau Wiengarten weiterhin zu sprechen - bei allen Fragen und Problemen mit Behörden wenden Sie sich an sie. Sie hilft unkompliziert als Integrationsbeauftragte unserer Pfarrei: fuenf-wiengarten@t-online.de oder 01517 0851570)

(Gottesdienste werden im Internet übertragen: www.bistum-muenster.de und auf www.kirche-und-leben.de. Achten Sie auch auf die verschiedenen Fernsehanstalten - auch dort werden Gottesdienste übertragen.) 

 

Pfingsten - atme aus mir, Heiliger Geist ...

Am Pfingstfest feiern wir um 10 Uhr in unserer Pfarrkirche unter den Bedingungen durch die Corona-Krise ein Hochamt. 

Hier finden Sie Texte für das Gebet am Pfingstfest zu Hause, mit Freunden oder in der Familie!!

 

AKTION

Die passiven, träumenden,
klagenden,
nicht ständig zur Jüngerschaft
herausgeforderten Christen
sind eine Schande ihres Herrn.

Bloße Pflichttreue aber ist
viel zu wenig,
weil Fröhlichkeit
in unseren Dienst gehört
und Phantasie,
welche in erfinderischer Liebe
sich dauernd etwas einfallen lässt,
und die Zivilcourage derer,
die aus dem Tross
nach vorne stoßen
und sich dem Strom
der Zeit gegenüber
fast stets auf Seiten
der allergetreuesten
Opposition befinden.

Das Kreuz revolutioniert
die Herzen und Gedanken,
und keinem,
der davon nichts verspüren lässt,
ist zu glauben,
dass er auf die Auferweckung
von den Toten hofft.

Ernst Käsemann, Aktion, in: Literarische Auslese. Hrsg. von Wolfgang Eck, Stuttgart: Radius 1989.

Mit dem Pfingstfest endet am 50. Tag nach Ostern die Osterzeit. Der Geist Gottes ergreift die verängstigen JüngerInnen Jesu und macht ihnen Feuer unter dem Herzen. Er erwärmt, er treibt an, er macht mutig, er macht kühn. Gottes Geist ergreift die Jünger und bringt sie dazu, die verschlossenen Räume zu verlassen! Nicht ängstlich, sondern überzeugt davon: "Gottes Liebe ist stäker als aller Tod!" So können auch wir uns von seinem Geist ergreifen lassen. Dazu der Text der Geistsendung aus der Apostelgeschichte:

Lesung aus der Apostelgeschichte.

Als der Tag des Pfingstfestes gekommen war, waren alle zusammen am selben Ort.
Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daher fährt,
und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.
Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder.
Und alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt und begannen, in anderen Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.
In Jerusalem aber wohnten Juden, fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel.
Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden.
Sie waren fassungslos vor Staunen und sagten:
Seht! Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden?
Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören:
Parther, Meder und Elamiter, Bewohner von Mesopotamien, Judäa und Kappadokien, von Pontus und der Provinz Asien, von Phrygien und Pamphylien, von Ägypten und dem Gebiet Libyens nach Kyrene hin, auch die Römer, die sich hier aufhalten, Juden und Proselyten, Kreter und Araber - wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden.
Alle gerieten außer sich und waren ratlos.
Die einen sagten zueinander: Was hat das zu bedeuten?
Andere aber spotteten: Sie sind vom süßen Wein betrunken. (Apg 2,1-13)

S T I L L E

EVANGELIUM vom Pfingstfest

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes:

Am Abend dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden bei verschlossenen Türen beisammen waren, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen:
Friede sei mit euch!
Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite.
Da freuten sich die Jünger, als sie den Herrn sahen.
Jesus sagte noch einmal zu ihnen:
Friede sei mit euch!
Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.
Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sagte zu ihnen:
Empfangt den Heiligen Geist!
Denen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen;
denen ihr sie behaltet, sind sie behalten.     Joh 20 19-23

S T I L L E

Fürbitten

Gott, Heiliger Geist,
Du verbindest und einigst uns mit dem Vater und mit Jesus Christus.
Dir übergeben wir unsere Bitten:

Für alle Menschen, deren Leben durch die gegenwärtige Krise aus den Fugen geraten ist,
um den Geist der Besonnenheit und Klugheit, dass sie gute Wege aus ihrer Notlage finden.

Für alle Menschen, die in der gegenwärtigen Situation mit Einschränkungen konfrontiert sind und an Grenzen stoßen, um Einsicht in das Notwendige und um Rücksicht auf Mitbetroffene.

Für alle Menschen, die zurzeit im Feiern von Gottesdiensten behindert sind, um Frömmigkeit und Gottesfurcht, die sie angemessene neue Wege finden lassen.

Für alle Menschen, die durch eine Krankheit oder durch Überforderung in eine persönliche Krise geraten sind, um verständnisvolle Ratgeber und hilfreiche Lebensbegleiter.

Für die ewig gestrigen, zusammengesetzt aus Überheblichkeit und mittelalterlichem Weltbild, und alle, die sich kaufen lassen, wenn die Fädenzieher die Kasse bezahlen.

Für uns selbst bitten wir um Stärke, dass wir mit den Belastungen, die uns gegenwärtig zugemutet werden, gut zurechtkommen.

Für alle Verstorbenen, dass sie vom Auferstandenen in die von ihm bereiteten himmlischen Wohnungen aufgenommen werden.

Heiliger, dreifaltiger Gott,
mit der ganzen Schöpfung sagen wir dir Lob und Dank. – Amen.

 

Gedanken zum Pfingstfest:

GEHEIME SEHNSUCHT NACH DEM GEIST

Um dem Heiligen Geist Gottes auf die Spur zu kommen, dürfen wir uns von der Heiligen Schrift her leiten lassen. Der Geist Gottes ist der schöpferische Geist des Lebens. Er schwebt, wie es im ersten Buch der Bibel, im Buch Genesis heißt, über dem Wasser, einer Ur-flut und einem Zustand, der noch "wüst ist und leer", eben dem Tohuwabohu. Der Geist Gottes bewirkt, dass die Erde bewohnbar wird und nicht untergeht in materieller und geistiger Umweltverschmutzung. Aus dem Chaos wird ein Kosmos, aus dem zerstörerischen Durcheinander eine Beziehungsstruktur, aus dem Kampf mit dem Recht des Stärkeren ein gegenseitiges Wahr- und Annehmen in Würde. Adam wird zum Menschen, weil ihm der Geist eingehaucht wird, einer, der zu Gott Du sagen kann. Der Heilige Geist ist eine "kraftgeladene Wirklichkeit von höchster Lebendigkeit und Bewegtheit", sagt der Theologieprofessor Alfons Deissler. [...]

Der Geist der Liebe ist es, der aus der entmutigten, verzweifelten, zerstreuten und verleugnenden Jüngerschar Zeugen der Auferstehung erstehen lässt. Gottes Geist gibt ihnen eine neue Sprache: aus dem Blabla, dem unverbindlichen Geschwätz, aus dem Gezänk der Parteien, der Saft- und Kraftlosigkeit der Predigten, in den Sprachbarrieren entsteht eine neue Verstehensgemeinschaft. Als geisterfüllte Menschen erinnern und bezeugen die Apostel das kraftvolle, tröstende Wort Gottes, das Jesus in Person ist. Der Geist ist ihnen Beistand, der guten Stand gibt, gerade wenn sie traurigen, sprachlosen, lahmen, trägen, einsamen, verängstigten oder verbitterten Menschen begegnen.

Der Heilige Geist eröffnet Lebensräume, wo alle in die Enge getrieben sind, Freiräume, wo die Lasten drücken, Quellen, wo alles verkarstet, Licht, wo Dunkel herrscht.

Aus: Manfred Scheuer, Und eine Spur von Ewigkeit. Ein geistlicher Begleiter durch das Jahr. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2006.

Gebet

Heute, am Pfingstfest, danken wir Dir,
Gott, für die große Freude
Deiner geisterfüllten Gegenwart und Nähe.
Stürmisch kommst Du mit Deiner Liebe
in unsere Welt um unsere Herzen zu ergreifen.
Dein Geist soll wie Feuer in uns brennen
und so sollen wir Licht sein im Dunkel unserer Zeit.
Schenke uns Mut und Gelassenheit,
wenn wir, von allen bösen Geistern verlassen,
den Kampf gegen die erdrückenden Mächte aufnehmen;
wenn wir geistlosen Parolen widerstehen
und den ewig gestrigen den Kampf ansagen.
Sie sprechen von Deinem Geist,
meinen aber ihren eigenen Vogel,
der ihnen ihre rosa Brille versaut
und so alle Sicht auf den Nächsten nimmt.
Wir wollen Deiner Liebe trauen und Deinem Geist.
Denn, Dein Geist erneuert das Gesicht der Erde.
Alle Menschen warten darauf.
In Christus, unserem Herrn. – Amen.  

 

Gedanken zum Festgeheimnis:

GOTT SAGT: ICH WILL AUSGIEßEN DEN GEIST DER GNADE UND DES GEBETS (Sach 12,10)

Das Liederbuch

Glücklich die Kirche, die neu aufhört zu fragen,
   die nie aufhört zu suchen.
Glücklich die Kirche, die sich selbst in Frage stellt,
   die über sich selber lächeln kann.
Glücklich die Kirche, die Freiheit verbreitet aus ihrem Glauben,
   die Freude ausstrahlt aus ihrem Leben.
Glücklich die Kirche, die den Menschen neue Zuversicht schenkt,
   die den Frieden und die Gerechtigkeit in die Tat umsetzt.
Glücklich die Kirche,
   die ein Ort der Menschlichkeit ist in einer unmenschlichen Welt,
   sie könnte selber Modell sein für eine gute Zukunft.
Glücklich die Menschen dieser Kirche,
   sie brauchen keine Angst mehr zu haben,
   von Gott und den Menschen verlassen zu sein.

Nach Psalm 1, Das Liederbuch. Lieder zwischen Himmel und Erde, Münster, 6. Aufl. 2011.

 

Für den Tag und die Woche: 

Dein Geist, o Gott
bewege uns
und treibe uns an
er mache uns stark und froh
und bereit
Zeugnis zu geben
für dich und dein Wort.

Neu begeistert
wollen wir hinausgehen
in unseren Alltag
und Deinen Frieden weiter tragen
zu allen Menschen
denen wir begegnen.

Dankbar und gesegnet
wollen wir
als Kinder Gottes leben -
erfüllt vom guten Geist:

Dem Geist der Liebe
und des Friedens.

Helene Renner (2020)

Kollekte ist am Pfingstfest für die bischöfliche Aktion: RENOVABIS! 

In diesen Monaten wird uns in einem Ausmaß wie nie zuvor bewusst, wie wertvoll Gemeinschaft ist – in der Familie, im Freundeskreis, vielfach auch im kirchlichen Leben! Kirchliche Solidarität erbittet in diesen Tagen auch RENOVABIS. Denn die Folgen des Corona-Virus treffen die Renovabis-Pfingstaktion empfindlich. Die Pfingstkollekte ist wichtig für die Projektarbeit von Renovabis. Aber durch die weiterhin starken Beschränkungen des öffentlichen Lebens sind kaum Veranstaltungen in unseren Gemeinden möglich und die Zahl der Gottesdienstbesucher bleibt eingeschränkt.
Dennoch geht die Arbeit in den zahlreichen Hilfsprojekten weiter. Menschen in der Ukraine, dem Beispiel-Land der diesjährigen Pfingstaktion, aber auch in zahlreichen anderen Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas, sind auf unsere Solidarität angewiesen.
Bitte unterstützen Sie die Kollekte großzügig oder spenden Sie Ihre Kollekte direkt an Renovabis. Sie können auch einen Briefumschlag mit Ihrer Spende in den Briefkasten am Pfarrhaus stecken oder direkt an das Pfarramtskonto der Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist: DE04 4126 2501 6826 0036 00, Verwendungszweck „Renovabis“ überweisen. Spendenquittungen werden auf Wunsch ausgestellt.

Unsere Bücherei ist wieder geöffnet: sonntags von 10.30 Uhr bis 12 Uhr können Sie in unserer Kath. öffentlichen Bücherei (KöB) Ihren Lesestoff holen. Es gibt durch die Krise gefordert, einige wenige Dinge, die deshalb beachtet werden müssen, aber mit etwas gutem Willen, können alle, in der Bücherei das bekommen, was sie suchen. Donnerstags bleibt die Bücherei weiterhin geschlossen, ebenso in den Sommerferien. Danke fürs Verständnis!!

Einige Frauen haben in den letzten Tagen "Maulverschlußhilfen" genäht. Noch sind welche gegen eine Spende für die Ärmsten in Mexico, Projekt unserer Pfarrei, abzugeben. Sie erhalten sie gegen bei Frau Wiengarten (Tel 02586-970034 oder: fuenf-wiengarten@t-online.de) oder im Eine-Welt-Laden: nach den Gottesdiensten und dienstags von 15 - 17 Uhr und donnerstags von 9 - 11 Uhr! Sich schützen und dabei anderen helfen. Vergelt's Gott!!

Ebenso ist Frau Wiengarten weiterhin zu sprechen - bei allen Fragen und Problemen mit Behörden wenden Sie sich an sie. Sie hilft unkompliziert als Integrationsbeauftragte unserer Pfarrei: fuenf-wiengarten@t-online.de oder 01517 0851570)

(Gottesdienste werden im Internet übertragen: www.bistum-muenster.de und auf www.kirche-und-leben.de. Achten Sie auch auf die verschiedenen Fernsehanstalten - auch dort werden Gottesdienste übertragen.) 

7. Sonntag der Osterzeit – Komm Heiliger Geist – atme aus mir ...

Am Pfingstfest um 10 Uhr wieder Hl. Messe in der Pfarrkirche - bitte Corona-Auflagen beachten.

WIND KANNST DU NICHT SEHEN

Wind kannst Du nicht sehen,
ihn spürt nur das Ohr
flüstern oder brausen wie ein mächt‘ger Chor.

Geist kannst Du nicht sehen;
doch hör, wie er spricht
tief im Herzen Worte voller Trost und Licht.

Wind kannst Du nicht sehen,
aber, was er tut:
Felder wogen, Wellen wandern in der Flut.

Geist kannst Du nicht sehen,
doch, wo er will sein,
weicht die Angst und strömt die Freude mächtig ein.

Hergesandt aus Welten,
die noch niemand sah,
kommt der Geist zu uns, und Gott ist selber da.

(Markus Jenny 1983 - aus dem Schwedischen übersetzt)

 

Immer noch feiern wir das ‚Fest der Feste‘: Ostern. Diese Glaubenserfahrung: 'Das Leben ist stärker als der Tod', in unseren Alltag umzusetzen, dauert seine Zeit. Heute feiert die Kirche weltweit den 7. Sonntag der Osterzeit! Und so geht diese besondere Zeit noch weiter – bis dann, 50 Tage nach Ostern, der Hl. Geist die verschlossenen Türen sprengt und alle ergreifen will, die mit der Botschaft Jesu noch hadern: Pfingsten – 50. Tag nach Ostern. Am kommenden Sonntag feiert die Kirche dann Pfingsten. An diesem besonderen Festtag wollen wir in unserer Pfarrei um 10 Uhr wieder die Hl. Messe feiern. (Lesen Sie dazu den Text am Ende dieser Seite und achten Sie auch auf die Tageszeitung. Fragen: 02586 260 oder: stjohannes-beelen@bistum-muenster.de - Schönen Sonntag!)

 

Gebet und Besinnung zur Feier an diesem Sonntag:

Kyrie – Bitten um Gottes Erbarmen

Heiliger Geist komme über uns,
damit wir Feuer und Flamme sein
und Zeugnis ablegen können von allem,
was die Welt bewegen kann.   Herr, erbarme Dich ...

Heiliger Geist, verwandle uns,
dass wir das Leben so annehmen,
wie es uns zum Ziel führen will.   Christus, erbarme Dich ...

Heiliger Geist, bleibe bei uns,
damit wir einen festen Stand haben,
von dem aus wir die nächsten Schritte wagen.   Herr, erbarme Dich ...

Heiliger Geist, bewege uns,
dass wir nicht selbstzufrieden werden,
sondern bis an unsere Grenzen gehen. Amen.      (Nach: Roland Breitenbach)

 

TAGESGebet

Atme in mir Heiliger Geist.
Ströme aus der Mitte meines Seins.
Sei Du mein Rhythmus,
mein Kommen und Gehen,
mein Werden und Wachsen.
Atme in mir Heiliger Geist.
Sei Du das Leben, das ich fühle,
sei die Sehnsucht, die mich zieht.
Sei Du das Feuer, das in mir brennt
und das Blut, das in mir fließt.
Atme in mir, Heiliger Geist.
Lass mich aufblühen und Dein Lob sein.
Lass mich reif werden
und Frucht bringen.
Lass mich ein Segen sein für diese Erde
und für die Menschen auf ihr. Amen.

 

Evangelium - Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes 

In jener Zeit erhob Jesus seine Augen zum Himmel und sagte: Vater, die Stunde ist gekommen.
Verherrliche Deinen Sohn, damit der Sohn Dich verherrlicht!
Denn Du hast ihm Macht über alle Menschen gegeben, damit er allen, die Du ihm gegeben hast, ewiges Leben schenkt.
Das aber ist das ewige Leben:
dass sie Dich, den einzigen wahren Gott, erkennen und den Du gesandt hast, Jesus Christus.
Ich habe Dich auf der Erde verherrlicht und das Werk zu Ende geführt, das Du mir aufgetragen hast.
Jetzt verherrliche Du mich, Vater, bei Dir mit der Herrlichkeit, die ich bei Dir hatte, bevor die Welt war!
Ich habe Deinen Namen den Menschen offenbart, die Du mir aus der Welt gegeben hast.
Sie gehörten Dir und Du hast sie mir gegeben und sie haben Dein Wort bewahrt.
Sie haben jetzt erkannt, dass alles, was Du mir gegeben hast, von Dir ist.
Denn die Worte, die Du mir gabst, habe ich ihnen gegeben und sie haben sie angenommen.
Sie haben wahrhaftig erkannt, dass ich von Dir ausgegangen bin,
und sie sind zu dem Glauben gekommen, dass Du mich gesandt hast.
Für sie bitte ich; nicht für die Welt bitte ich, sondern für alle, die Du mir gegeben hast; denn sie gehören Dir.
Alles, was mein ist, ist Dein, und was Dein ist, ist mein; in ihnen bin ich verherrlicht.
Ich bin nicht mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt und ich komme zu Dir.      (Joh 17,1-11a)

S t i l l e

FürBITTEn

Feuer Geist Dein Feuer reinigt uns, Du lässt uns nicht als gebrannte Kinder zurück.

Feuriger Geist, verzehre Neid und Gier, die uns besetzen, schmilz die Panzer aus Angst, die uns gefangen halten und versenge Hass und Gewalt, die Länder und Völker verwüsten.

Feuriger Geist, entflamme unser Herz für das, was unserem Leben Mitte gibt und entzünde in uns Leidenschaft und Mitgefühl damit wir brennend unsere Sorge für Deine Schöpfung erkennen.

Feuer Geist, Du machst unsere Dunkelheit hell, in Deiner Lebensglut tauen wir auf.   (Nach: Angela Berlis)

und:

BITTE UM DEN HEILIGEN GEIST

Vater, Du gibst den Geist und verweigerst ihn niemals den Menschen, die Dich um ihn bitten. Mehr als wir selbst ersehnst Du, dass wir ihn empfangen.

In der Gabe des Geistes birgst Du alle Geheimnisse Deiner Liebe, alle Hochherzigkeit deiner Wohltaten. Diese Gabe ist das Geschenk Deines väterlichen Herzens.

Die Gabe des Geistes lässt Dein göttliches Leben in uns einfließen. Du willst unser Herz weit machen nach der weltumfassenden Weite Deines mütterlichen Herzens.

Die Gabe des Geistes hat die Kraft, uns von Grund auf umzuwandeln, uns von unseren Schwächen zu heilen,
dem Bild Deines Sohnes Jesus Christus ähnlich zu werden.

Die Gabe des Geistes umschließt das ganze Glück, der Geist entfacht die Glut zu lieben, in ihm gewährst Du uns das Geschenk der Freude.   Amen.              (Nach: J. Galot)

 

GEBET

Beten wir:
Schenke uns die liebende Kraft,
die uns innerlich zum Guten bewegt,
das reinigende Feuer,
das die Kälte in die Wärme verwandelt,
das strahlende Licht,
das alles Dunkel erleuchtet.
Lass die Flammen der Begeisterung,
Versöhnung und Verständigung in unseren Herzen entzünden
und entflammen – heute und alle Tage. - Amen

SegensBITTEn

Der gütige Gott hat die Jünger durch den Heiligen Geist erleuchtet;
er segne uns und schenke uns den Reichtum seiner Gaben. - Amen.

Jenes Feuer, das in vielen Zungen auf die Jünger herabkam,
reinige unsere Herzen und entzünde in uns die göttliche Liebe. - Amen.

Der Heilige Geist, der die vielen Sprachen im Bekenntnis des einen Glaubens geeint hat,
festige uns in der Wahrheit und führe uns vom Glauben zum Schauen. - Amen.

Das gewähre uns der dreieinige Gott,
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. - Amen.

MEDITATION

Wir haben Sehnsucht nach Gottes Geist:

Er ist der Atem,
der uns leben lässt.
Er ist der Sturm,
der die Botschaft zu allen Menschen bringt.
Er ist das Licht,
das die Welt erleuchtet.
Er ist das Feuer,
das kein Wasser löschen kann.

Wir hoffen auf den Heiligen Geist:

Er ist die Freiheit für alle Unfreien.
Er ist der Friede,
der sich nicht vor anderer Meinung versteckt.
Er ist die Wahrheit,
die unsere Welt dringend braucht.
Er ist der Trost für alle Verlassenen
und die Liebe,
die alle Menschen zusammenführt.

Wir bitten Dich, komm göttlicher Geist:

Sei Atem und Sturm
Licht und Feuer
Freiheit und Friede
Wahrheit und Trost.

Komm
und erfülle uns mit Deiner Liebe.

                                  (Helene Renner 2020)

Am kommenden Sonntag, 31. Mai, feiert die Kirche am 50. Tage nach Ostern das Fest der Geistsendung, PFINGSTEN. Das Wort Pfingsten kommt von der griechischen Zahl: 50 = Pentecostes und erinnert an das Fest Erntedank, das 50 Tage nach der Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten begangen wurde (In der Bibel im Buch Exodus). An diesem Pfingsttag reißen die verängstigten JüngerInnen - versammelt bis dahin versteckt und hinter verschlossenen Türen, die Tore auf und verkünden, 'erfüllt von Heiligem Geist' die Botschaft vom lebendigen Gott. Wir feiern somit Pfingsten auch als die Geburtsstunde der Kirche. Und, weil Pfingsten so ein Fest am Rande darstellt - viele nutzen das "lange Wochenende" für einen Kurztrip in Urlaubsgefilde - weiß kaum jemand diesen Tag der Geistsendung richtig einzuordnen. 

Wir wollen an diesem Pfingstfest wieder mit der Feier der Hl. Messe beginnen. Dabei müssen wir uns aber im Klaren sein, dass wir in naher Zukunft 'keine Zeit nach Corona' haben werden, sondern uns an eine Zeit 'mit Corona' werden gewöhnen müssen. Wir müssen deshalb mit Einschränkungen bei der Feier der Hl. Messe rechnen, auch kann nur eine begrenzte Zahl von Gläubigen die Hl. Messe mitfeiern. Wir danken Ihnen für Ihr Gebet, wir danken allen für das Verständnis! 

Schon hören und lesen wir, dass bei Gottesdiensten - hier waren es die Mitglieder einer Baptistengemeinde in Frankfurt und Umgebung - Menschen sich in großer Zahl angesteckt haben. Wir müssen vorsichtig sein und uns strickt an die Vorgaben halten.  

 

Unsere Bücherei ist wieder geöffnet: sonntags von 10.30 Uhr bis 12 Uhr können Sie in unserer Kath. öffentlichen Bücherei (KöB) Ihren Lesestoff holen. Es gibt durch die Krise gefordert, einige wenige Dinge, die deshalb beachtet werden müssen, aber mit etwas gutem Willen, können alle, in der Bücherei das bekommen, was sie suchen. Donnerstags bleibt die Bücherei weiterhin geschlossen, ebenso in den Sommerferien. Danke für's Verständnis!!

Einige Frauen haben in den letzten Tagen "Maulverschlußhilfen" genäht. Noch sind welche gegen eine Spende für die Ärmsten in Mexico, Projekt unserer Pfarrei, abzugeben. Sie erhalten sie gegen bei Frau Wiengarten (Tel 02586-970034 oder: fuenf-wiengarten@t-online.de) oder im Eine-Welt-Laden: nach den Gottesdiensten und dienstags von 15 - 17 Uhr und donnerstags von 9 - 11 Uhr! Sich schützen und dabei anderen helfen. Vergelt's Gott!!

Ebenso ist Frau Wiengarten weiterhin zu sprechen - bei allen Fragen und Problemen mit Behörden wenden Sie sich an sie. Sie hilft unkompliziert als Integrationsbeauftragte unserer Pfarrei: fuenf-wiengarten@t-online.de oder 01517 0851570)

(Gottesdienste werden im Internet übertragen: www.bistum-muenster.de und auf www.kirche-und-leben.de. Achten Sie auch auf die verschiedenen Fernsehanstalten - auch dort werden Gottesdienste übertragen.) 

 

Christi Himmelfahrt 2020 – Sag mir wo der Himmel ist?

Weißt Du, wo der Himmel ist, nicht so hoch da oben. Sag doch JA zu Dir und mir. Du bist aufgehoben.

Der Himmel ist dort,
wo Menschen einander gut sind,
wo Menschen miteinander reden,

wo Menschen füreinander sorgen,
wo Hungernde Nahrung erhalten,
wo Kranke besucht werden,
wo Traurige getröstet werden,

wo Versöhnung den Streit beendet,
wo Gemeinsinn den Eigensinn ablöst,
wo Menschen miteinander teilen,

wo Gerechtigkeit regiert,
wo jeder Mensch gleich viel gilt,
wo ein Leben in Würde möglich ist.

© Gisela Baltes

 

Für den Tag und für (den Rest der) Woche

Nicht wo der Himmel ist, ist Gott, sondern wo Gott ist, ist der Himmel.
Unbekannt

Überall hat man den Himmel über sich.
Francesco Petrarca

Wer seine Arme nicht den Armen entgegenstreckt, um ihnen eine Gabe zu reichen, streckt sie umsonst zu Gott aus.
(Hl. Bernhardin von Siena, Fest am 20. Mai)

Mit Gott sind alle Dinge möglich.
(Hl. Rita von Cascia, Fest am 22. Mai)

Schau auf die Schuhe - und Du weißt, wer er / wer sie ist.
(Volksmund)

 

Einführung in das Geheimnis des Festes: Christi Himmelfahrt

Bis zum Himmel und höher
Von einem Rabbi wurde erzählt, dass er jeden Morgen vor dem Frühstück zum Himmel aufsteige. Ein Gegner des Rabbi, ein frommer Gelehrter, lachte darüber und legte sich vor Morgengrauen auf die Lauer. Da sah er, wie der Rabbi als Waldarbeiter verkleidet sein Haus verließ und in den Wald ging. Der Gelehrte folgte ihm heimlich. Er sah den Rabbi ein Bäumchen fällen und in Stücke hacken. Dann lud sich der Rabbi die Holzscheite auf den Rücken und schleppte es zu einer armen, kranken, einsamen Frau. Als der Gelehrte durch das Fenster lugte, sah er, wie der Rabbi auf dem Boden kniete und den Ofen anzündete. Als die Leute später den Gelehrten fragten, was es denn nun auf sich habe mit der täglichen Himmelfahrt des Rabbi, antwortete er still: „Er steigt noch höher als bis zum Himmel.“
    Überliefert

 

Gebet

Wenn ich morgens aufstehe
und mich im Spiegel betrachte,
dann habe ich oft Angst:
Was werde ich am Tag erleben,
und gegen wen muss ich mich wieder einmal wehren?

[...]

Dabei weiß ich ganz genau,
dass Du, mein liebender Gott,
wie ein Deich für mich bist.
Du stärkst mir immer wieder den Rücken
und Du sagst zu mir: Kopf hoch, mein Kind!

Wenn ich mit Dir rede,
dann spüre ich auch, dass Du mich hörst.
Ob ich döse, faulenze, unterwegs bin,
arbeite, lache oder weine:
Du hältst mich fest.
Jetzt habe ich keine Angst mehr.

[...] 

Peter Spangenberg

 

EVANGELIUM - Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus:  

In jener Zeit
   gingen die elf Jünger nach Galiläa
   auf den Berg, den Jesus ihnen genannt hatte.
Und als sie Jesus sahen,
   fielen sie vor ihm nieder,
einige aber hatten Zweifel.
Da trat Jesus auf sie zu
und sagte zu ihnen:
   Mir ist alle Vollmacht gegeben im Himmel und auf der Erde.
Darum geht
   und macht alle Völker zu meinen Jüngern;
tauft sie
   auf den Namen des Vaters und des Sohnes
   und des Heiligen Geistes
und lehrt sie,
   alles zu befolgen, was ich euch geboten habe.
Und siehe,
ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt.   (Mt 28,16-20)

S t i l l e

Gedanken zum Evangelium
Jesus beauftragt seine Jünger zu taufen! Taufen? Jesus sieht bei seiner Taufe den Himmel offen: alles ist möglich da, wo Menschen auf Gott vertrauen. Jesu Auftrag: „Lehrt sie, alles zu befolgen, was ich Euch geboten habe!“ Was hat Jesus geboten? Zum Beispiel: Einander die Füße zu waschen! Das heißt: Sich klein machen vor dem anderen und sich vor ihn in den Dreck zu knien; die Arbeit zu verrichten, die der Letzte und Kleinste im Haus zu verrichten hatte. Heißt das also: Es ist Jesu Auftrag an uns, dem anderen die Füße waschen? Nein, wir sollen nicht die Füße waschen, sondern wir sollen die Arbeit verrichten, die den anderen hinein nimmt in das Leben, ihm seinen Platz im Miteinander zurückgibt, ihr Kraft gibt in ihrer Trauer oder Einsamkeit, oder auch nur, ihm Mut macht, um wieder teilzuhaben an der Gemeinschaft! „Schmutzige Füße“ schließen ihn oder sie aus. Den Himmel offen sehen heißt dann: Den Menschen hineinnehmen. Alles wird möglich, wenn Du nur alles möglich werden lässt für den anderen!

 

S t i l l e

 

Fürbittendes Gebet

Ich träume von einem Himmel, der nicht den Müll der Erde kreisen lassen muss.
Wir bitten Dich, Herr, schenke uns die Einsicht, behutsam mit der Schöpfung umzugehen, dass die Sterne wieder lächeln können.

Ich träume von einem Himmel, der nicht strategischen Zielen dienen muss.
Herr, wir bitten Dich, mache uns stark, auf Waffen zu verzichten, dass der Weltraum nicht auch noch von unserem Hass zerrissen wird.

Ich träume von einem Himmel, der Heimat aller Verstorbenen ist.
Lebendiger Herr und Gott, mache uns mutig, alle Menschen in Deiner Nähe zu sehen, dass niemand nur in der Erde vergraben ist.

Ich träume von einem Himmel, der voller Geigen hängt.
Herr, öffne uns die Ohren, Engel singen zu hören, dass Dein Lied der Liebe in aller Welt gehört wird.

Ich träume von einem Himmel, der die Erde von einem Ende bis zum anderen verbindet.
Befreiender Herr und Gott, gib uns gute Gründe, geschlossene Grenzen wieder zu öffnen, Menschen zu begegnen und wir vor Nichts und vor Niemandem Angst haben müssen.

Ich träume von einem Himmel, zu dem ich nicht aufschauen muss, sondern der mich anschaut.
Gott, Vater und Mutter aller Menschen, sieh uns und unser Tun und verwandle alles, was falsch ist in Freude und Miteinander durch Deine Vergebung.

Ich sehe eine neue Erde und einen neuen Himmel. Nach Deiner Verheißung.

S t i l l e

Himmelfahrt für alle Tage

Der Himmel ist anders als Du denkst.
Der Himmel ist eine Wolldecke. Keiner kriegt kalte Füße.
Der Himmel ist ein Augenblick. Nur die Wachen sehen ihn.
Der Himmel ist ein Apfelkuchen. Jeder gibt ein Stück.
Der Himmel ist ein Sack voll Lose, und jedes ist ein Hauptgewinn.
Der Himmel ist ein Hase, den der Schuss des Jägers nicht erwischt.
Der Himmel ist ein Kopfstand. Nur die Mutigen wagen ihn.
Der Himmel ist ein Gegenüber, das zum Miteinander wird.
Der Himmel ist ein Gedicht, und Du bist der Reim.
Der Himmel ist ein Engel, der an den Himmel erinnert.
Der Himmel ist die Möglichkeit: Nach oben offen.      

Susanne Niemeyer

Allen ein frohes und gesegnetes Fest Christi Himmelfahrt, und: schönen „Vatertag“ – ja, es ist toll an dem Tag, an dem Jesus zu seinem Vater heimkehrt, sich derer zu erinnern, die immer wieder zu ihren Kindern, zu ihrer Familie heimkehren um so Vater und Ehemann zu sein. Allen, die das sehr ernst nehmen: einen schönen und erfüllten Tag! Bleiben Sie alle gesund!

Unsere Bücherei ist wieder geöffnet: sonntags von 10.30 Uhr bis 12 Uhr können Sie in unserer Kath. öffentlichen Bücherei (KöB) Ihren Lesestoff holen. Es gibt durch die Krise gefordert, einige wenige Dinge, die deshalb beachtet werden müssen, aber mit etwas gutem Willen, können alle, in der Bücherei das bekommen, was sie suchen. Donnerstags bleibt die Bücherei weiterhin geschlossen, ebenso in den Sommerferien. Danke für's Verständnis!!

Einige Frauen haben in den letzten Tagen "Maulverschlusshilfen" genäht. Noch sind welche gegen eine Spende für die Ärmsten in Mexico, Projekt unserer Pfarrei, abzugeben. Sie erhalten sie gegen bei Frau Wiengarten (Tel 02586-970034 oder: fuenf-wiengarten@t-online.de) oder im Eine-Welt-Laden am Dienstag von 9.30 - 11 Uhr und donnerstags von 15.30 - 17 Uhr! Sich schützen und dabei anderen helfen. Vergelt's Gott!!

Ein Wort zur Situation der Feier der Hl. Messe und anderer Gottesdienste in unserer Pfarrei:

Auch, wenn in vielen Gemeinden in der Nachbarschaft oder in der Diözese Münster schon wieder Gottesdienste gefeiert werden, so haben wir uns im Krisenstab unserer Pfarrei in langen Gesprächen und Beratungen dazu entschlossen, erst ab dem Pfingstfest (31. Mai) Gottesdienste zu feiern. 

"Gesundheit hat Vorrang!" war der Gedanke, der über allen Überlegungen stand. Da wir uns aber im Klaren sind, in naher Zukunft 'keine Zeit nach Corona' zu haben, sondern uns an eine Zeit 'mit Corona' werden gewöhnen müssen, wollen wir in der Pfarrei alles soweit vorbereiten, dass wir nach und nach wieder zu einer würdigen Feier der Hl. Messe und weiterer Gottesdienste unter den bestmöglichen Umständen zurückkehren können. Wir danken Ihnen, wir danken allen für das Verständnis! (Siehe auch den Artikel aus 'Die Glocke' im folgenden Infoblock "Wichtige Informationen" auf unserer Homepage!)

(Gottesdienste werden im Internet übertragen: www.bistum-muenster.de und auf www.kirche-und-leben.de. Achten Sie auch auf die verschiedenen Fernsehanstalten - auch dort werden Gottesdienste übertragen.) 

6. Sonntag der Osterzeit – 17.5.2020 – Es geht um die Liebe

In Liebe den Weg miteinander - durch Dick und Dünn!!!

Christus, der Befreier

Christus ist auf die Welt gekommen,
damit die Menschen das Leben haben
und damit sie es in Fülle haben.
Dass niemand zu einem Gegenstand
zu einer Sache herabgesetzt wird,
dass die Menschenrechte keine
toten Buchstaben seien.

Lasst uns nicht Missbrauch treiben
mit Christus, dem Befreier:
ein so großer Name, ein so tiefer,
ein so reiner Name
kann nur gegen jegliche Sklaverei
verwendet werden.

Dom Hélder Câmara

 

Für den Tag und die Woche

„Ein besonnenes Stillschweigen ist allzeit besser als eine lieblose Wahrheit.“

(Hl. Franz von Sales, Theologe, Ordensgründer und Kirchenlehrer)

 

"Weshalb sich Sorgen machen, wenn man nicht richtig beten kann? In der Stille des Herzens sagt Christus leise: Hab keine Angst, ich bin bei Dir.“

(Roger Schutz, Gründer der Gemeinschaft von Taizé)

 

„Wenn die Menschheit mal so viel Angst vor der Klimaerwärmung hätte,
wie vor
Homosexualität, würden wir im Paradies leben.“
(aus der Sprüchekiste - am Tag [17.5] gegen Trans- und Homophobie)

 

„Mir ist egal ob Du schwarz, weiß, hetero,
bisexuell, schwul, lesbisch,
klein, groß, fett, dünn, reich oder arm bist.
Wenn Du nett zu mir bist,
werde ich auch nett zu Dir sein.
Ganz einfach.“

(Eminem – Rapper, Künstler)

 

Immer noch feiern wir das ‚Fest der Feste‘: Ostern. Diese Glaubenserfahrung: „Das Leben ist stärker als der Tod“, in unseren Alltag umzusetzen, dauert. Und so geht die Osterzeit weiter – bis zur Himmelfahrt Jesu, 40 Tage nach Ostern und dann bis der Hl. Geist (auch uns) alle ergreifen will: Pfingsten – 50. Tag nach Ostern. Heute feiert die Kirche weltweit den 6. Sonntag der Osterzeit! Am kommenden Donnerstag, 21.5. feiern wir, 40 Tage nach Ostern, das Fest: Christi Himmelfahrt!


Gedanken zum 6. Sonntag

Durch die Taufe gehören wir zur Gemeinschaft der Christen. Ob wir aber echte, lebendige Christen sind, zeigt sich erst in unserem Verhalten. Wir sind alle Kinder des einen Gottes. Er schaut nicht auf Äußerlichkeiten, sondern Gott schaut auf unser Herz! Darauf werden wir im heutigen Evangelium mit Jesu Liebeserklärung an Gott und die Menschen hingewiesen. Eins-Werden mit Christus und seine Gebote halten, darauf kommt es an.

 

Gebet

Herr, mache mich zu einem Werkzeug Deines Friedens:
Dass ich dann, wenn ich etwas zu sagen habe,
mich auch einsetze für die, die unterdrückt werden und hilflos sind;
dass ich dann, wenn ich im Mittelpunkt stehe,
mich um die kümmere, die ins Abseits gedrängt werden;
dass ich dann, wenn ich „Farbe bekenne muss“,
auch zu meinem Wort stehe und handle;
dass ich dann, wenn ich einen Fehler gemacht habe,
bereit bin, zu dem zu stehen, was ich falsch gemacht habe;
dass ich dann, wenn ich etwas wiedergutzumachen habe,
mich ohne Einschränkung dazu bekenne;
dass ich dann, wenn ich Verzeihung erwarte,
auch selber bereit bin, uneingeschränkt zu verzeihen! Amen.

 

Stille

 

Evangelium – Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen JüngerInnen:

Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten. Und ich werde den Vater bitten und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt. Ihr aber kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch sein wird. Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen, ich komme zu euch. Nur noch kurze Zeit und die Welt sieht mich nicht mehr; ihr aber seht mich, weil ich lebe und auch ihr leben werdet. An jenem Tag werdet ihr erkennen: Ich bin in meinem Vater, ihr seid in mir und ich bin in euch. Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer mich aber liebt, wird von meinem Vater geliebt werden und auch ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.   (Joh 14,15-21)

 

Stille

 

Fürbitten

Guter Gott und Vater, Jesus hat uns einen Beistand verheißen, der immer bei uns bleibt.  Im Vertrauen auf ihn bitten wir Dich:

Für alle, die sich in der gegenwärtigen Situation von den Verordnungen zur Eindämmung der Pandemie eingeengt fühlen. Wir bitten für alle um Verständnis und Einsicht in das Notwendige.

Für die Mitglieder der Krisenstäbe, die Verordnungen erlassen und Sorge für das Gesundheitswesen tragen. Sie sollen das Wohl aller Menschen im Blick behalten.

Für alle, die durch die notwendigen Einschränkungen wirtschaftlichen Schaden erleiden. Wir bitten für die um Wege, wie sie Schaden verkraften können, und um ausreichend Hilfe für alle.

Für alle beten wir, die durch die Pandemie leiblich oder seelisch zu leiden haben. Wir bitten für sie um Stärke und, dass sie Heilung erfahren, und bei aller Distanz auch die notwendige Nähe spüren.

Für alle beten wir auch in diesen Tagen, die sich von Verschwörungstheorien auf dumme Gedanken bringen lassen und für alle, die Menschen wegen ihrer Hautfarbe, Herkunft oder sexuellen Orientierung belästigen oder beurteilen.

Für alle Kinder und Jugendlichen, deren Fest der Erstkommunion oder der Firmung auf unbestimmte Zeit verschoben worden ist. Wir bitten für alle um Heiligen Geist, der uns in der Taufe zugesagt worden ist.

Für unsere verstorbenen Angehörigen und Freunde und für die vielen Opfer der Pandemie. Frieden sollen sie finden in Deinen himmlischen Wohnungen.

Vater im Himmel, Jesus hat uns Deine Liebe zugesagt. Bei Dir finden wir Leben und Geborgenheit. Dir danken wir in Christus und im Heiligen Geist. – Amen. 


Text zum Besinnen

Den Weg,
den Du vor Dir hast, kennt keiner.
Nie ist ihn einer so gegangen,
wie Du ihn gehen wirst.
Es ist Dein Weg.
Unauswechselbar.

Du kannst Dir Rat holen,
aber entscheiden musst Du.
Hör auf die Stimme
in Deinem Herzen.
Sie redet in Deinen Gedanken
zu Dir.
Vertraue ihr und Dir.

Auch wenn der Weg manchmal finster
und ohne jede
Hoffnung ist,
gehe ihn weiter und versuche
den Glauben und die Hoffnung
wieder zu finden.

Lass Dich von anderen nicht beirren,
sondern gehe Deinen Weg.
Es ist Dein Weg – Dein Leben.

 

Gebet

Dein Friede soll uns erfüllen.
Dein Friede macht uns unruhig.
Dein Friede lässt uns sehnsüchtig werden.
Dein Friede ist Antwort auf unsere Fragen.
Dein Friede ermuntert uns Mut zum Anderssein.
Dein Friede rüttelt uns auf wo wir erstarrt sind.
Dein Friede ruft uns, zur Verständigung beizutragen.
Dein Friede will, dass wir Vertrauen leben.
Dein Friede schickt uns auf die Suche.
Dein Friede will unser Herz ergreifen.
Dein Friede heilt zerrüttete Beziehungen.
Dein Friede sei an allen Tagen mit uns.

Dazu segne Du uns,
Du friedvoller Vater,
Du friedensstiftender Sohn,
Du friedliebender Heiliger Geist. - Amen.

 

Danklied (GL 456 1-4)

Herr, Du bist mein Leben, Herr, Du bist mein Weg. Du bist meine Wahrheit, die mich leben lässt. Du rufst mich beim Namen, sprichst zu mir Dein Wort. Und ich gehe Deinen Weg, Du Herr gibst mir den Sinn. Mit Dir hab ich keine Angst, gibst Du mir die Hand. Und so bitt ich, bleib doch bei mir.

Jesus, unser Bruder, Du bist unser Herr. Ewig wie der Vater, doch auch Mensch wie wir. Dein Weg führte durch den Tod in ein neues Leben. Mit dem Vater und den Deinen bleibst Du nun vereint. Einmal kommst Du wieder, das sagt uns Dein Wort, um uns allen Dein Reich zu geben.  

Du bist meine Freiheit, Du bist meine Kraft. Du schenkst mir den Frieden, Du schenkst mir den Mut. Nichts in diesem Leben trennt mich mehr von Dir, weil ich weiß, dass Deine Hand mich immer führen wird. Du nimmst alle Schuld von mir und verwirfst mich nie, lässt mich immer ganz neu beginnen.

Vater unsres Lebens, wir vertrauen Dir. Jesus, unser Retter, an Dich glauben wir, und Du, Geist der Liebe, atme Du in uns. Schenke Du die Einheit, die wir suchen auf der Welt. Und auf Deinen Wegen führe uns ans Ziel. Mache uns zu Boten Deiner Liebe.

 

Unsere Bücherei ist wieder geöffnet: Sonntags von 10.30 Uhr bis 12 Uhr können Sie in unserer Kath. öffentlichen Bücherei (KöB) Ihren Lesestoff holen. Es gibt durch die Krise gefordert, einige wenige Dinge, die deshalb beachtet werden müssen, aber mit etwas gutem Willen, können alle, in der Bücherei das bekommen, was sie suchen. Donnerstags bleibt die Bücherei weiterhin geschlossen, ebenso in den Sommerferien. Danke für's Verständnis!!

Einige Frauen haben in den letzten Tagen "Maulverschlusshilfen" genäht. Noch sind welche gegen eine Spende für die Ärmsten in Mexico, Projekt unserer Pfarrei, abzugeben. Sie erhalten sie gegen bei Frau Wiengarten (Tel 02586-970034 oder: fuenf-wiengarten@t-online.de) oder im Eine-Welt-Laden am Dienstag von 9.30 - 11 Uhr und donnerstags von 15.30 - 17 Uhr! Sich schützen und dabei anderen helfen. Vergelt's Gott!!

Ein Wort zur Situation der Feier der Hl. Messe und anderer Gottesdienste in unserer Pfarrei:

Auch, wenn in vielen Gemeinden in der Nachbarschaft oder in der Diözese Münster schon wieder Gottesdienste gefeiert werden, so haben wir uns im Krisenstab unserer Pfarrei in langen Gesprächen und Beratungen dazu entschlossen, erst ab dem Pfingstfest (31. Mai) Gottesdienste zu feiern. 

"Gesundheit hat Vorrang!" war der Gedanke, der über allen Überlegungen stand. Da wir uns aber im Klaren sind, in naher Zukunft 'keine Zeit nach Corona' zu haben, sondern uns an eine Zeit 'mit Corona' werden gewöhnen müssen, wollen wir in der Pfarrei alles soweit vorbereiten, dass wir nach und nach wieder zu einer würdigen Feier der Hl. Messe und weiterer Gottesdienste unter den bestmöglichen Umständen zurückkehren können. Wir danken Ihnen, wir danken allen für das Verständnis! (Siehe auch den Artikel aus 'Die Glocke' im folgenden Infoblock "Wichtige Informationen" auf unserer Homepage!)
(Gottesdienste werden im Internet übertragen: www.bistum-muenster.de und auf www.kirche-und-leben.de. Achten Sie auch auf die verschiedenen Fernsehanstalten - auch dort werden Gottesdienste übertragen.)[nbsp]

Maiandacht – Mit Maria durch den Monat Mai

Sie lässt sich ein auf den Unerwarteten - auf den Gott des Lebens

Gedanken zu Beginn

In Monat Mai ehren wir inmitten aller Frauen die Frau, die Jesu Mutter ist. An ihr hat Gott auch Großes getan, weil sie seinem Wort geglaubt hat. Maria hat uns Jesus geboren, der uns die Botschaft von Gott brachte, den er uns als liebenden Vater zeigte. Maria war eine Mutter, die hinter ihrem Sohn zurückgetreten ist, weil sie Gottes Wort in ihrem Herzen spürte. Diese Frau wollen wir ehren und ihr danken, dass sie durch ihren schlichten Glauben an die Verheißung Gottes und durch ihr gläubiges Vorbild auch unsere Mutter, die Mutter aller geworden ist.

Gebet
Gott unser Vater,
Du hast das junge Mädchen Maria
zur Mutter Deines Sohnes auserwählt
und uns in ihr ein Vorbild und Beispiel des Glaubens gegeben.
Sie hat ihr Ja gesprochen zu Deinem Wort und Auftrag.
Voll Freude haben wir uns versammelt,
um Dir dafür zu danken und die die Mutter Jesu zu ehren.
Nimm unser Beten gnädig an
und mehre auch unseren Glauben und unsere Freude an Deinem Wort.
So bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Evangelientext:      „Wer ist Maria?“

Wir hören aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas:

Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria. Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe. Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht Maria, denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären; dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden.                                        Lk 2,26-32

 

Gedanken zur Besinnung

Wer ist Maria? Sie ist ein unbekanntes Mädchen, das vor 2000 Jahren lebte. Niemand nimmt außerhalb der Bibel von ihr Notiz. Geschichtsbücher erwähnen sie nicht. Trotzdem hinterlässt sie Spuren, deutlicher als die Großen der Weltgeschichte. Damit beginnt ihre Geschichte.

Sie ist ansprechbar. Sie lebt nicht in einer geschlossenen Welt. Sie ist keine Gefangene ihres Wunschdenkens. Sie kreist nicht um sich selbst, sie ist grundsätzlich offen, offen auch für den Unerwarteten.

Und das ist ihr Geheimnis. Sie ist offen und ansprechbar – auch für den Unerwarteten. Das ist nicht selbstverständlich und nicht einfach. Denn Gott spricht nicht laut und aufdringlich. Keiner hört Gott unmittelbar. Er spricht immer nur durch andere, oft anders, als wir es erwarten. Eben: Gott ist der Unerwartete.

Die meisten Menschen hören nichts oder – hören nur sich selbst. Maria aber unterscheidet unter den vielen Stimmen – Gottes Stimme! Diese schenkt ihr die unersetzliche Gewissheit: “Der Herr ist mit Dir!“ Mit dir – der Herr! Wir sprechen von begnadeten Künstlern. Maria ist ein begnadeter Mensch. Aber nicht zu übersehen – eben doch ein Mensch.

Denn sie ist betroffen und bestürzt über ihre Erfahrungen mit Gott. Statt erwarteter Freude erfährt sie Angst. Gottes Nähe verwirrt sie. Sein Vertrauen – trifft sie unerwartet im Innersten.

Sie weiß genau: wenn Gott um den Menschen wirbt, - will er den Menschen – ganz!

Maria schweigt. Sie denkt schweigend nach. Nur so kommt der Mensch zum Glauben. Glauben heißt auf keinen Fall alles blind hinnehmen und das Denken anderen überlassen. Maria schweigt und denkt nach. Sie möchte glauben, glauben mit ganzem Herzen.

Fürbitten
Vater im Himmel, Jesus Christus, hat uns das Evangelium vom Reich Gottes verkündet. Seine Botschaft ist eine Botschaft der Liebe und des Vertrauens, denn sie kündet von Dir, dem Heiligen und Guten. Mit Maria kommen wir zu Dir und rufen: 

  • Für die Frauen und Männer, deren Tun dem Frieden und der Gerechtigkeit dient: Erleuchte und stärke sie. - Christus, höre uns.
  • Für alle, die im öffentlichen Leben Verantwortung haben: Leite sie an, damit ihr Handeln und Reden, dem Wohl der Menschen dient. - Christus, höre uns.
  • Für die Familien, deren Zusammenhalt gestört ist: Hilf, dass alle sich nach Kräften mühen, einander zu verstehen und zu verzeihen. - Christus, höre uns.  
  • Für alle, die in Not und Bedrängnis sind: dass ihnen Menschen begegnen, die ihnen beistehen. Christus höre uns.
  • Für alle, die sich sehnen nach einem Leben in Gemeinschaft und Geborgenheit. Schenke ihnen das Gefühl, angenommen und geliebt zu sein. - Christus höre uns.
  • Für unsere Pfarrei: Gott, von Dir geht alles aus und erhält durch Dich seine belebende Kraft. Halte Deine schützende Hand über unser Miteinander. - Christus, höre uns.
  • Für alle Verstorbenen unserer Familien und unserer Pfarrgemeinde: Schenke ihnen dein Heil und vollende an ihnen das Werk deiner Erlösung. - Christus, höre uns.

Wir wollen nun alle unsere Bitten zusammenfassen in dem Gebet, das Jesus uns zu beten gelehrt hat:

Vater unser ...


Gegrüßet sei‘s Du, Maria, voll der Gnade. Der Herr ist mit Dir!
Du bist gebenedeit
(gesegnet) unter den Frauen.
Und, gebenedeit ist die Frucht Deines Leibes: Jesus.

Heilige Maria, Mutter Gott, bitte für uns Sünder!
Jetzt! Und in der Stunde unseres Todes. Amen.

Gebet

Maria, Du hast in Deinem Leben auch nicht immer die Welt verstanden, nicht die Menschen und auch Gott, den Unerwarteten, nicht. Er hat Deinen Glauben ganz schön strapaziert und oftmals auf eine harte Probe gestellt: schon vor der Geburt Deines Sohnes, dann im Tempel, als Dein Sohn Dir ausgerissen war und Du ihn dort erst nach drei Tagen gefunden hast, dann auf dem bitteren Leidensweg Deines Sohnes.

Die Steine gegen ihn haben auch Dich getroffen, Spott und Hohn haben auch Dich verletzt. Und dann die qualvollen Stunden unter dem Kreuz! Wir bitten mit Dir unseren Gott: Lass auch in unserer Zeit viele Menschen Mut haben und ähnlich wie Maria, unerschrocken und mutig mit den Menschen über alles Wenn und Aber hinweg, glauben. Lass sie alle Enttäuschungen überwinden und lass sie zusammen mit allen Menschen die Vision von einer großartigen Kirche nicht aufgeben.

So bitten wir den Unerwarteten, Gott, Vater und Mutter aller Menschen, um seinen Segen

Segen

Gott, unser Vater segne uns.

Er schenke uns, wie damals Maria, den Mut und die Treue,
mit seiner Hilfe auf dem Weg des Glaubens zu bleiben.

Gott der Sohn, unser Bruder, segne uns.

Er schenke uns, wie damals Maria, das Vertrauen ins Gebet,
um den nächsten Schritt voller Hoffnung zu wagen.

Gott, der Heilige Geist segne uns.

Er schenke uns, wie damals Maria, die Liebe zu Gott,
die uns Kraft und Ansporn ist gerade in schweren Zeiten.

Es segne und begleite uns unser guter Gott: (Kreuzzeichen)

Der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

5. SONNTAG DER OSTERZEIT – 10. MAI 2020 – MUTTERTAG

EIN SONNTAG DEN MÜTTERN GEWEIHT - GEDANKEN FÜR DEN TAG UND FÜR DIE WOCHE - OSTERZEIT

Danke

„Kind, hast Du denn

überhaupt schon

was gegessen?“

 

„Brauchst Du noch etwas,

soll ich für Dich kochen,

waschen, bügeln, nähen,

Blumen säen,

Dir Rat geben, Dir Geld borgen,

auf Deine Kinder aufpassen?

Deine Tränen trocknen?“

 

Alles nicht wichtig in diesen Tagen.

Heute und in diesen Zeiten

gilt der Dank Euch Müttern.

Fürsorgerinnen. Heldinnen. Powerfrauen.

Milliardenfach bewährt.

Lassen wir sie nicht allein!

Durch dick und dünn. Für immer.

© Klara Wunder

 

(gefunden: frau und mutter. 
Menschen Leben Vielfalt
Zeitschrift der kfd, N° 05|20, Seite 32)

 

Immer noch feiern wir das ‚Fest der Feste‘: Ostern. Diese Glaubenserfahrung: „Das Leben ist stärker als der Tod“, in unseren Alltag umzusetzen, dauert. Und so geht die Osterzeit weiter – bis zur Himmelfahrt Jesu, 40 Tage nach Ostern und dann bis der Hl. Geist (auch uns) alle ergreifen will: Pfingsten – 50. Tag nach Ostern. Heute feiert die Kirche weltweit den 5. Sonntag der Osterzeit!

Gedanken für den Tag und für die Woche 

Am Muttertag (10.5.) und am 75. Jahrestages der Befreiung Deutschlands (Bundespräsident em. Richard von Weizsäcker) (8.5.):

Wir haben die Erde von unseren Eltern nicht geerbt,
sondern wir haben sie von unseren Kindern nur geliehen.
Uraltes Indianisches Sprichwort

RESPEKT – Alle Kinder sind gleich. Die Kinderrechte gelten für alle Kinder, egal woher ein Kind kommt, welche Hautfarbe oder Religion es hat, ob es ein Mädchen oder Junge ist, ob es reich oder arm, gesund oder behindert ist. (Echte Kinderrechte. Hosentaschen-Leporello vom Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger, Aachen)

NIEMAND FLIEHT FREIWILLIG – Wer in Europa Schutz sucht, hat großes Leid erlebt. Manche Menschen fliehen, weil sie aufgrund ihrer Religion, ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer politischen Anschauungen verfolgt werden. Andere wollen Kriegen und Menschenrechtsverletzungen in ihrer Heimat entkommen. Dabei ist die Flucht nach Europa lebensgefährlich: 2016 starben über 5.000 Menschen bei dem Versuch, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Kein Mensch nimmt diese gefährliche Reise ohne triftigen Grund auf sich. (Argumente für eine humane Flüchtlingspolitik – www.amnesty.de)

 

Andacht und Besinnung für den Sonntag und für die Woche

Gedanken zum Sonntag

Manch einem ist in diesen Tagen die Decke auf den Kopf gefallen. In der Wohnung bleiben – wir bleiben zu Hause. Unser Rückzugsort ist zur Festung geworden – wider Willen. Hingehen, den Platz bereiten, das wurde für uns schon vor langer Zeit getan. Jesus will uns aber nicht auf einen Ort festnageln. Er will uns nicht festhalten, sondern unserem Handeln ein Ziel geben, das nicht in unserem Ermessen liegt. „Ich bereite für Euch vor“, sagt er. Denn wenn wir IHN im Leben gehen, den JesusWeg, dann ist unser Ziel nicht festgenagelt zu sein, sondern mitzuhelfen, andere zu befreien. Das ist sein Weg. Das ist unser Weg.

Kreuzzeichen

TagesGEBET

Dein Name hält uns in Atem.

Gott,
schon immer hat Dein Name
auf dieser Erde gewohnt
und hielt uns in Atem,
verhieß und bedeutete vieles.
Aber in Leben und Tod Jesu Christi
hast Du endgültig geoffenbart,
wer Du bist.
In ihm finden wir Dich,
unseren Vater,
er ist Dein ganzes Wort
und Deine ganze Verheißung.
Wir bitten Dich,
dränge uns hin zu ihm,
damit wir mehr und mehr
vertraut werden mit Dir. Amen.

Huub Oosterhuis in: Reinhard Kürzinger / Bernhard Sill, Das große Buch der Gebete. Über 800 alte und neue Gebetstexte für jeden Anlass. Lizenzausgabe für Verlag Hohe, Erfstadt 2007

EVANGELIUM Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes:

In jener Zeit sprach Jesus zu den Jüngern:
Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten? Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin.
Und wohin ich gehe - den Weg dorthin kennt ihr.
Thomas sagte zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie können wir dann den Weg kennen?
Jesus sagte zu ihm:
   Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich. Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen. Philippus sagte zu ihm: Herr, zeig uns den Vater; das genügt uns.
Jesus sagte zu ihm:
   Schon so lange bin ich bei euch und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater? Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch sage,
   habe ich nicht aus mir selbst. Der Vater, der in mir bleibt, vollbringt seine Werke. Glaubt mir doch, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist; wenn nicht, dann glaubt aufgrund eben dieser Werke! Amen, amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen und er wird noch größere als diese vollbringen, denn ich gehe zum Vater.  (JOH 14,1-12)

S t i l l e

Fürbitten

Herr Jesus Christus, in deiner Liebe wurde Gottes Liebe sichtbar. In deinen Worten hören wir das Wort des Vaters. Wir bitten dich:  

·         Wir beten für alle Frauen und Männer, die in Deiner Kirche tätig sind, sei es ehrenamtlich, sei es hauptamtlich, dass sie ihre Aufgabe immer wieder neu als Dienst begreifen.   

·         Wir beten für alle, die Dein Wort den Menschen nahebringen. Deinen Heiligen Geist sollen sie spüren und verkünden, was Du der Welt notwendend sagen willst.   

·         Wir beten für Papst Franziskus und alle Bischöfe auf der ganzen Welt. Weise sollen sie, inmitten Deiner Kirche, Jesu Liebe zu allen Menschen glaubwürdig leben und verkünden.   

·         Wir beten für alle Länder dieser Welt, die auch in diesen schwierigen Zeiten Flüchtlinge aufnehmen und sich mit Liebe und Hingabe um sie kümmern.   

·         Wir beten für alle Jugendlichen und für alle Kinder. Wir können ihnen Vorbilder sein, damit sie die Nachfolge Jesu erleben und dann selbst aus Glauben handeln.  

·         Wir beten für alle, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden, dass sie sich nicht wertlos fühlen, sondern ihnen Hilfe zuteil werde.   

·         Wir beten für unsere Verstorbenen, dass sie in den ewigen Wohnungen Freude und Erfüllung aller menschlichen Hoffnung erfahren.

Alle Bitten fassen wir zusammen in dem Gebet, dass Jesus uns gelehrt und aufgetragen hat:

Vater unser ...

Hier kann als Danklied: „Das ist der Tag, den Gott gemacht, ...“,
im Gotteslob Nr. 329 1-5 Strophe, gesungen (oder meditiert) werden.

 

1          Das ist der Tag, den Gott gemacht, der Freud in alle Welt gebracht. Es freu sich was sich freuen kann, denn Wunder hat der Herr getan.

2          Verklärt ist alles Leid der Welt, des Todes Dunkel ist erhellt. Der Herr erstand mit Gottes Macht, hat neues Leben uns gebracht.

3          Wir sind getauft auf Christi Tod und auferweckt mit ihm zu Gott. Uns ist geschenkt sein Heil’ger Geist, ein Leben, das kein Tod entreißt.

4          Wir schauen auf zu Jesus Christ, zu ihm, der unsere Hoffnung ist. Wir sind die Glieder, er das Haupt; erlöst ist wer an Christus glaubt.

5          Nun singt dem Herrn das neue Lied, in aller Welt ist Freud und Fried. Es freu sich, was sich freuen kann, denn Wunder hat der Herr getan.

 

Meditation:

Jesus, Du hast gesagt
ICH BIN DER WEG
Dir nachfolgen heißt,
Deinem Beispiel folgen,
Deinen Weg gehen:
den Weg des Miteinander statt gegeneinander
den Weg zu den Menschen
den Weg gegen den Strom der Zeit
den Weg zum Kreuz
den Weg der Liebe.

Du hast gesagt
ICH BIN DIE WAHRHEIT
Dir nachfolgen heißt, Deiner Wahrheit glauben:
der Wahrheit der Güte und Größe Gottes
der Wahrheit der Erlösung von Sünde und Tod
der Wahrheit der Auferstehung
der Wahrheit des Geistes
der Wahrheit der Liebe.

Du hast gesagt
ICH BIN DAS LEBEN
Dir nachfolgen heißt, nach Deinem Beispiel leben:
ein Leben des Mitleids und der Anteilnahme
ein Leben der Verzeihung und der Versöhnung
ein Leben das nach Gottes Willen fragt
ein Leben der Liebe.

Lass uns auf dich schauen
lass uns Dir nachfolgen
Bruder Jesus
der Du WEG - WAHRHEIT - und LEBEN bist
damit unser Leben gelingt.  (Helene Renner, 2020)

Im Monat Mai beginnt alles neu – alles sprießt und blüht neu auf – auch das Leben. In dieser Zeit denken wir auch daran, dass Maria das neue Leben geschenkt hat und beten:

Gegrüßet sei’s Du Maria ...

Dankgebet und Segen – Gebet der Vereinten Nationen


Herr,
unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall.
An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen,
dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden,
nicht von Hunger und Furcht gequält,
nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse Kulturen und Sprachen,
Hautfarbe oder Weltanschauung.
Gib uns Mut und die Voraussicht,
schon heute mit diesem Werk zu beginnen,
damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz
den Namens Mensch tragen. Amen.

Und dazu segne Du uns, Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen!

Einige Frauen haben in den letzten Tagen "Maulverschlusshilfen" genäht. Noch sind welche gegen eine Spende für die Ärmsten in Mexico, Projekt unserer Pfarrei, abzugeben. Sie erhalten sie gegen eine Spende bei Frau Wiengarten (Tel 02586-970034 oder: fuenf-wiengarten@t-online.deoder im Eine-Welt-Laden am Dienstag von 9.30 - 11 Uhr und donnerstags von 15.30 - 17 Uhr! Sich schützen und dabei anderen helfen. Vergelt's Gott!!

Ein Wort zur Situation der Feier der Hl. Messe und anderer Gottesdienste in unserer Pfarrei:

Auch, wenn in vielen Gemeinden in der Nachbarschaft oder in der Diözese Münster schon wieder Gottesdienste gefeiert werden, so haben wir uns im Krisenstab unserer Pfarrei in langen Gesprächen und Beratungen dazu entschlossen, erst ab dem Pfingstfest (31. Mai) Gottesdienste zu feiern. "Gesundheit hat Vorrang!" war der Gedanke, der über allen Überlegungen stand. Da wir uns aber im Klaren sind, in naher Zukunft 'keine Zeit nach Corona' zu haben, sondern uns an eine Zeit 'mit Corona' werden gewöhnen müssen, wollen wir in der Pfarrei alles soweit vorbereiten, dass wir nach und nach wieder zu einer würdigen Feier der Hl. Messe und weiterer Gottesdienste unter den bestmöglichen Umständen zurückkehren können. Wir danken Ihnen, wir danken allen für das Verständnis! (Siehe auch den Artikel aus 'Die Glocke' im folgenden Infoblock "Wichtige Informationen" auf unserer Homepage!)
(Gottesdienste werden im Internet übertragen: www.bistum-muenster.de und auf www.kirche-und-leben.de. Achten Sie auch auf die verschiedenen Fernsehanstalten - auch dort werden Gottesdienste übertragen.) 

Der Mai - Das neue Leben ist sichtbar - es grünt und blüht

Wer's richtig verstanden hat, der bleibet zu Haus ...

Maria
ich grüße in Dir
die Anmut der Frau
das Geheimnis der Schwangerschaft
das Lachen der Mutter

Ich preise in Dir
die gute Hoffnung der Welt
das Keimen des Lebens
die Geburt des Menschen

Ich bete in Dir an
das Wirken des Vaters
die Kraft des Geistes
die Gnade Gottes

Ich erbitte von Dir
die Liebe der Mutter
das Zartgefühl der Frau
das Gebet der Geliebten
jetzt und in der Stunde meines Todes.

(Anton Rotzetter in: Gott, der mich atmen lässt, 1985, Herder Breisgau, Seite 63)

 

Andacht im Marienmonat Mai

Eröffnung:
In diesem Monat denken wir an die Frau, die Jesu Mutter war. An ihr hat Gott Großes getan, weil sie seinem Wort geglaubt hat. Maria hat uns Jesus, den Christus geboren. Er ist Gottes Wort in unseren Alltag, seine Botschaft vom Leben. Maria war die liebenswürdige Frau, die hinter ihren Sohn gestanden hat. Sie erinnerte sich an seine Worte auch in ihren schweren Stunden, sie bewahrte sie in ihrem Herzen. Sie kennt auch unsere Bitten, denn sie kennt das Leben und die Sorgen ums tägliche Brot. Eben an diese Frau wollen wir im Monat Mai denken und für ihren Glauben an Gottes Nähe danken. Sie ist die Mutter Jesu, unseres Bruders und Herrn.

Kreuzzeichen 

Gebet:
Gott unser Vater,

Du hast Dir Maria zur Mutter Deines Sohnes auserwählt
und uns in ihr ein Vorbild und Beispiel des Glaubens gegeben.
Sie hat ihr Ja gesprochen zu Deinem Wort und Auftrag. 
Sie macht uns Mut, auch JA zu sagen.
So denken wir voller Freude an Maria,
um Dir für ihr Zeugnis zu danken. 
Nimm unsere Gebete mit Liebe an
und mehre unseren Glauben
und unseren Freude an Deinem Wort.
So bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.

Schriftlesung:          
Aus dem Hl. 
Evangelium nach Lukas:

Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazareth zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria. Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe. Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen und seine Herrschaft wird kein Ende haben. Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden. Auch Elisabet, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar galt, ist sie jetzt schon im sechsten Monat. Denn für Gott ist nichts unmöglich. Da sagte Maria: Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.                    Lk 1,26-38


Erinnern an den Weg Mariens:


Mutter Gottes, Du bist auch unsere Mutter                  A.: Mutter Gottes, Du bist auch unsere Mutter

Maria, Du bist Gottes Engel begegnet. Er sagte: „Gegrüßet sei’s Du, der Herr ist mit Dir.“ Du hast Gottes Wort geglaubt und vertraut. Dieses Vertrauen ist uns kostbar wie das Licht.

A.: Mutter Gottes, Du bist auch unsere Mutter

Maria, Du warst arm und hast Jesus in einem Stall geboren. Du bist an dieser Situation nicht verzweifelt. Diese Stärke ist uns kostbar wie das Licht in unserem Alltag.

A.: Mutter Gottes, Du bist auch unsere Mutter

Maria, Du hast alle Worte in Deinem Herzen bewahrt, die Jesus gesagt hat. Diese Worte sind auch uns kostbar und das Licht.

A.: Mutter Gottes, Du bist auch unsere Mutter

Maria, Du bist bei vielen Gelegenheiten mit Jesus gegangen, sogar zum Kreuz hast Du ihn begleitet. Wir danken für die Menschen, die uns in diesen Tagen begleiten. Sie sind für uns kostbar wie unser Augenlicht.

A.: Mutter Gottes, Du bist auch unsere Mutter

Maria, Du warst dabei, als Jesus seinen Freunden nach der Auferstehung erschien. Du bist auch Zeugin der Auferstehung geworden. Dieser Glaube ist uns kostbar wie unser Licht.

A.: Mutter Gottes, Du bist auch unsere Mutter

Maria, Du hast nach Jesu Himmelfahrt zusammen mit den Jüngern gebetet. Das wir zu Gott sprechen und beten können, ist uns kostbar wie das Licht.

A.: Mutter Gottes, Du bist auch unsere Mutter

Maria, Du warst Pfingsten dabei, als der Heilige Geist den Jüngern Mut gab. Der Heilige Geist als Gabe Gottes ist uns kostbar wie ein Licht.

A.: Mutter Gottes, Du bist auch unsere Mutter

Maria, Du wurdest in die Himmel aufgenommen. Du bist bei Gott, so wie wir alle einst bei Gott sein werden. Das ist für uns kostbar wie ein Licht.

A.: Mutter Gottes, Du bist auch unsere Mutter

Maria, immer wieder kommen Menschen mit ihrem Leid zu Dir. Sie suchen in Dir die Vertraute. Wir bitten in diesen Tagen, dass Du alle Sorgen mit uns teilst. Du Liebe, Dein Zeugnis ist uns kostbar wie das Licht.

A.: Mutter Gottes, Du bist auch unsere Mutter

Fürbitten:
Vater im Himmel, Jesus Christus, hat uns das Evangelium vom Reich Gottes verkündet. Seine Botschaft ist eine Botschaft der Liebe und des Vertrauens, denn sie kündet von Dir, dem Heiligen und Guten. Mit Maria kommen wir zu Dir und rufen:


V./ A.: Dein Reich komme!

  • Wenn unser Glaube schwach wird               A.: Dein Reich komme!
  • Wenn unsere Hoffnung verloren geht           A.: Dein Reich komme!
  • Wenn unsere Liebe schwindet                      A.: Dein …
  • Wenn wir den Sinn des Lebens verlieren
  • Wenn wir nicht mehr alles machen können, was wir wollen
  • Wenn uns die Decke auf den Kopf fällt
  • Wenn wir von all dem, was uns jetzt nervt, die Nase voll haben
  • Wenn Krankheit und körperliche Schmerzen uns plagen
  • Wenn alte Feindschaften uns plagen
  • Wenn unsere Freunde sterben
  • Wenn wir nicht mehr beten können
  • Wenn wir meinen, Dir nicht mehr vertrauen können

Vater unser

Segen

Gott, unser Vater segne uns.

Er schenke uns, wie damals Maria, den Mut und die Treue, mit seiner Hilfe auf dem Weg des Glaubens zu bleiben.

Gott der Sohn segne uns.

Er schenke uns, wie damals Maria, das Vertrauen ins Gebet, um den nächsten Schritt voller Hoffnung zu wagen.

Gott, der Heilige Geist segne uns.

Er schenke uns, wie damals Maria, die Liebe zu Gott, die uns Kraft und Ansporn ist gerade in schweren Zeiten.

Es segne und begleite uns unser guter Gott:

Kreuzzeichen                  Der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

4. Sonntag der Osterzeit - Der gute Hirte geht voraus

Ein Sonntag mit dem Guten Hirten unterwegs - Gedanken für den Tag und für die Woche - Osterzeit

4. Sonntag in der Osterzeit - Der gute Hirt

 

DEN IHR HERR NENNT...

Den ihr Herr nennt,
der hat sich selbst
nie Herr genannt,
der wollte nicht euer sein.
Glaubt ihr jetzt,
wenn ihr ihn immer so nennt,
dass ihr wirklich
in seinem Sinne redet? 

Erich Kästner

 

Immer noch feiern wir das ‚Fest der Feste‘: Ostern. Diese Glaubenserfahrung: „Das Leben ist stärker als der Tod“, in unseren Alltag umzusetzen, dauert. Und so geht die Osterzeit weiter – bis zur Himmelfahrt Jesu, 40 Tage nach Ostern und dann bis der Hl. Geist (auch uns) alle ergreifen will: Pfingsten – 50. Tag nach Ostern. Heute feiert die Kirche weltweit den 4. Sonntag der Osterzeit!

 

Gedanken für den Tag und für die Woche

"Nach christlicher Vollkommenheit zu streben,
ist die Aufgabe unseres ganzen Lebens." 
(Sel. Adolph Kolping, Gesellenvater und Priester)

 

"Unsere Liebe muss die ganze Welt umfassen." 
(Wahlspruch von M. Euphrasia Pelletiert, Ordensgründerin)

 

"Wenn es im Himmel keine Schokolade gibt, will ich da nicht hin!"
(Volksweisheit auf Servietten gedruckt)

 

"Lachen und Lächeln sind Tor und Pforte,
durch die viel Gutes in den Menschen hineinhuschen kann."
(Christian Morgenstern, Dichter und Denker)

 

"Oft kommt das Glück durch eine Tür herein,
von der man gar nicht wusste,
dass man sie offen gelassen hatte. 
(John Barrymore)

 

"Wenn ich Dich liebgewinne,
kannst Du hereinkommen ohne anzuklopfen."
(Attila József)


Andacht und
Besinnung für den Sonntag und für die Woche

Gedanken zum Sonntag vorweg

Die Sätze "Schau auf Dich – schau auf mich" und "So schützen wir uns" hören wir diese Tage aus allen Werbekanälen. Die Bundesregierung wirbt damit, dass jeder sowohl auf den eigenen Schutz wie auch den Schutz der Mitbürger bedacht ist und die entsprechenden Regeln einhält. Wir haben es nötig, dass wir auf einander schauen und nicht nur jeder auf sein eigenes Wohl bedacht ist. Es tut gut zu wissen, dass auch andere auf mich schauen und darauf bedacht sind, dass es mir gut geht. Am vierten Sonntag der Osterzeit stellt Jesus sich uns als der Gute Hirte vor, der für die Seinen sorgt. Zwischen ihm und den Seinen herrscht ein besonderes Vertrauensverhältnis. Seiner Stimme können wir folgen, ihm können wir uns anvertrauen.                                     (Hans Hütter)

Kreuzzeichen

Gebet
Gütiger Gott,
immer wieder hast Du Dich Deinem Volk als einer erwiesen,
der sich sorgt, begleitet und führt.
Auch durch tiefe Wasser und dunkle Schluchten hindurch.
Wir bitten Dich um Dein Wort,
das uns Wegweisung und Orientierung ist, für unser Leben.
Lass uns erkennen, was uns zum Heile dient.
Das erbitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.      (Gabi Ceric)

Evangelium vom 4. Sonntag der Osterzeit – aufgeschrieben vom Evangelisten Johannes:

In jener Zeit sprach Jesus: Amen, amen, das sage ich Euch: Wer in den Schafstall nicht Durch die Tür hineingeht, sondern anderswo einsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber. Wer aber Durch die Tür hineingeht, ist der Hirt der Schafe. Ihm öffnet der Türhüter und die Schafe hören auf seine Stimme; er ruft die Schafe, die ihm gehören, einzeln beim Namen und führt sie hinaus. Wenn er alle seine Schafe hinausgetrieben hat, geht er ihnen voraus, und die Schafe folgen ihm; denn sie kennen seine Stimme. Einem Fremden aber werden sie nicht folgen, sondern sie werden vor ihm fliehen, weil sie die Stimme des Fremden nicht kennen. Dieses Gleichnis erzählte ihnen Jesus; aber sie verstanden nicht den Sinn dessen, was er ihnen gesagt hatte. Weiter sagte Jesus zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ich bin die Tür zu den Schafen.  Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuber; aber die Schafe haben nicht auf sie gehört. Ich bin die Tür; wer Durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird ein- und ausgehen und Weide finden. Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.   (Joh 10, 1-10)

Fürbitten

Herr, Jesus Christus, Du bist der Gute Hirte und kennst die Sorgen und Nöte der Deinen. Dich bitten wir:

  • Für alle, die in dieser Zeit verunsichert sind und sich um ihre eigene Gesundheit oder die ihrer Angehörigen Sorgen machen. Sie sollen spüren, dass sie nicht allein gelassen sind, dass viele Menschen ihre Sorgen teilen
    und bereit sind, ihnen zu helfen.
  • Für alle, die durch die Pandemie in wirtschaftliche Not gestürzt sind, die sich Sorgen um ihre persönliche wirtschaftliche Zukunft oder um die wirtschaftliche Zukunft ihres Betriebes machen: Sie sollen Wege finden,
    wie ihnen geholfen werden kann und ihre Zuversicht soll stark werden für eine gute Zukunft.
  • Für alle, die in der Kirche einen Hirtendienst wahrnehmen: Freude an ihrer Berufung soll ihnen Mut machen
    und ihnen Kraft geben, damit sie ihre Aufgaben erfüllen können. 
  • Für alle Christen, die unter der geringen Zahl an Priestern, Seelsorgerinnen und Seelsorgern leiden: Ihnen sollen neue Wege gezeigt werden, um ihren Glauben lebendig mit den Menschen zu leben.
  • Für alle Christen, die Deinen Ruf noch nicht gehört haben: Schärfe ihre Sinne, damit sie Deine Stimme erkennen.
  • Für unsere Verstorbenen; insbesondere für unsere verstorbenen SeelsorgerInnen, Seelsorger und Priester.
    Über allen Tod hinaus können sie Vollendung finden bei Dir.                                                                                                                   

Herr, wir danken Dir, dass Du Dein Leben für uns hingegeben hast, und uns zum Vater führst. - Amen.  (Hans Hütter)

Lobpreis
Kehrvers:   Der Herr ist mein Hirt. Er führt mich an Wasser des Lebens.    (GL 37,1)

Großer und treuer Gott, wir treten vor Dich, um Dir zu danken. Du bist der wahre Hirte, der sein Volk hütet wie ein Hirt seine Herde.  Kehrvers

     Den Hirten Abraham hast Du zum Stammvater und Vorbild jenes Volkes gemacht, das Du erwählt und ins Herz geschlossen       hast. Kehrvers

Einst hast Du Israel, Dein Volk, der Hand des Pharaos entrissen und heimgeführt in das verheißene Land, das von Milch und Honig fließt.  Kehrvers

     Den Hirten David hast Du von den Herden geholt und zum König über ganz Israel gesalbt. Mit Weisheit hat er das Volk geführt und vor den Augen aller Völker stark gemacht.  Kehrvers

In Jesus von Nazareth hast Du Dich selbst zum Hirten gemacht, um Dein Volk aufs Neue zu sammeln,
es vor allem Bösen zu schützen und auf gute Weide zu führen.   Kehrvers

     Er ist selbst zum Lamm geworden, das sich für die Seinen geopfert hat, und das neue Volk Gottes aus der Bedrängnis herausgeholt hat.   Kehrvers

Er führt seine Herde zu den Quellen, aus denen das Wasser des Lebens strömt.
Er gibt den Seinen ewiges Leben und lässt sie niemals zugrunde gehen.       Kehrvers

     Für Deine Sorge und Treue danken wir Dir und stimmen wir ein in den Lobgesang der großen Schar, die Du aus allen Nationen und Völkern zusammengeholt hast und die nun vor Dir stehen:  Kehrvers  (Hans Hütter)

Hier kann als
Danklied: Nun lobet Gott im hohen Thron, im Gotteslob Nr. 393 1-3 Strophe, gesungen werden.

Vater unser ...

Gegrüßet sei’s Du Maria ...

Dankgebet und Segen
Gütiger Gott, in dieser Feier hast Du uns gestärkt für unseren Alltag
und die Aufgaben, die uns anvertraut sind.
Du hast Dich uns als guter Hirt erwiesen.
Dafür danken wir Dir.
Lass uns aus Deiner Liebe leben, neue Kraft in diesen schwierigen Zeiten schöpfen
und auf die Stimme Deines Sohnes hören.
Jetzt und alle Tage unseres Lebens. Amen.       (Gabi Ceric)

Wie der gute Hirte sei der Herr vor Dir, um Dir den rechten Weg zu zeigen.
Wie der gute Hirte sei der Herr neben Dir, um Dich auf den Arm zu nehmen und Dich zu tragen, wann Du es nötig hast.
Wie der gute Hirte sei der Herr bei Dir, um Dich zu verteidigen, wenn andere über Dich herfallen.
Wie der gute Hirte sei der Herr unter Dir, um Dich aufzufangen, wenn Du fällst oder aus dem Loch zu befreien, wenn Du hineingefallen bist. Wie der gute Hirte sei der Herr mit Dir:

Es segne und behüte Dich der allmächtige und gütige Gott,
der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.                  (nach einer Vorlage von SeDulus Caelius, 425 - 450 n.Chr.)

Kreuzzeichen

Dieser Gottesdienst liegt auch in gedruckter Form zum Mitnehmen in der Pfarrkirche aus!

Ein Wort zur Situation der Feier der Hl. Messe und anderer Gottesdienste in unserer Pfarrei:

Auch, wenn in vielen Gemeinden in der Nachbarschaft oder in der Diözese Münster schon wieder Gottesdienste gefeiert werden, so haben wir im Krisenstab unserer Pfarrei uns in langen Gesprächen und Beratungen dazu entschlossen, in den kommenden 4 Wochen noch keine öffentlichen Gottesdienste zu feiern. "Gesundheit hat Vorrang!" war der Gedanke, der über allen Überlegungen stand. Da wir uns aber im Klaren sind, in naher Zukunft 'keine Zeit nach Corona' zu haben, sondern uns an eine Zeit 'mit Corona' werden gewöhnen müssen, wollen wir in der Pfarrei alles soweit vorbereiten, dass wir nach und nach wieder zur würdigen Feier der Hl. Messe und Gottesdienste unter den bestmöglichen Umständen zurückkehren können. Wir danken Ihnen, wir danken allen für das Verständnis! (Siehe auch den Artikel aus 'Die Glocke' im folgenden Infoblock "Wichtige Informationen" auf unserer Homepage!)
(Gottesdienste werden im Internet übertragen: www.bistum-muenster.de und auf www.kirche-und-leben.de. Achten Sie auch auf die verschiedenen Fernsehanstalten - auch dort werden Gottesdienste übertragen.) 

3. Sonntag der Osterzeit - wir ziehen weiter

Ein Sonntag mit Zeit für Gott und Familie - für den Tag und für die Woche - Osterzeit

Freundschaft und Liebe

Du bist nicht allein

Sei nicht traurig!
Ich bin da.
Ich tröste dich.
Ich nehme dich in die Arme.
Du bist nicht allein.

Hab keine Angst!
Ich bin da.
Ich stärke dir den Rücken.
Ich beschütze dich.
Du bist nicht allein.

Sei nicht traurig!
Hab keine Angst!
Ich bin da.
Du bist nicht allein!

Gisela Baltes

aus: Gisela Baltes, Mein Engel. Seine Nähe spüren. © 2016 Verlagsgemeinschaft topos plus

Immer noch feiern wir das ‚Fest der Feste‘: Ostern. Diese Glaubenserfahrung: „Das Leben ist stärker als der Tod“, in unseren Alltag umzusetzen, dauert. Und so geht die Osterzeit weiter – bis zur Himmelfahrt Jesu, 40 Tage nach Ostern und dann bis der Hl. Geist (auch uns) alle ergreifen will: Pfingsten – 50. Tag nach Ostern. Heute feiert die Kirche weltweit den 3. Sonntag der Osterzeit!

Gedanken für den Tag und die Woche

„Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns.“
(Franz Kafka, Schriftsteller)


Gedanken für den Tag und die Woche

„Ein Gramm gutes Beispiel wirkt mehr als ein Zentner Worte.“
(Hl. Franz von Sales)


Gedanken für den Tag und die Woche

„Leben, das heißt hoffen und Warten.“
(Ètienne Pivert de Senancour, Schriftsteller)


Gedanken für den Tag und die Woche

„Der Weg, der Dir gezeigt wird, ist nicht weit.
Du musst Deinem Gott nur bis zu Dir selbst entgegengehen.“
(Hl. Bernhard von Clairvaux)


Gedanken für den Tag und die Woche

„Gute Erinnerungen tragen unser Leben.“
(Japanische Weisheit)

 

Andacht – Besinnung im Kreis der Familie oder Freunde

Kreuzzeichen

Gebet
Auferstandener Herr, Gott will, dass Du lebst und in unserer Mitte gegenwärtig bist. Er hat Dich vom Tod auferweckt. Er will auch, dass wir Menschen aus dem Tod in das Leben bringen - Menschen, die an den Rand gedrängt werden, sollen wir in die Mitte rufen; Menschen, die vergessen werden, sollen wir wieder in Erinnerung bringen. Gott will, dass wir mithelfen, Menschen vom Kreuz zu befreien. Nicht nur uns selbst auf einen guten Weg bringen, sondern alle mitnehmen, damit alle grenzenlos das Leben haben und es in Fülle haben. Dass ist die Botschaft von Ostern. Danke dafür und, dass wir sie kennen und aus dieser Botschaft leben. Durch Jesus, den Christus, der mit uns geht, durch Dick und Dünn, zum Leben in Fülle, für alle. Amen.

Evangelium vom 3. Sonntag der Osterzeit, 26. April 2020

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes:

Danach offenbarte sich Jesus den Jüngern noch einmal. Es war am See von Tiberias und er offenbarte sich in folgender Weise. Simon Petrus, Thomas, genannt Didymus (d. h. Zwilling), Natanaël aus Kana in Galiläa, die Söhne des Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern waren zusammen. Simon Petrus sagte zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sagten zu ihm: Wir kommen auch mit. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot. Aber in dieser Nacht fingen sie nichts.

Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer. Doch die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war.  Jesus sagte zu ihnen: Meine Kinder, habt ihr nicht etwas zu essen? Sie antworteten ihm: Nein. Er aber sagte zu ihnen: Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus und ihr werdet etwas fangen. Sie warfen das Netz aus und konnten es nicht wieder einholen, so voller Fische war es. Da sagte der Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei, gürtete er sich das Obergewand um, weil er nackt war, und sprang in den See. Dann kamen die anderen Jünger mit dem Boot - sie waren nämlich nicht weit vom Land entfernt, nur etwa zweihundert Ellen - und zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her.

Als sie an Land gingen, sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer und darauf Fisch und Brot. Jesus sagte zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt. Da ging Simon Petrus und zog das Netz an Land. Es war mit hundertdreiundfünfzig großen Fischen gefüllt, und obwohl es so viele waren, zerriss das Netz nicht. Jesus sagte zu ihnen: Kommt her und esst! Keiner von den Jüngern wagte ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr war. Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch. Dies war schon das dritte Mal, dass Jesus sich den Jüngern offenbarte, seit er von den Toten auferstanden war.                                      Joh 21, 1-14

Stille

(Evtl. ist jetzt die Möglichkeit, ein Gespräch über das Evangelium miteinander zu beginnen. Vielleicht einige Fragen zur Anregung:

Warum kehren die Jünger in ihren Alltag zurück?
Warum erkennen sie „den Herrn“, warum erkennen sie Jesus nicht?

Die Jünger fangen ‚am Tag Fische‘ (in der Nacht werden normalerweise die Fische gefangen!), denn sie handeln auf Jesu Anweisung. Gibt Jesus mir auch Anweisungen? Im Text?

Sie holen die Fische an Land, aber Jesus gibt ihnen zu essen. Was könnte das für mich bedeuten?

Jetzt mit diesen Fragen ein Gespräch beginnen – jede(r) kann sagen, was ihm/ihr wichtig ist)

Stille

Glaubend bekennen:

JESUS LEBT

Seht, er lebt - ja, er lebt,
er stand auf am dritten Tag!
Seht, er lebt - Jesus lebt,
er steht mitten unter uns!

Kommt durch die verschloss'nen Türen,
sagt zu uns: Habt keine Angst!
Kommt wie damals so auch heute
und sagt: Friede sei mit euch!

Und wir hören seine Worte
und es brennt in uns das Herz,
und er bricht das Brot für alle
und die Augen geh'n uns auf.

Keiner lebt nur für sich selber,
keiner stirbt für sich allein,
ob wir leben oder sterben,
wir gehören zu dem Herrn.

Er ist bei uns alle Tage
bis ans Ende dieser Welt,
und es ist kein anderer Name,
der mich selig machen kann!

Seht, er lebt - ja, er lebt,
er stand auf am dritten Tag!
Seht, er lebt - Jesus lebt,
er steht mitten unter uns!

Aus: Lothar Zenetti, Leben liegt in der Luft. Worte der Hoffnung. Matthias Grünewald Verlag Ostfildern 2007.

Fürbitten
Wir kommen mit unseren Sorgen und Nöten zu Dir:
- Öffne unsere Augen für das neue Leben, das Du in uns und durch uns wecken willst.
- Gib allen Kraft, die sich einer hoffnungslosen Situation gegenüber sehen, und schenk ihnen neue Lebensfreude.
- Schenke allen, die sich in den Gemeinden um eine würdige Gestaltung der Gottesdienste mühen, Erfüllung, Lebensfreude und Hoffnung.
- Führe alle unsere Verstorbenen in das ewige Leben.
Herr, wir danken Dir, dass Du uns nahe bist. Amen.

Vater unser ...

Gegrüßet sei’s Du Maria ...

Lied: Gotteslob 326 1-5

1  Wir wollen alle fröhlich sein in dieser österlichen Zeit, denn unser Heil hat Gott bereit.
  KV (nach jeder Strophe:) Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja. Gelobt sei Christus, Marien Sohn.

2   Es ist erstanden Jesus Christ, der an dem Kreuz gestorben ist, ihm sei Lob, Ehr zu aller Frist. KV

3   Er hat zerstört der Höllen Pfort, die Seinen all herausgeführt und uns erlöst vom ewgen Tod. KV

4   Es singt der ganze Erdenkreis dem Gottessohne Lob und Preis, der uns erkauft das Paradies. KV

5   Des freu sich alle Christenheit und lobe die Dreifaltigkeit von nun an bis in Ewigkeit. KV

Kreuzzeichen

Diese kurze Besinnung liegt auch gedruckt in der Pfarrkirche zum Mitnehmen bereit.
Die Pfarrkirche ist tagsüber geöffnet zu Gebet und Stille,
zur Betrachtung und zum Anzünden von Kerzen.

Gottesdienste finden Sie im Internet auf www.bistum-muenster.de 
oder auch auf der Seite unserer Kirchenzeitung: 
www.kirche-und-leben.de.
Aus dem Dom in Münster bis auf weiteres jeden Morgen um 8 Uhr
und am Abend um 18 Uhr aus der Stadtkirche, St. Lamberti.
Bitte achten Sie auch auf die Tageszeitung und weiteren Medien.

 

Kontinuität - Wandlung

sich verändern
und doch
dieselben bleiben

sich entfernen
und doch
erreichbar bleiben

sich lösen
und doch
verbunden bleiben

sich erneuern
und doch
die alten bleiben

Gisela Baltes

Weißer Sonntag - als getaufte Christen wieder durchstarten

2. Sonntag der Osterzeit - für den Tag und für die Woche - Osterzeit

Das Fest des Lebens

Erwacht
zu neuem Leben.

Unsere Freude löse Erstarrtes.
Unsere Liebe schaffe Geborgenheit.

Unsere Güte heile Verbitterungen.
Unsere Sanftmut versöhne Streitende.

Unsere Kraft überwinde Mutlosigkeit.
Feiert das Fest des Lebens! 

Christus ist erstanden.

             Wir mit ihm.             

© Gisela Baltes

 

Am ‚Oktavtag‘, dem 8. Tag der Auferstehung, feiern wir noch immer das ‚Fest der Feste‘: Ostern. Zu schwer, diese Glaubenserfahrung sofort in unseren Alltag zu integrieren, brauchen wir dafür Zeit. Und so geht die Osterzeit noch weiter – bis zur Himmelfahrt Jesu, 40 Tage nach Ostern, und dann bis der Hl. Geist alle ergreifen will: Pfingsten – 50 Tage nach Ostern. Heute ist der 8. Tag der Auferstehung - der Weiße Sonntag – Erinnerung an unserer Taufe!

 

Gedanken für den Tag und die Woche
"
Wir suchen die Wahrheit,
finden wollen wie sie aber nur dort,
wo es uns beliebt."
(Maria von Ebner-Eschenbach - Schriftstellerin)

Gedanken für den Tag und die Woche
"Nicht lange Gebete,
sondern großmütige Handlungen rühren das Herz Gottes."
(Hl. Arnold Janssen - Gründer der Steyler Missionare)

Gedanken für den Tag und die Woche
"Pausen der Stille in meinem Leben, ich brauche sie.
Sie helfen mir, mich selbst und Gott zu finden."
(Hl. Anselm von Canterbury - Bischof und Heiliger am 21. April)

Gedanken für den Tag und die Woche
"Echte Hingabe an eine Sache ist nur mit Freiheit möglich."
(Maria Montessori - Ärztin, Pädagogin)


Andacht - in der Familie, in der Kirche, allein

Kreuzzeichen

Gebet:
Gott, in Jesus Christus bist Du den Menschen nahe gekommen. Die Menschen haben Dich nicht verstanden, Dein Wort durch IHN in unsere Welt gesprochen, haben sie verworfen. Sie haben Deinen Sohn, unseren Bruder und Weggefährten am Kreuz getötet. Du willst aber nicht den Tod, Du willst das Leben und Du hast ihn zu neuem Leben auferweckt. Gib uns Zeit, diese Tat der Liebe für uns im Alltag zu verstehen und öffne unsere Herzen, damit wir aus dem Glauben an Dich und den auferstandenen Herrn handeln und uns für das Leben aller Menschen einsetzen. Darum bitten wir Dich mit Jesus, dem Christus, unseren Herrn und Bruder. Amen.

Frohe Botschaft - Evangelium

Aus dem Hl. Evangelium nach Johannes:

Thomas, genannt Didymus (Zwilling),
einer der Zwölf, war nicht bei ihnen,
als Jesus kam.
Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen.
Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen
Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die
Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege,
glaube ich nicht.
Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder versammelt
und Thomas war dabei.
Die Türen waren verschlossen.
Da kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte:
Friede sei mit euch!
Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger aus - hier sind meine Hände!                                                       
Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite
und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!
Thomas antwortete ihm: Mein Herr und mein Gott!
Jesus sagte zu ihm:
Weil du mich gesehen hast, glaubst du.
Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.      (Joh 20, 24-29)                                                                    Rückseite beachten

Am Tag der Erinnerung an unsere Taufe und für viele auch die Erinnerung an den Tag der Ersten Heiligen Kommunion können wir den Glauben neu bekennen und erneuern. Vielleicht mit diesem Bekenntnis unseres Glaubens:

Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott der Liebe ist
den Schöpfer des Himmels und der Erde

Ich glaube an Jesus
sein mensch gewordenes Wort
den Messias der Bedrängten und Unterdrückten
der das Reich Gottes verkündet hat
und gekreuzigt wurde deswegen
ausgeliefert wie wir der Vernichtung des Todes
aber am dritten Tag auferstanden
um weiterzuwirken für unsere Befreiung
bis dass Gott alles in allem sein wird

Ich glaube an den heiligen Geist
der uns zu Mitstreitern des Auferstandenen macht
zu Brüdern und Schwestern derer
die für Gerechtigkeit kämpfen und leiden

Ich glaube an die Gemeinschaft der weltweiten Kirche
an die Vergebung der Sünden an den Frieden auf Erden,
für den zu arbeiten Sinn hat
und an die Erfüllung des Lebens über unser Leben hinaus.

Amen.                                                                     Kurt Marti

S t i l l e

Fürbitten:
- Wir wollen unsere Augen öffnen für die Not der Menschen.
- Und unsere Hände, um da zuzupacken, wo Not ist.
- Wir bitten für die Regierenden, dass sie bei aller Sorge durch das CoronaVirus die Menschen nicht   vergessen, die in der Enge und Grausamkeit der Flüchtlingslager verzweifeln.
- Wir bitten für unsere Verstorbenen

Vater unser ...

Gegrüßet sei’s Du Maria ...

Danklied: (GottesLob 780 1+2)
  Wahrer Gott, wir glauben Dir. Du bist mit Gottheit und Menschheit hier; Du, der den Satan und Tod überwand,
  der im Triumph aus dem Grabe erstand. Preis Dir, Du Sieger auf Golgatha, Sieger wie keiner! Halleluja.

  Jesus, Dir jauchzt alles zu: Herr über Leben und Tod bist Du; in Deinem Blute gereinigt von Schuld,
  freu‘n wir uns wieder der göttlichen Huld; gib, dass wir stets Deine Wege gehen, glorreich wie Du aus dem Grabe ersteh‘n!

Kreuzzeichen


Dieser kurze Gottesdienst liegt auch gedruckt in der Pfarrkirche zum Mitnehmen bereit.
Die Pfarrkirche ist tagsüber geöffnet zu Gebet und Stille, zur Betrachtung und zum Anzünden von Kerzen.

Gottesdienste finden Sie im Internet auf www.bistum-muenster.de 
oder auch auf der Seite unserer Kirchenzeitung: 
www.kirche-und-leben.de.
Aus dem Dom in Münster bis auf weiteres jeden Morgen um 8 Uhr
und am Abend um 18 Uhr aus der Stadtkirche, St. Lamberti.
Bitte achten Sie auch auf die Tageszeitung und weiteren Medien.

Osterwoche - Das Leben ist schön!

Jeden Tag einen guten Gedanken - immer wieder neu das Geschenk des Lebens in den Blick nehmen

Ostern
verneint nicht die Erfahrung des Kreuzes.

Ostern
verneint nicht die Erfahrung von Krankheit, Leid und Not.

Ostern
ist – als Lebenseinstellung – die Kraft der Hoffnung,
dass das Leben stärker ist als alles Lebensbedrohliche.

Ostern
will die Kraft geben,
im Namen dieser Hoffnung dem Leben zu dienen.

Immer und überall

 Allen weiterhin frohe und gesegnete Ostertage -
noch feiern wir jeden Tag neu das Fest der Auferstehung - Ostern 


Gedanke für den Tag und die Woche:
„Die Aufgabe wechselt nicht nur von Mensch zu Mensch – entsprechend der Einzigartigkeit jeder Person -, sondern auch von Stunde zu Stunde, gemäß der Einmaligkeit jeder Situation.“ (Viktor E. Frankl)

Gedanke für den Tag und die Woche:
Nur für heute werde ich keine Angst haben. Ganz besonders werde ich keine Angst haben, mich an allem zu freuen, was schön ist – und ich werde an die Güte glauben.“ (Hl. Papst Johannes XXIII)

Gedanke für den Tag und die Woche:
„Der Glaube lässt uns begreifen, dass es etwas Unbegreifliches gibt.“ (Hl. Anselm von Canterbury)

 

Andacht für den Tag und die Woche

Kreuzzeichen

Gebet
Gott, voller Dankbarkeit erinnern wir uns an das Fest der Auferstehung. Du hast Deinen Sohn aus dem Tod erweckt, denn Du willst das Leben. Auch wenn unser Leben im Moment sehr eingeschränkt ist, so sind wir doch voller Freude über das Leben, das stärker ist, als aller Tod. Lass uns spüren, wie gut uns das tut, Dich, den Gott des Lebens zu kennen und Dir, dem Gott des Lebens, zu trauen. Lass uns dankbar sein für jede Stunde, für jeden Tag und dafür, dass wir die Botschaft Deines Sohnes hören, sie umsetzen und voller Freude zupacken. Datum bitten wir Dich mit IHM, Jesus Christus, Deinem Sohn und unserem auferstandenen Bruder und Herrn. Amen. 

Bibeltext – Evangelium – frohmachende Botschaft, aufgeschrieben beim Evangelisten Johannes:

Die Erscheinung Jesu vor Maria von Magdala

Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Während sie weinte, beugte sie sich in die Grabkammer hinein. Da sah sie zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, den einen dort, wo der Kopf, den anderen dort, wo die Füße des Leichnams Jesu gelegen hatten. Diese sagten zu ihr: Frau, warum weinst du? Sie antwortete ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen und ich weiß nicht, wohin sie ihn gelegt haben. Als sie das gesagt hatte, wandte sie sich um und sah Jesus dastehen, wusste aber nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie meinte, es sei der Gärtner, und sagte zu ihm: Herr, wenn du ihn weggebracht hast, sag mir, wohin du ihn gelegt hast! Dann will ich ihn holen. Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und sagte auf Hebräisch zu ihm: Rabbuni!, das heißt: Meister. Jesus sagte zu ihr: Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh aber zu meinen Brüdern und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott. Maria von Magdala kam zu den Jüngern und verkündete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen. Und sie berichtete, was er ihr gesagt hatte.   (Joh 20,11-18)

S t i l l e

Fürbitte:
Für alle beten wir, die zu zweit unterwegs sind um gute Weggemeinschaft und das Wissen, dass alles einen tiefen Sinn hat und für alle, die allein sind oder sein müssen, dass sie an die Nähe Gottes glauben und daraus Kraft finden ...

Vater unser ...

Gegrüßet sei’s Du Maria ...

Kreuzzeichen

Gottesdienste finden Sie im Internet auf www.bistum-muenster.de oder auch auf der Seite unserer Kirchenzeitung: www.kirche-und-leben.de. Aus dem Dom in Münster bis auf weiteres jeden Morgen um 8 Uhr und am Abend um 18 Uhr aus der Stadtkirche, St. Lamberti. Bitte achten Sie auch auf die Tageszeitung und weiteren Medien.

Ostern - Das Leben hat einen neuen Anfang genommen

Er geht alle Wege mit - auch wenn wir es nicht erkennen - wenn wir IHN nicht erkennen!

Ostern 2020

Ostern
verneint nicht die Erfahrung des Kreuzes.

Ostern
verneint nicht die Erfahrung von Krankheit, Leid und Not.

Ostern
ist – als Lebenseinstellung – die Kraft der Hoffnung,

dass das Leben stärker ist als alles Lebensbedrohliche.
Ostern
will die Kraft geben,
im Namen dieser Hoffnung dem Leben zu dienen.
Immer und überall

Mit diesem Text aus einem Ostergruß wünscht die Pfarrei St. Johannes Baptist von ganzem Herzen allen Gläubigen wo auch immer sie dieses Fest feiern frohe und gesegnete Ostern. Dieser Wunsch geht an alle, die nun im Kreis der engen Familie oder auch für sich allein, dieses wunderbare und unglaubliche, das Fest aller Feste, feiern. Bleiben Sie gesund und genießen Sie trotzdem diese wunderbare Osterzeit. 

 

Besinnung am 2. Festtag:

Kreuzzeichen

Gebet:
Gott, auch wenn wir als Familie oder allein, oder zu zweit wie die Jünger von Emmaus unterwegs sind, wissen wir dass Du uns in Deinem Sohn nahe bist. Du hast ihn aus dem Tod erweckt in das Leben, das niemals endet. So ist er ganz bei Dir und ganz bei uns. Wir danken Dir für seine Wegbegleitung. Lass ihn uns erkennen und ihn einladen bei uns zu bleiben, auch wenn er uns fremd vorkommt. Denn ohne dass wir es wissen, ist er uns in den Menschen nah. Dafür danken wir Dir mit Jesus, dem Christus, Deinem Sohn, unserem Bruder und Herrn. Amen. 

Evangelium - die frohe Botschaft vom zweiten Tag der Auferstehung - Ostermontag:

Die Begegnung mit dem Auferstandenen auf dem Weg nach Emmaus

Am gleichen Tag waren zwei von den Jüngern auf dem Weg in ein Dorf namens Emmaus, das sechzig Stadien von Jerusalem entfernt ist. Sie sprachen miteinander über all das, was sich ereignet hatte. Während sie redeten und ihre Gedanken austauschten, kam Jesus hinzu und ging mit ihnen. Doch sie waren wie mit Blindheit geschlagen, so dass sie ihn nicht erkannten. Er fragte sie: Was sind das für Dinge, über die ihr auf eurem Weg miteinander redet? Da blieben sie traurig stehen, und der eine von ihnen - er hieß Kleopas - antwortete ihm: Bist Du so fremd in Jerusalem, dass Du als einziger nicht weißt, was in diesen Tagen dort geschehen ist? Er fragte sie: Was denn? Sie antworteten ihm: Das mit Jesu von Nazareth. Er war ein Prophet, mächtig in Wort und Tat vor Gott und dem ganzen Volk. Doch unsere Hohenpriester und Führer haben ihn zum Tod verurteilen und ans Kreuz schlagen lassen. Wir aber hatten gehofft, dass er der sei, der Israel erlösen werde. Und dazu ist heute schon der dritte Tag, seitdem das alles geschehen ist. Aber nicht nur das: Auch einige Frauen aus unserem Kreis haben uns in große Aufregung versetzt. Sie waren in der Frühe beim Grab, fanden aber seinen Leichnam nicht. Als sie zurückkamen, erzählten sie, es seien ihnen Engel erschienen und hätten gesagt, er lebe. Einige von ihnen gingen dann zum Grab und fanden alles so, wie die Frauen gesagt hatten; ihn selbst aber sahen sie nicht.

Da sagte er zu ihnen: Begreift ihr denn nicht? Wie schwer fällt es Euch, alles zu glauben, was die Propheten gesagt haben. Musste nicht der Messias all das erleiden, um so in seine Herrlichkeit zu gelangen? Und er legte ihnen da, ausgehend von Mose und allen Propheten, was in der gesamten Schrift über ihn geschrieben steht. So erreichten sie das Dorf, zu dem sie unterwegs waren. Jesus tat, als wolle er weitergehen, aber sie drängten ihn und sagten: Bleib doch bei uns; denn es wird schon bald Abend, der Tag hat sich schon geneigt. Da ging er mit hinein, um bei ihnen zu bleiben. Und als er mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis, brach das Brot und gab es ihnen. Da gingen ihnen die Augen auf, und sie erkannten ihn; dann sahen sie ihn nicht mehr. Und sie sagten zueinander: Brannte uns nicht das Herz in der Brust, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schrift erschloss? Noch in derselben Stund brachen sie auf und kehrten nach Jerusalem zurück, und sie fanden die Elf und die anderen Jünger versammelt. Diese sagten: Der Herr ist wirklich auferstanden und ist dem Simon erschienen. Da erzählten auch sie, was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn erkannt hatten, als er das Brot brach.               (Lk 24, 13 - 35)

S t i l l e 

Fürbitte: Beten wir für alle, die IHN nicht erkennen können, weil sie so vieles andere in ihrem Blick haben. Und für alle beten, wir, die in diesen Tagen an Einsamkeit leiden, die allein unterwegs sind oder auf ihren Zimmern, in ihrer Wohnung oder im Altenzentrum bleiben müssen.  

Vater unser ...

Gegrüßet sei's Du Maria ...

Kreuzzeichen

 

„An Ostern Auferstehung feiern
mit vielen bunten Ostereiern.
Sie gehören auch zum Fest
wie das kleine Osternest.
Doch des Festes tiefer Sinn
führt zu Jesus Christus hin.“

Oster-Wunsch
Niemand konnte sich vor 6 Wochen vorstellen, dass wir so eine intensive und lange Fastenzeit bekommen würden und dann nicht mal eine gemeinsame Auferstehungsfeier! „Auferstanden ist der Herr! Halleluja!“ singen Christen zusammen an Ostern. Gott hat es mit seinem Sohn geschafft, jetzt müssen wir es mit unseren Kindern schaffen! Wir müssen jetzt wieder hochkommen, wir müssen uns gegen dieses alles erdrückende Gefühl von Ohnmacht gegen das Virus erheben. Es ist nicht das Virus allein, das uns niederdrücken will, es zeigt auch unsere Ohnmacht und Machtlosigkeit. Aber wir stehen auf gegen die nervende Ungewissheit, gegen das Gefühl von Hilflosigkeit. Ostern kommt genau richtig – auch wenn wir nicht zusammen feiern können. Wir wissen um unseren Glauben, um die Stärke unseres Glaubens. Gott hat den Tod besiegt. Wir besiegen unsere Hilflosigkeit. Wir machen uns Mut. Wir schaffen es aufzustehen und gemeinsam zu singen: Auferstanden ist der Herr! Halleluja!“ 

Das Bild entstand bei einem der vielen Spaziergänge an den drei Eichen - historischer Ort in Beelen.

Gottesdienste finden Sie im Internet auf www.bistum-muenster.de oder auch auf der Seite unserer Kirchenzeitung: www.kirche-und-leben.de. Aus dem Dom in Münster bis auf weiteres jeden Morgen um 8 Uhr und am Abend um 18 Uhr aus der Stadtkirche, St. Lamberti. Bitte achten Sie auch auf die Tageszeitung und weiteren Medien.

 

O s t e r n - Gott will nicht den Tod - Gott will das Leben!

Auferstanden ist der Herr - Halleluja - das Grab ist leer! Gottes Liebe ist stärker als der Tod - Halleluja!!

Ostern 2020

Ostern
verneint nicht die Erfahrung des Kreuzes.

Ostern
verneint nicht die Erfahrung von Krankheit, Leid und Not.

Ostern
ist – als Lebenseinstellung – die Kraft der Hoffnung,
dass das Leben stärker ist als alles Lebensbedrohliche.

Ostern
will die Kraft geben, im Namen dieser Hoffnung dem Leben zu dienen.

Immer und überall

Mit diesem Text aus einem Ostergruß wünscht die Pfarrei St. Johannes Baptist von ganzem Herzen allen Gläubigen wo auch immer sie dieses Fest feiern frohe und gesegnete Ostern. Dieser Wunsch geht an alle, die nun im Kreis der engen Familie oder auch für sich allein, dieses wunderbare und unglaubliche, das Fest aller Feste, feiern. Bleiben Sie gesund und genießen Sie trotzdem diese wunderbare Osterzeit. 

  

Andacht am Osterfest mit der Familie (diese Andacht finden Sie auch im Ostergruß der Pfarrei!)

Es wäre schön, wenn vor der Feier eine Osterkerze oder eine Kerze angezündet würde. Das Licht, das die Dunkelheit hell macht. 

Wir beginnen unsere Feier mit dem Kreuzzeichen.

Im Römerbrief heißt es: „Sind wir nun mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden!“ und wir jubeln weiter: „Auferstanden ist der Herr! Halleluja, Halleluja, Halleluja!“ (Den singbaren Kehrvers finden Sie im Gotteslob [GL] unter der Nummer: 644, 3)

Gebet:
Gott, Du hast diesen Tag neu geschenkt durch die Freude der Auferstehung unseres Bruders und Herrn Jesus. Erwecke in Deiner Kirche, die nun vereinzelt durch die Umstände dieser Tage Dein Wort hört und daraus Kraft schöpft, den Geist des Miteinanders, den Du uns schon in der Taufe geschenkt hast, damit wir zusammen Dein Wort der Auferstehung hören und mit offenen Herzen und Händen den Weg neu aufeinander zugehen. Amen.

Osterevangelium - aus dem Evangelium nach Matthäus - Die Erscheinung des Auferstandenen vor den Frauen:

Nach dem Sabbat, beim Anbruch des ersten Tages der Woche, kamen Maria aus Magdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen. Plötzlich geschah ein gewaltiges Erdbeben; denn ein Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat an das Grab, wälzte den Stein weg und setzte sich darauf. Sein Aussehen war wie ein Blitz und sein Gewand weiß wie Schnee. Aus Furcht vor ihm erbebten die Wächter und waren wie tot. Der Engel aber sagte zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht euch den Ort an, wo er lag! Dann geht schnell zu seinen Jüngern und sagt ihnen: Er ist von den Toten auferstanden und geht euch voraus nach Galiläa, dort werdet ihr ihn sehen. Das habe ich euch gesagt. Sogleich verließen sie das Grab voll Furcht und großer Freude und sie eilten zu seinen Jüngern, um ihnen die Botschaft zu verkünden. Und Jesus kam ihnen entgegen und sagte: Seid gegrüßt! Sie gingen auf ihn zu, warfen sich vor ihm nieder und umfassten seine Füße. Da sagte Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht und sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa gehen und dort werden sie mich sehen. (Mt 28,1-10)

Stille

Fürbitten:

Im Licht der Osterkerze erkennen wir Jesus als unser Licht. Zu ihm rufen wir voller Freude:

- Durch das Dunkel dieser unwirklichen Zeit hindurch begleitest Du uns und bist DAS Licht in aller Dunkelheit. Wir wollen unsere Augen öffnen, um im Licht der Auferstehung die Schönheit der Welt neu wahrzunehmen. – Gott, Licht in aller Dunkelheit: Wir bitten Dich, erhöre uns!

-  Gott, durch die Auferweckung Deines Sohnes aus dem Tod soll alle Angst ein Ende haben, alle Hoffnung ein Ziel. Wir bitten für alle, die in diesen Tagen Angst haben, die um Kranke besorgt sind und die sich ihrer Angehörigen erinnern. – Gott, inmitten Deiner Menschen gegenwärtig: Wir bitten Dich, erhöre uns!

-  Gott, in der Auferstehung Jesu hast Du uns eine neue Freiheit geschenkt. Wir wollen uns einsetzen für die Freiheit aller! Heute denken wir besonders an alle, die in Flüchtlingslagern weltweit zum Spielball der Mächte wurden. – Gott, der Du die Freiheit für alle Menschen willst: Wir bitten Dich, erhöre uns!

- In der Auferstehung Deines Sohnes hast Du allen Menschen ein Tor zum Himmel eröffnet. Wir sind traurig über alle Menschen, die uns im Tod genommen wurden. Wir freuen uns aber auch, dass Du allen Verstorbenen den Himmel über allen Tod hinaus geöffnet hast. - Ewig liebender Gott: Wir bitten Dich, erhöre uns!

Alle Bitten legen wir in das Gebet, das Jesus uns geschenkt hat: Vater Unser ...

Gegrüßet sei’s Du Maria ...

Vielleicht nun das Lied singen: GL 778 1-3 Das Grab ist leer!

Wir beschließen unsere Feier mit dem Kreuzzeichen.

„An Ostern Auferstehung feiern
mit vielen bunten Ostereiern.
Sie gehören auch zum Fest
wie das kleine Osternest.
Doch des Festes tiefer Sinn
führt zu Jesus Christus hin.“

Oster-Wunsch
Niemand konnte sich vor 6 Wochen vorstellen, dass wir so eine intensive und lange Fastenzeit bekommen würden und dann nicht mal eine gemeinsame Auferstehungsfeier! „Auferstanden ist der Herr! Halleluja!“ singen Christen zusammen an Ostern. Gott hat es mit seinem Sohn geschafft, jetzt müssen wir es mit unseren Kindern schaffen! Wir müssen jetzt wieder hochkommen, wir müssen uns gegen dieses alles erdrückende Gefühl von Ohnmacht gegen das Virus erheben. Es ist nicht das Virus allein, das uns niederdrücken will, es zeigt auch unsere Ohnmacht und Machtlosigkeit. Aber wir stehen auf gegen die nervende Ungewissheit, gegen das Gefühl von Hilflosigkeit. Ostern kommt genau richtig – auch wenn wir nicht zusammen feiern können. Wir wissen um unseren Glauben, um die Stärke unseres Glaubens. Gott hat den Tod besiegt. Wir besiegen unsere Hilflosigkeit. Wir machen uns Mut. Wir schaffen es aufzustehen und gemeinsam zu singen: Auferstanden ist der Herr! Halleluja!“ 

Das Bild ist vom Osterfeuer unserer Landjugend (KLJB) am Ostersonntag im vergangenen Jahr. 

Gottesdienste finden Sie im Internet auf www.bistum-muenster.de oder auch auf der Seite unserer Kirchenzeitung: www.kirche-und-leben.de. Aus dem Dom in Münster bis auf weiteres jeden Morgen um 8 Uhr und am Abend um 18 Uhr aus der Stadtkirche, St. Lamberti. Bitte achten Sie auch auf die Tageszeitung und weiteren Medien.

K A R S A M S T A G - Jesus liegt im Grab

Seine Mutter, seine Freunde und Freundinnen nehmen Abschied - wie wir, wenn wir an den Gräbern unserer Lieben weinen

Das letzte der inzwischen so vertrauten Bilder vom Kreuzweg im österreichischen Wallfahrtsort Mariazell zeigt, was wir alle kennen: Der liebe Verstorbenen wird auf den Friedhof hinausgetragen und in das Grab gelegt. So findet die Katastrophe des Todes eines lieben Menschen an seinem Grab einen weiteren Tiefpunkt. 
In dieser Zeit müssen die meisten Menschen bei Beerdigungen zu Hause bleiben. Wir bleiben zu Hause, auch sonst - wie an diesem schönen Frühlingstag, an diesem Karsamstag. Oder, wir können zur Kirche gehen und dort Blumen niederlegen - wie wir das sonst auf den Gräbern unserer Lieben tun. Wir drücken so unsere Liebe zu unseren Verstorbenen aus. Und die in die Kirche gebrachten Blumen drücken die Liebe seiner Gläubigen aus - zu ihm.

Zum letzten Mal in diesem Jahr wenden wir uns dem KreuzWeg Jesu zu: 

14. Station    Jesu Leichnam wird ins Grab gelegt

Herr Jesus Christus, der Du Deine letzte Ruhestätte gefunden hast – Erbarme Dich über uns und über die Eine Welt.

Meditation – Gedanken zum Bild:

Wahre Freundschaft bis ans Grab, die wenigen, die ihm geblieben sind, die Liebenden bleiben. Du Quelle der Gerechtigkeit, Deine Liebe fließt über den Tod hinaus.

Jesus, schenke uns Mut bei aller Leere und Verlassenheit!

Die Frage nach dem „Wohin?“ steht jetzt im Raum und wir sehnen uns nach Orten des Rückzugs und der Würde. Deine Freunde begleiten Dich bis zum Schluss. Dein Leben und Dein Zeugnis hat Platz behalten in ihren Herzen. Du hast ihnen die Fülle des Lebens geschenkt, jetzt erfahren sie Trost in aller Trauer durch ihren Glauben an Gott. Die vertrauen darauf: Gott kennt Wege, die über das Denken des Menschen hinausgehen.

Gott des Friedens und inniger Freude, wir bitten Dich: Wenn die Welt den Menschen immer noch und immer wieder Unrecht antut: Du bist größer als alles, was das menschliche Denken fassen kann. Stärke alle auf dem Weg in ihrer Einsamkeit und in ihrem Schmerz. Bleib bei allen in den Stunden des Abschieds und wenn sie Loslassen müssen. Bleib bei den Menschen in ihrer tiefsten Traurigkeit.

Herr, erbarme Dich meiner, Christus, erbarme Dich unser.

Karsamstag - Tag der Grabesruhe

Der Karsamstag ist der einzige Tag im Kirchenjahr, an dem weltweit keine Hl. Messe gefeiert wird. Wir denken an diesem Tag an den ins Grab gelegten Herrn. Alle sind eingeladen, an diesem Tag Blumen in die Pfarrkirche zu bringen, Blumen an das Grab Jesu. (Diese kurze Gebetszeit liegt zum Innehalten auch in der Pfarrkirche aus!)

Kurze Gebetszeit - Zeit zur Besinnung

Kreuzzeichen

S t i l l e

Gebet:
Allmächtiger, liebender Gott, Dein Sohn ist in das Totenreich hinabgestiegen. Du Du willst aber nicht, dass er im Tod bleibt. Du, Gott, willst das Leben und Du zeigst uns: Deine Liebe, Gott, ist stärker als aller Tod. Der Tod hat nicht das letzte Wort. Lass uns darauf vertrauen, auch wenn alles Tod schreit! Du Gott rufst allen zu: Leben. Du willst den Neubeginn, nach dem Abstieg schenkst Du den Aufstieg. Das hast Du den Menschen gezeigt in Deinem Sohn, Jesus dem Christus, heute und jeden Tag bis in Deine Ewigkeit. Amen. 

Bibeltext aus dem Brief des Heiligen Petrus: 

Dazu seid ihr berufen worden; denn auch Christus hat für euch gelitten und euch ein Beispiel gegeben, damit ihr seinen Spuren folgt. Er hat keine Sünde begangen und in seinem Mund war keine Falschheit. Als er geschmäht wurde, schmähte er nicht; als er litt, drohte er nicht, sondern überließ seine Sache dem gerechten Richter. Er hat unsere Sünden mit seinem eigenen Leib auf das Holz des Kreuzes getragen, damit wir tot sind für die Sünden und leben für die Gerechtigkeit. Durch seine Wunden seid ihr geheilt. (1 Petr 2,21-24)

S t i l l e

Meditationstext am "Grab Jesu" - letzter Chor aus J. S. Bachs Johannespassion:

Ruht wohl, ihr heiligen Gebeine;
die ich nun weiter nicht beweine;
ruht wohl und bringt auch mich zur Ruh.

Das Grab, so euch bestimmt ist
und ferner keine Not umschließt,
macht mir den Himmel auf und schließt die Hölle zu.

Ruht wohl, ihr heiligen Gebeine,
die ich nun weiter nicht beweine;
ruht wohl und bringt auch mich zur Ruh.   (Unbekannter Verfasser)

S t i l l e

Fürbitte: Öffne mir mein Herz und meine Augen, dass ich das Leben wahrnehme und darauf vertraue: Gott, Deine Liebe ist größer als unser Herz ...

Vater unser ...

Gegrüßet sei's Du Maria ...

Kreuzzeichen 

Gottesdienste an Ostern
Bitte schauen Sie auch auf die Seite des Bistums Münster: www.bistum-muenster.de
oder auf die Seite: www.kirche-und-leben.de

"Auferstanden ist der Herr. Halleluja, Halleluja, Halleluja!" - "Das Grab ist leer, der Held erwacht, der Heiland ist erstandenen. Da sieht man seiner Gottheit Macht: sie macht den TOD zu Schanden." (GL 778 1)

20 Uhr: Die Osternacht (mit Bischof Felix, Dom - Abend vom Karsamstag) Internet

23 Uhr: #feiern wir in effata (Jugendkirche Münster) Internet

10 Uhr: Ostern in Rom - mit Papst Franziskus - Die Feier endet mit dem Segen 'Urbi et Orbi' ZDF

11 Uhr Ostersonntag und Ostermontag (mit Bischof Felix im Dom Münster) Internet

In den Tagen nach Ostern - in der Osterzeit - wird wieder bis auf weiteres um 8 Uhr aus dem Dom in Münster und um 18 Uhr aus St. Lamberti, Münster, die Hl. Messe im Internet übertragen. Weitere Hinweise finden Sie auf den angegebenen Adressen im Internet. 

Schon seit Monaten reden Politiker und Verantwortliche in Deutschland, sie reden und reden: Denn sie überlegen laut, ob sie Kinder von der Insel Lesbos, aus dem Flüchtlingslager Moria, nach Deutschland holen können. Sie sprechen davon, wir hören davon. Es geschieht nichts! Doch, es geschieht etwas: Nach Ostern wollen sie 50 (fünfzig!!!) Kinder nach Deutschland holen!! 50 Kinder!!!! 

K A R F R E I T A G - Jesus im Schoß seiner Mutter Maria

Stille macht sich breit - Maria hält ihren toten Sohn in den Armen. Lasst uns verstummen angesichts der trauernden Mütter

S T I L L E  -  unheimliche S T I L L E!! 

Wir bleiben zu Hause - aber auch, wenn wir das Haus verlassen: unheimliche Stille: Karfreitag. Nicht das Brausen der getunten Autos gibt dem Karfreitag seinen Namen, sondern die Trauer (kara) über alle, die es nicht aushalten, mit einer Mutter um ihren toten Sohn zu trauern. Vielleicht schaffen sie es auch nicht, am Todestag ihrer eigenen Mutter in Trauer zu versinken. Und, wir trauern auch noch um die vielen, die ihren Müttern entrissen wurden. Gott sei allen gnädig.

S t i l l e 

13. Station     Jesus wird vom Kreuz abgenommen und in den Schoß seiner Mutter Maria gelegt

Herr Jesus Christus, der Du selbst im Tod noch tröstet – Erbarme Dich über uns und über die Eine Welt.

Meditation – Gedanken zum Bild:

Unersetzlich dieser Schoß einer Mutter, unfassbar nah, zart und vertraut, unergründlich diese Liebe, der Verzicht. Aber auch unaussprechlich schmerzhaft, den toten Sohn im Schoß zu tragen, unwiederbringlich, herzzerreißend, unverständlich und ewig.

Jesus, hilf uns angesichts des Todes nicht zu verzweifeln!

Stille, unglaubliche Stille. Dieser Moment ist unendlich. Schreie sind zu hören. Weltweit. Überall auf der Welt trauern Mütter um ihre Kinder. Um Kinder, versunken auf den Grund des Mittelmeeres, vertrocknet auf den unsicheren Routen durch die Wüsten Nordafrikas. Mütter trauern, sie wissen nicht um den toten Körper ihrer Kinder, die nie aufgebahrt oder beerdigt werden können. Es gibt für sie keine Friedhöfe oder Orte des Gedenkens. Wie sollen die Mütter jemals Frieden finden?

Gestorbener Herr, lebendiger Gott, wir bitten Dich: Berühre uns mit Deiner Hand, lege uns in Deinen Schoß. Mach heil, was schmerzt, und lass uns in aller Sinnlosigkeit des Todes einen tiefen Grund finden.

Herr, erbarme Dich meiner, Christus, erbarme Dich unser.

S t i l l e 

Einen Gottesdienst zu Karfreitag, den Sie in der Familie feiern können,
finden Sie, wenn Sie auf unserer Homepage etwas runterscrollen. 

Unsere Pfarrkirche ist heute bis um 17.45 Uhr geöffnet - Sie hören in diesen Tagen keine Glocken - es ist die stille Zeit.

Der Gott meines Glaubens (von Frei Betto)

Ich glaube weder an den Gott von Magistratsbeamten
noch an den Gott von Generälen
oder patriotischen Gebeten.

Ich glaube weder an den Gott von Staatsbegräbnissen
noch an den Gott von Audienzsälen,
von Präambeln in Verfassungen
oder von Epilogen in wortreichen Reden.

Ich glaube weder an den Gott erfolgsgesegneter Reicher
noch an den Gott der Betuchten
oder Freunde derer, die das Volk nur bestehlen.

Ich glaube weder an den Gott eines verlogenen Friedens
noch an einen Gott einer volksverachtenden Justiz
oder ehrwürdiger nationaler Traditionen.

Ich glaube weder an den Gott leerer Predigten
noch an den Gott protokollarischer Begrüßungen
oder liebloser Ehen.

Ich glaube weder an den Gott, den sich die Mächtigen
nach ihrem Bild und Gleichnis zurechtgezimmert haben,
noch an den Beruhigungsmittel-Gott
für das Leid und die Misere der Armen.

Ich glaube weder an den Gott, der in Kirchengemäuern schläft,
noch an einen Gott, der in Geldschränken der Kirchenbehörden eingesperrt ist.

Ich glaube weder an den Gott des Weihnachtsrummels
noch an den Gott der eingängigen Werbung.

Ich glaube weder an den Gott all dieser Lügen,
die wie Tongefäße zerbrechen,
noch an einen Gott der bestehenden Ordnung,
die nichts weiter als etablierte Unordnung ist.


Der Gott meines Glaubens
wurde in einer Höhle geboren, 
war Jude, wurde von einem ausländischen König verfolgt
und zog landauf, landab durch Palästina.

Leute aus dem einfachen Volk begleiteten ihn.

Hungernden gab er Brot, 
Licht denen, die im Dunklen lebten,
Freiheit die in Ketten lagen,
Frieden denen, die sich nach Gerechtigkeit sehnten.

Der Gott meines Glaubens stellte den Menschen über das Gesetz
und die Liebe an die Stelle der altehrwürdigen Traditionen.

Er hatte keinen Stein, auf den er sein Haupt hätte legen können,
und mischte sich ohne Berührungsängste unter die Armen. 

Mit Doktoren hatte er es nur zu tun,
wenn diese an seinen Worten zweifelten,
und Richter wollten ihn verurteilen.

Die Polizei stellte ihm nach und verhaftete ihn.

in den Palast des Gouverneurs kam er,
um ausgepeitscht zu werden.

Der Gott meines Glaubens trug eine Krone aus Dornen
und ein Gewand, das ganz aus Blut gewebt.

Treiber hatte er, die ihm den Weg
zur Schädelstätte öffneten,
wo er zwischen Räubern
den Tod am Kreuz fand.

Der Gott meines Glaubens ist kein anderer als
der Sohn Marias,
Jesus von Nazareth.

Jeden Tag stirbt er aufs Neue
am Kreuz unseres Egoismus.

Jeden Tag steht er wieder auf von den Toten
aus der Kraft unserer Liebe.

 

Bereits in jungen Jahren engagierte sich Frei Betto in der katholischen Sozialarbeit und galt als militanter Kämpfer gegen die 1964 installierte Militärdiktatur. Anfang der 1970er-Jahre verbrachte er zwei Jahre als politischer Häftling im Gefängnis. Nach seiner Entlassung fungierte er u. a. als Verbindungsmann zwischen der Regierung Kubas unter Fidel Castro und der katholischen Kirche.

Aus der Volksbewegung gegen die Militärdiktatur kennt er den späteren brasilianischen Präsidenten Lula da Silva. Als Lula im April 1980 von der Polizei verhaftet wurde, wohnte Frei Betto im selben Haus wie Lula. Dieser machte ihn 2003 zum Regierungsberater; Frei Betto war für das Anti-Hunger-Programm der Regierung (Fome Zero) zuständig.

2004 gab er nach einem Konflikt mit dem Minister für Sozialentwicklung, Patrus Antanias, und weil dem Hungerbekämpfungsprogramm die finanziellen Mittel fehlten, seinen Rücktritt bekannt.

2013 wurde Frei Betto von der UNESCO für seinen Einsatz für Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit ausgezeichnet. (Quelle: Wikipedia)

G o t t e s d i e n s t e im Internet und im Fernsehen
Bitte schauen Sie auch auf die Seite des Bistums Münster: www.bistum-muenster.de
oder auf die Seite: www.kirche-und-leben.de

Karfreitag

Der Altar ist abgeräumt, die Glocken schweigen, der Tabernakel ist leer. An Karfreitag gedenkt die Kirche des Leidens und Sterbens Jesu. Auch während der Corona-Krise, in der alle öffentlichen Gottesdienste ausfallen, sollen Gläubige die Möglichkeit bekommen, die Liturgien in der Karwoche mitzufeiern.

15 Uhr: Fernsehsender Phoenix überträgt Karfreitagsliturgie aus dem Canisiushaus in Münster (Pfr. Ludger Bornemann)

15 Uhr: Dom in Münster mit Bischof Felix (BibelTV)

21 Uhr: Kreuzweg mit Papst Franziskus (Bayrischen Rundfunk - BR-Fernsehen)

Karsamstag

Der Karsamstag ist der einzige Tag im Kirchenjahr, an dem weltweit keine Hl. Messe gefeiert wird. Wir denken an diesem Tag an den ins Grab gelegten Herrn. Alle sind eingeladen, an diesem Tag Blumen in die Pfarrkirche zu bringen, Blumen an das Grab Jesu. (Eine kurze Gebetszeit liegt zum Innehalten in der Pfarrkirche aus!)

Ostern

"Auferstanden ist der Herr. Halleluja, Halleluja, Halleluja!" - "Das Grab ist leer, der Held erwacht, der Heiland ist erstandenen. Da sieht man seiner Gottheit Macht: sie macht den TOD zu Schanden." (GL 778 1)

20 Uhr: Die Osternacht (mit Bischof Felix, Dom - Abend vom Karsamstag) 

23 Uhr: #feiern wir in effata (Jugendkirche Münster) Internet

10 Uhr: Ostern in Rom - mit Papst Franziskus - endet mit dem Segen 'Urbi et Orbi'

11 Uhr Ostersonntag und Ostermontag (mit Bischof Felix, Dom)

 

Kreuzweg - Tod und Sterben - Gründonnerstag

Das Letzte Abendmahl am Abend vor seinem Leiden - Tod und Leben

Mit dem heutigen Tag, mit dem Gründonnerstag beginnen wir die Drei Österlichen Tage: Sie erinnern uns an das Leiden, den Tod und machen uns Mut, die Auferstehung unseres Herrn feiern. Wenn wir Ostern wollen, kommen wir um den Karfreitag, um das Verlassen werden, das einsam sein, kommen wir um Trauer und Abschied, Tod und Loslassen nicht herum. Auch Jesu Tod, zudem noch durch Menschen angeordnet und von Menschen brutal ausgeführt, war eine Katastrophe. Wir wollen seine Auferstehung feiern, aber das geht nicht ohne Karfreitag (Leiden und Tod) und Karsamstag (es bleibt nur das Grab!). So ist das im Leben auch für uns.
Trotz  aller Sehnsucht nach Nähe, nach Feiern mit Freunden und der ganzen Familie, bleiben wir zu Hause, bleiben wir mit der Angst vor Ansteckung und der Not dieser Tage zu Hause. – Wir vertrauen auf das Wort des Herrn: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ Er selbst ist jetzt unsere Mitte. 

Wir beten vom Kreuzweg die 12. Station:

Jesus stirbt am Kreuz

Herr Jesus Christus, Du bist für alle Menschen am Kreuz gestorben – Erbarme Dich über uns und über die Eine Welt.

Meditation – Gedanken zum Bild:

Grausam, Dein unmenschlicher Tod, unwürdig ans Kreuz genagelt zu werden; unbewegt die Herzen der Menschen damals, unbewegt die Herzen der Menschen oft auch heute - angesichts des Leids in unseren Tagen.

Jesus, mache uns Mut, auch, wenn alles verloren scheint!

Überall auf der Welt und auch bei uns mahnen Kreuze an jeder Ecke und erinnern immer auch an den Tod unzähliger Menschen. An Stränden und am Straßenrand, auf öffentlichen Plätzen und auch auf Friedhöfen sind Namen und oder nur Nummern eingraviert, die an den Tod mitten im Leben erinnern. An Gewalt erinnern die Kreuze, an Unfalltote, an grausam Ermordete, aber auch an Vergessene erinnern sie uns. Wir schauen auf das Kreuz. Und beten für unsere und für die vergessenen Toten - im Mittelmeer oder in der Wüste, an den Grenzen oder hier bei uns, an die Toten durch die CoronaKrise und an die vielen, die ihrem Leben selbst ein Ende machten ...

Jesus Christus, Herr des Lebens, gegenwärtig im Leid, wir bitten Dich: Halte in uns das Gedenken an die vielen Toten wach. Wir empfehlen Sie Dir und Deinen Händen, denn niemand kann im Tod tiefer fallen, als in Deine Hand. Schenke uns Einfühlsamkeit, wenn wir Trauernden begegnen.

Herr, erbarme Dich meiner, Christus, erbarme Dich unser.

 

Gedanken zur Besinnung am GRÜNdonnerstag

Kreuzzeichen

Gebet: Gott und Herr, als Jesus sich mit seinen Jüngern zu Tisch gesetzt hat, hat er nicht das Brot angeschaut und davor gebetet, sondern er hat es gebrochen und an alle, die bei ihm waren, verteilt. Du willst auch mir das Herz und die Hände öffnen, damit ich Deinem Beispiel folge und denen, die es not-wendig haben, die Füße wasche und mit denen, die Hunger und Durst haben, das zum Leben notwendige teile. Öffne unsere Augen für die Not der Menschen und hilf uns zupacken und zu teilen. Darum bitte ich mit Jesus Christus. Amen.

Bibeltext aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes (Joh 13, 1-15)

Es war vor dem Pas-cha-fest. Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war, um aus dieser Welt zum Vater hinüberzugehen. Da er die Seinen liebte, die in der Welt waren, liebte er sie bis zur Vollendung. Es fand ein Mahl statt und der Teufel hatte Judas, dem Sohn des Simon Iskariot, schon ins Herz gegeben, ihn auszuliefern. Jesus, der wusste, dass ihm der Vater alles in die Hand gegeben hatte und dass er von Gott gekommen war und zu Gott zurückkehrte, stand vom Mahl auf, legte sein Gewand ab und umgürtete sich mit einem Leinentuch. Dann goss er Wasser in eine Schüssel und begann, den Jüngern die Füße zu waschen und mit dem Leinentuch abzutrocknen, mit dem er umgürtet war. Als er zu Simon Petrus kam, sagte dieser zu ihm: Du, Herr, willst mir die Füße waschen? Jesus sagte zu ihm: Was ich tue, verstehst du jetzt noch nicht; doch später wirst du es begreifen. Petrus entgegnete ihm: Niemals sollst du mir die Füße waschen! Jesus erwiderte ihm: Wenn ich dich nicht wasche, hast du keinen Anteil an mir. Da sagte Simon Petrus zu ihm: Herr, dann nicht nur meine Füße, sondern auch die Hände und das Haupt. Jesus sagte zu ihm: Wer vom Bad kommt, ist ganz rein und braucht sich nur noch die Füße zu waschen. Auch ihr seid rein, aber nicht alle. Er wusste nämlich, wer ihn ausliefern würde; darum sagte er: Ihr seid nicht alle rein. Als er ihnen die Füße gewaschen, sein Gewand wieder angelegt und Platz genommen hatte, sagte er zu ihnen: Begreift ihr, was ich an euch getan habe? Ihr sagt zu mir Meister und Herr und ihr nennt mich mit Recht so; denn ich bin es. Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, dann müsst auch ihr einander die Füße waschen. Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe.

Fragen zum Text: Müsste Jesus mir nicht besser den Kopf waschen? Und: Was tue ich an den Menschen, damit ich nach seinem Beispiel für die Menschen handle?  

FürbitteIch bete heute für alle, denen ich schon mal „den Kopf gewaschen“ habe und für alle, denen ich Gutes getan habe ...

Vater unser ...

Gegrüßet sei's Du Maria ...

Kreuzzeichen

Für jeden Tag liegt eine Gebetszeit in unserer Pfarrkirche (tagsüber geöffnet!) aus - in der Kirche oder zu Hause zu feiern / beten.   

Gottesdienste in der Karwoche – Internet / Fernsehen
Bitte schauen Sie auch auf die Seite des Bistums Münster: www.bistum-muenster.de

Gründonnerstag

Zum letzten Mahl sitzt Jesus mit seinen Jüngern an diesem Abend zusammen. Er taucht das Brot mit dem herausfordernden Verräter in die Schüssel, er wäscht seinen Jüngern die Füße und teilt, das Brot und den Kelch, mit ihnen. "Ein Zeichen habe ich Euch gegeben, damit auch Ihr handelt, wie ich an Euch gehandelt habe." ist sein Auftrag an uns. Nehmt und teilt - und: "Gebt Ihr ihnen zu essen!" Dann geht er hinaus zum Ölberg, wird gefangen genommen und zur ungerechten Anklage und Verhandlung abgeführt. Verraten von seinen Freunden bleibt Jesus allein in den Händen derer, denen er sonst immer zur Seite gestanden hat. 

18 Uhr: mit Papst Franziskus (Fernsehsender EWTN)

20 Uhr: mit Bischof Burger (Freiburg) (Fernsehsender: k.TV)

20 Uhr: #feiern wir in effata (Münster) Internet

Karfreitag

Der Altar ist abgeräumt, die Glocken schweigen, der Tabernakel ist leer. An Karfreitag gedenkt die Kirche des Leidens und Sterbens Jesu. Auch während der Corona-Krise, in der alle öffentlichen Gottesdienste ausfallen, sollen Gläubige die Möglichkeit bekommen, die Liturgien in der Karwoche mitzufeiern.

15 Uhr: Fernsehsender Phoenix überträgt Karfreitagsliturgie aus dem Canisiushaus in   Münster (Pfr. Ludger Bornemann)

15 Uhr: Dom in Münster mit Bischof Felix (BibelTV)

21 Uhr: Kreuzweg mit Papst Franziskus (Bayrischen Rundfunk - BR-Fernsehen)

Karsamstag

Der Karsamstag ist der einzige Tag im Kirchenjahr, an dem weltweit keine Hl. Messe gefeiert wird. Wir denken an diesem Tag an den ins Grab gelegten Herrn. Alle sind eingeladen, an diesem Tag Blumen in die Pfarrkirche zu bringen, Blumen an das Grab Jesu. (Eine kurze Gebetszeit liegt zum Innehalten in der Pfarrkirche aus!) An diesem Tag können Sie Blumen in die Kirche bringen – gleichsam als „letzten Gruß“ für den gestorbenen Herrn im Grab.

Ostern

"Auferstanden ist der Herr. Halleluja, Halleluja, Halleluja!" - "Das Grab ist leer, der Held erwacht, der Heiland ist erstandenen. Da sieht man seiner Gottheit Macht: sie macht den TOD zu Schanden." (GL 778 1)

20 Uhr: Die Osternacht (mit Bischof Felix, Dom - Abend vom Karsamstag) Internet

23 Uhr: #feiern wir in effata (Jugendkirche Münster) Internet

10 Uhr: Ostern in Rom - mit Papst Franziskus - endet mit dem Segen 'Urbi et Orbi' (ZDF)

11 Uhr: Ostersonntag und Ostermontag (mit Bischof Felix Genn, Münster) Internet

Kreuzweg - es ist so grausam

Mit Jesus festgenagelt - mit Vorschlag zu einer kurzen Gebetszeit

Die vertrauten Bilder des Kreuzweges im österreichischen Wallfahrtsort Mariazell zeigen die grausame Wahrheit. Die Katastrophe beginnt. Menschen führen einen Befehl aus - sie treiben Nägel durch Hände und Füße eines Bruders. Jugendliche nennen sich heute liebevoll: "Bro". Und trotzdem sind Menschen auch heute noch grausam zum "Bro". Den Bruder, die Schwester festnageln - das geht auch mit Worten, es tut weh, es zerstört und es tötet. Die Katastrophe steuert auf ihren Höhepunkt zu.

Wir sind zu Hause, wir bleiben zu Hausewir spüren auch, wie die Stimmung ist - wir freuen uns über das Miteinander, wir spüren, wie es manchmal anstrengend wird. Schlimm ist, was geschieht! Wir erfahren das Miteinander in der Familie so unterschiedlich und bedauern, nicht mit Freunden und Verwandten zusammen zu sein. 

11. Station     Jesus wird an das Kreuz geschlagen                

Herr Jesus Christus, der Du grausam ans Kreuz genagelt wirst – Erbarme Dich über uns und über die Eine Welt.

Meditation – Gedanken zum Bild:

Unsinnig diese Gewalt, unglaublich und kaum vorstellbar, unangemessen brutal und hemmungslos, unnachgiebig die Schläger, die Nägel durch Hände und Beine eines Menschen treiben, unaufhaltsam, mit Hammer, Nägeln und Hass.

Jesus, mach uns Mut, gegen das Leid aufzustehen!

Viele Menschen haben Gewalterfahrungen brutalster Art an ihren Heimatorten erlitten. Auch heute noch werden Menschen grausamst gefoltert. Ihr Leid ist unermesslich und ihre Wunden sind unheilbar. Sie kommen bei uns an - und wir verstehen ihr Denken und Handeln nicht. Sie tragen die Wunden innen. Die Folter, die Misshandlung, das Ansehen des Leids ihrer Lieben hat ihnen ihnen tiefste Wunden hinterlassen. Sie brauchen Hilfe, sie brauchen Arme, die sie schützend umfangen, die ihnen Zuneigung auch in den Stunden der Angst und Depression schenken.

Gefolteter 'Bro' Jesus, wir bitten Dich: Lass uns nie das Leid der Menschen vergessen. Gewalt darf nicht ungestraft bleiben, wir dürfen sie nicht vergessen, sie darf sich niemals wiederholen. Wir müssen neue Wege der Hoffnung beschreiten, alle Völkern müssen ein menschenwürdiges Leben haben.

Herr, erbarme Dich meiner, Christus, erbarme Dich unser.

Gedanken zur Besinnung am Mittwoch der Karwoche

Kreuzzeichen

Gebet:
Gott, Du willst, dass wir den Menschen anschauen. Wir sind alle Brüder und Schwestern, egal, welche Hautfarbe, welche Religion, welche sexuelle Orientierung! - Du hast die Welt farbenfroh geschaffen, es ist Deine Freude, wie unterschiedlich wir Menschen sind. Lass uns das nie vergessen und öffne unsere Augen, damit wir nicht zuschauen, wenn Menschen in Not geraten oder in die Hände fallen von ignoranten Politikern oder Mächtigen, die ihre Macht missbrauchen. Darum bitten wir Dich mit ihm, Jesus Christus. Amen.

Bibeltext aus dem Propheten Jesaja (Jes 49 1-6)

Hört auf mich, ihr Inseln, / merkt auf, ihr Völker in der Ferne! Der HERR hat mich schon im Mutterleib berufen; / als ich noch im Schoß meiner Mutter war, hat er meinen Namen genannt. Er machte meinen Mund wie ein scharfes Schwert, / er verbarg mich im Schatten seiner Hand. Er machte mich zu einem spitzen Pfeil / und steckte mich in seinen Köcher. Er sagte zu mir: Du bist mein Knecht, Israel**, / an dem ich meine Herrlichkeit zeigen will. Ich aber sagte: Vergeblich habe ich mich bemüht, / habe meine Kraft für Nichtiges und Windhauch vertan. Aber mein Recht liegt beim HERRN / und mein Lohn bei meinem Gott. Jetzt aber hat der HERR gesprochen, / der mich schon im Mutterleib zu seinem Knecht geformt hat, damit ich Jakob* zu ihm heimführe / und Israel bei ihm versammelt werde. So wurde ich in den Augen des HERRN geehrt / und mein Gott war meine Stärke. Und er sagte: Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, / nur um die Stämme Jakobs wieder aufzurichten / und die Verschonten Israels heimzuführen. Ich mache dich zum Licht der Nationen; / damit mein Heil bis an das Ende der Erde reicht.   (*Jakob: Steht bei Jesaja für alle von Gott angeschauten und geliebte Menschen. - **Israel: Das sind bei Jesaja alle, die sich auf Gottes Liebe und Führung einlassen!)

Frage zum Text: Ist es nicht toll, dass ich das Licht für die Völker sein kann, darf, soll? 

Fürbitte: Wir bitten für alle, die das Licht auslöschen oder die das Licht unter ein Gefäß stellen und für alle, die mit Freude Licht sind in unserer oft so dunklen Zeit ...

Vater unser ...

Gegrüßet sei's Du Maria ...

Kreuzzeichen

 

Für jeden Tag liegt eine Gebetszeit in unserer Pfarrkirche (tagsüber geöffnet!) aus - in der Kirche oder zu Hause zu feiern / beten.

Gottesdienste in der Karwoche

Gründonnerstag

Zum letzten Mahl sitzt Jesus mit seinen Jüngern zusammen. Er taucht das Brot mit dem herausfordernden Verräter in die Schüssel, er wäscht seinen Jüngern die Füße und teilt, das Brot und den Kelch, mit ihnen. "Ein Zeichen habe ich Euch gegeben, damit auch Ihr handelt, wie ich an Euch gehandelt habe." ist sein Auftrag an uns. Nehmt und teilt - und: "Gebt Ihr ihnen zu essen!" Dann geht er hinaus zum Ölberg, wird gefangen genommen und zur ungerechten Anklage und Verhandlung abgeführt. Verraten von seinen Freunden bleibt Jesus allein in den Händen derer, denen er sonst zur Seite gestanden hat. 

18 Uhr: mit Papst Franziskus (Fernsehsender EWTN)

20 Uhr: mit Bischof Burger (Freiburg) (Fernsehsender: k.TV)

20 Uhr: #feiern wir in effata (Münster) Internet

Karfreitag

Der Altar ist abgeräumt, die Glocken schweigen, der Tabernakel ist leer. An Karfreitag gedenkt die Kirche des Leidens und Sterbens Jesu. Auch während der Corona-Krise, in der alle öffentlichen Gottesdienste ausfallen, sollen Gläubige die Möglichkeit bekommen, die Liturgien in der Karwoche mitzufeiern.

15 Uhr: Fernsehsender Phoenix überträgt Karfreitagsliturgie aus dem Canisiushaus in Münster (Pfr. Ludger Bornemann)

15 Uhr: Dom in Münster mit Bischof Felix Genn, Münster Dom (BibelTV)

21 Uhr: Kreuzweg mit Papst Franziskus (Bayrischen Rundfunk - BR-Fernsehen)

Karsamstag

Der Karsamstag ist der einzige Tag im Kirchenjahr, an dem weltweit keine Hl. Messe gefeiert wird. Wir denken an diesem Tag an den ins Grab gelegten Herrn. Alle sind eingeladen, an diesem Tag Blumen in die Pfarrkirche zu bringen, Blumen an das Grab Jesu. (Eine kurze Gebetszeit liegt zum Innehalten in der Pfarrkirche aus!)

Ostern

"Auferstanden ist der Herr. Halleluja, Halleluja, Halleluja!" - "Das Grab ist leer, der Held erwacht, der Heiland ist erstandenen. Da sieht man seiner Gottheit Macht: sie macht den TOD zu Schanden." (GL 778 1)

20 Uhr: Die Osternacht (mit Bischof Felix, Dom Münster - Abend vom Karsamstag) Internet  

23 Uhr: #feiern wir in effata (Jugendkirche Münster) Internet

10 Uhr: Ostern in Rom - mit Papst Franziskus - endet mit dem Segen 'Urbi et Orbi' (ZDF)

11 Uhr: Ostersonntag und Ostermontag (mit Bischof Felix Genn, Dom Münster) Internet

Kreuzweg - er wird immer unmenschlicher

Angekommen - es ist unmenschlich - Vorschlag zu einer kurzen Andacht

Die Bilder des Kreuzweges im österreichischen Wallfahrtsort Mariazell werden immer vertrauter. Den KreuzWEG lang haben wir Jesus schon bis ans Ziel begleitet. Ankommen ist das Ziel des Weges, wenn wir uns aufmachen. Jetzt aber ist der Zielort der Beginn einer Katastrophe. So ähnlich muss es Menschen ergehen, die sich auf den Weg machen und ankommen. Geschafft - doch dann erst beginnt für sie, die Katastrophe.
Wir erleben momentan das Gegenteil: Wir sind zu Hause, wir bleiben zu Hausewir sind am Ziel - auch wenn wir das so nicht wollen. Aber, es ist der einzige Weg, um uns zu schützen. Schlimm genug, was geschieht! Wir erfahren Miteinander in der Familie und Einsamkeit im Blick auf Freunde und Verwandte. 

10. Station    Jesus wird seiner Kleider beraubt                               

Herr Jesus Christus, Du Deiner menschlichen Würde beraubt - Erbarme Dich über uns und über die Eine Welt.

Meditation – Gedanken zum Bild:

Losgegangen mit einem Ziel - unterwegs erniedrigt und aller Würde beraubt, entwürdigt und verspottet - und das, was Du am Leibe trugst, verramscht.

Jesus, schenke uns Mut zum Mensch sein!

"Kleider machen Leute" Eine Redewendung, die viele kennen. Und dann plötzlich ohne Kleider dastehen, zwischen den vielen, NACKT! Das will keiner! Jemanden 'bloßstellen' treibt die Schamröte ins Gesicht - schamrot verfärbt sich alles, jetzt wenn möglich, in den Boden versinken. Jesus wird ausgezogen und völlig nackt steht er da, vor aller Augen. Es ist eine Schweinerei - doch viele haben sich daran gewöhnt, es ist ja Teil des Kreuzweges. (Und, er wird, wie auch auf unserer Station sichtbar, nur ein wenig entblößt dargestellt.) Einen Menschen bloß zu stellen sollte MIR die Schamröte ins Gesicht treiben! Menschen werden auch heute aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer Kultur oder ihres Handelns wegen bloßgestellt. Menschen werden ihres Ansehens beraubt. 

Herr Jesus, wir bitten Dich: Lass uns unsere Worte abwägen, unsere Zunge im Zaun halten, offen sein und niemanden bloßstellen.

Herr, erbarme Dich meiner, Christus, erbarme Dich unser.

 

Andacht am Dienstag in der Karwoche

Kreuzzeichen

Gebet: Gott, Du lässt mich nicht - nicht am Tag und nicht in der Nacht. Du gehst alle Wege mit, denn Du bindest Dich nicht an Gebäude sondern an den Menschen. Du Gott des Lebens, Dir danke ich für Deine Wegbegleitung, auch in dieser besonderen Woche, wenn wir uns des Leidens und Sterbens Deines Sohnes und unseres Bruders erinnern. Lass uns stark sein, sein Wort hören und daraus Kraft schöpfen. Amen.

Bibeltext - Wir beten und meditieren den Psalm 23: 

Ein Psalm Davids.
Der HERR ist mein Hirt, *
nichts wird mir fehlen.  
       Er lässt mich lagern auf grünen Auen *
       und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.
Meine Lebenskraft bringt er zurück. /
Er führt mich auf Pfaden der Gerechtigkeit, *
getreu seinem Namen. 
       Auch wenn ich gehe im finsteren Tal, *
       ich fürchte kein Unheil;
denn du bist bei mir, *
dein Stock und dein Stab, sie trösten mich. 
       Du deckst mir den Tisch *
       vor den Augen meiner Feinde. 
Du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, *
übervoll ist mein Becher. 
      Ja, Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang /
      und heimkehren werde ich ins Haus des HERRN * 
      für lange Zeiten.

Besinnungsfrage zum Text: Ist es tröstlich für mich, dass Gott mich immer begleitet oder macht es mit Angst?

Stille

Fürbitte: Für alle beten wir, die sich darüber freuen, dass Gott immer da ist und ansprechbar und zuhört und wir wollen all jene mit in unsere Gebete einschließen, die in Gott eine Überwachung fürchten ...

Vater unser ...

Kreuzzeichen

Gegrüßet sei's Du Maria ...

 

Für jeden Tag liegt eine Gebetszeit in unserer Pfarrkirche (tagsüber geöffnet!) aus - in der Kirche oder zu Hause zu feiern / beten.

Gottesdienste

Im Internet: Gottesdienste aus Münster jeden Tag um 8.00 Uhr (Dom) und 18.00 Uhr (Lambertikirche)

Gottesdienste in der Karwoche

Gründonnerstag

18 Uhr mit Papst Franziskus (Fernsehsender EWTN)

20 Uhr mit Bischof Burger (Freiburg) (Fernsehsender: k.TV)

20 Uhr #feiern wir in effata (Münster) Internet

 

Karfreitag

Der Altar ist abgeräumt, die Glocken schweigen, der Tabernakel ist leer. An Karfreitag gedenkt die Kirche des Leidens und Sterbens Jesu. Auch während der Corona-Krise, in der alle öffentlichen Gottesdienste ausfallen, sollen Gläubige die Möglichkeit bekommen, die Liturgien in der Karwoche mitzufeiern.

15 Uhr: Fernsehsender Phoenix überträgt Karfreitagsliturgie aus dem Canisiushaus in Münster (Pfr. Ludger Bornemann)

15 Uhr: Dom in Münster mit Bischof Felix (BibelTV)

21 Uhr: Kreuzweg mit Papst Franziskus (Bayrischen Rundfunk - BR-Fernsehen)

Karsamstag

Der Karsamstag ist der einzige Tag im Kirchenjahr, an dem weltweit keine Hl. Messe gefeiert wird. Wir denken an diesem Tag an den ins Grab gelegten Herrn. Alle sind eingeladen, an diesem Tag Blumen in die Pfarrkirche zu bringen, Blumen an das Grab Jesu. (Eine kurze Gebetszeit liegt zum Innehalten in der Pfarrkirche aus!)

Ostern

20 Uhr: Die Osternacht (mit Bischof Felix, Dom - Abend vom Karsamstag) 

23 Uhr: #feiern wir in effata (Jugendkirche Münster) Internet

10 Uhr: Ostern in Rom - mit Papst Franziskus - endet mit dem Segen 'Urbi et Orbi'

11 Uhr Ostersonntag und Ostermontag (mit Bischof Felix, Dom)

 

U n t e r b r e c h u n g - Zeit für mich

Wer bin ich vor Gott und den Menschen - Bußgedanken vor Ostern

Ich denke über mein Leben nach – Bußgedanken

„Wer bin ICH vor GOTT?“

Viele von uns kennen das Evangelium vom barmherzigen Vater und von seinen zwei unterschiedlichen Söhnen. Es sind beides SEINE Kinder, der bleibt zu Hause während der andere sich in eine Sackgasse manövriert. So die Geschichte!

Während also der eine zu Hause mit seinem Vater dem täglichen Einerlei nachgeht, kommt der andere an seine Grenzen. Er sackt immer tiefer, aber davor hatten ihn seine Eltern und seine Freunde, hatten ihn alle schon gewarnt! Er wollte das Leben in vollen Zügen genießen – koste es, was es wolle, und es wurde richtig teuer! Bald war sein Erbe verbraucht. Er selbst landete bei den Schweinen, in der Gosse, er landete dort, wo keiner hin will. Und da begann er nachzudenken:

 „Da ging er in sich und sagte: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben mehr als genug zu essen und ich komme hier vor Hunger um. Ich will aufbrechen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt. Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein; mach mich zu einem deiner Tagelöhner. Dann brach er auf und ging zu seinem Vater. Der Vater sah ihn schon von weitem kommen und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn. Da sagte der Sohn: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt; ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein. Der Vater aber sagte zu seinen Knechten: Holt schnell das beste Gewand und zieht es ihm an, steckt ihm einen Ring an die Hand und zieht ihm Schuhe an. Bringt das Mastkalb her und schlachtet es; wir wollen essen und fröhlich sein. Denn mein Sohn war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden. Und sie begannen, ein fröhliches Fest zu feiern.        (Lk 15, 17-24)

Dieser junge Mann hat den Kopf unter den Arm genommen. Er hat die Erfahrung gemacht, dass sein Leben nicht so weiter gehen kann. Und die Reaktion des Vaters? Sie war nicht so, wie er gedacht hatte, sondern sie war zuallererst Befreiung und Fest!

Zeit der Stille – Zeit, über das Gelesene nachzudenken

Ich denke jetzt über mein Leben nach:

Ich nehme mir jetzt Zeit, anhand einiger weniger Fragen über mein Leben nachzudenken. Ich brauche in meinem Leben den Mut zur Umkehr und ich frage mich, wo mein Leben „bei den Schweinen“ angekommen ist:

  • Ich gebe schnell meinen Wünschen nach und suche nicht herauszufinden, was im Moment notwendig ist und was besser unterbleiben sollte.
  • Ich gebe mir keine Mühe, das Wichtige vom Unwichtigen zu unterscheiden.

Zeit der Stille – Zeit, über das Gelesene nachzudenken

  • Stets möchte ich selbst das große Wort führen – dem anderen nicht helfen, wenn er Hilfe nötig hat, dem anderen nicht gönnen, was er, was sie hat und wenn er oder sie etwas nicht gut kann, schon gar nicht so gut wie ich, dann hänseln und auslachen und wenn er oder sie denn doch besser sein sollte als ich, dann herunter machen und verspotten.

Zeit der Stille – Zeit, über das Gelesene nachzudenken

  • Ich will alles haben – was ich sehe und alles können, auch wenn es viel zu hoch für mich ist.
  • Ich will überall dabei sein, auch wenn anderes im Moment wichtiger wäre und ich sage alles, auch wenn Schweigen angebracht wäre, doch wo ich zum Reden gefordert bin, halte ich dann doch lieber den Mund.

Zeit der Stille – Zeit, über das Gelesene nachzudenken

Ich schlage an meine eigene Brust oder fasse an meine eigene Nase und dann sage ich:

Meine Schuld – 
nicht die des oder der anderen 
                            nicht die Deine, nicht seine und nicht ihre
                            nicht Eure, sondern meine ... Schuld!

Zeit der Stille – Zeit, über das Gelesene nachzudenken

Vergebungsbitte

Ich bitte also alle um Vergebung, die unter meinen Fehlern zu leiden hatten und so bekenne ich jetzt hier vor Gott: 

Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, allen Brüdern und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe. Ich habe gesündigt, in Gedanken, in Worten und Werken, durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld. Darum bitte ich alle Engel und Heiligen, die selige Jungfrau Maria und alle Brüder und Schwestern um Vergebung meiner Schuld.

Ich bitte nun alle um Vergebung, die ich enttäuscht oder getäuscht habe, die mehr von mir hätten erwarten dürfen:

Stille

Wer also so zur Einsicht kommt: 

In meinem Leben gibt es Schuld, und wer so bereit ist,
wie der junge Mann im Evangelium,
umzukehren aus den Sackgassen seines Lebens –
anders zu leben – neu zu beginnen – dem trägt Gott die Schuld nicht nach,
dem vergibt Gott die Schuld, und mit dem feiert er das Fest der Befreiung!

Zeit der Stille – Zeit, über das Gelesene nachzudenken

So will ich auch von Gott die Verzeihung meiner Schuld annehmen:

Gott, von Dir will ich mir vergeben lassen – dazu musste ich mir erst des „Schweinestalles meines Lebens“ bewusst werden, zur Einsicht kommen und zur Umkehr bereit sein. Dass ich es schaffe, dazu lädt Gott selbst mich ein. Und ich untermauere meinen Willen zur Umkehr, wenn ich jetzt frohen Herzens bete, wie Jesus selbst mich sein Gebet zu beten gelehrt und es mir aufgetragen hat:

Vater unser ...

So will ich nun beten:

Ich danke Dir, Gott und Vater, weil Du immer 
für uns Menschen da bist.

Du kennst mich und trotzdem nimmst Du mich an:
Mein Leben, meinen Weg und mein Herz.

Du nimmst mich an, so wie ich bin. 
Auch wenn ich nicht immer gerecht bin, verwirfst Du mich niemals.

Du schenkst mir Deine Treue. 
Dafür danke ich Dir mit Jesus Christus.  Amen.

Maria steht am Beginn eines jeden neuen Lebens und bei jedem Neu-Anfang ist sie mit dabei.
Sie kennt das, wenn alles in der Welt zu scheitern droht. Ich will daran denken, wenn ich jetzt bete:

            Gegrüßet sei’s Du, Maria ...

So bitte ich:
Segne mich, Gott, der Du Vater und Mutter bist,
und behüte Gott, der Du Bruder und Weggefährte bist,
stelle mich unter Deinen Schutz:
Du Vater und Sohn und Heiliger Geist. Amen.

Wer das Gefühl hat, jetzt noch ein Gespräch zu gebrauchen, kann das Gespräch auch mit einem Priester suchen.

Die Figur des Schmerzensmannes (Bild) steht in unserer Pfarrkirche und lädt auch dort zur Besinnung ein. 

Das Kreuz wirft Jesus zu Boden

Palmsonntag - Jubel für den Herrn - Kreuz für den Sohn Gottes - hier finden Sie auch eine Gebetszeit zum Palmsonntag

Die Bilder vom Kreuzweg im österreichischen Wallfahrtsort Mariazell begleiten uns durch unsere Fastenzeit. Wir gehen mit Jesus die letzten Schritte seines Lebens. Wir erinnern uns an seine Not. Wir betrachten in dieser besonderen und unverständlichen Zeit unsere Not. Wir bleiben zu Hause. Wir wollen unsere Not nicht vergrößern. Wir schauen durchs Fenster und spüren den Frühling. Wir freuen uns auf Ostern und wissen nicht, wie wir es feiern können. Es ist schlimm! Und trotzdem geben wir nicht auf. Auch, wenn wir heute sehen, das Jesus zum 3. Mal unter dem Kreuz zusammenbricht: Er steht wieder auf und setzt seinen Weg fort. So auch wir!

In der Kirche liegen Palmsträußchen, Gedanken zum Palmsonntag und eine kurze Besinnung als Bußgedanken zum Mitnehmen bereit.

 

9. Station    Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz                                          

Herr Jesus Christus, der Du zum dritten Mal unter dem Kreuz zusammenbrichst – Erbarme Dich über uns und über die Eine Welt.

Meditation – Gedanken zum Bild:

Du brichst zusammen, mit Entschiedenheit rappelst Du Dich wieder hoch, Deine Stärke ist uns Vorbild, Du gehst weiter obwohl Du weißt, was auf Dich zukommt.

Jesus, schenke auch uns Mut zum Durchhalten!

Menschen haben das Coronavirus in sich, für viele bedeutet die ärztliche Diagnose den baldigen Tod. Sie leben nun mit der Herausforderung dieser Krankheit, sie leben mit dem Konflikt, Menschen, die sie lieben, bald loslassen zu müssen. Oft können sie sich nicht einmal mehr verabschieden. Sie sind häufig als Schwerstkranke sich selbst und den pflegenden Kräften überlassen. Allein müssen sie durchhalten – bis zum letzten Atemzug. 

Heilbringender und tröstender Christus, wir bitten Dich: Mache uns aufmerksam für das stille Leiden der vielen unheilbar Kranken und lass uns sie in unseren Gebeten nicht vergessen.

Herr, erbarme Dich meiner, Christus, erbarme Dich unser.

Gottesdienst - Gedanken an Palmsonntag

Kreuzzeichen

Gebet:  

Zueignung


Für Dich und für mich
und von Dir und zu Dir
will ich sprechen und singen
und schweigen und springen
und tanzen womöglich
mit Dir kann ich weinen
und lachen und loben
in Dir kann ich jenseits
von Zwecken und Ziel sein
Du Gott meiner Sehnsucht
Du Hoffnung und Stärke
Du schenkst mir ich schenk Dir
mein Reden und Hören
Du brauchst mich wie ich Dich
Du schönste der Rosen
Geheimnis der Freude
Komm Gott lass uns feiern
Lass glänzen die Zeit.

(aus: Carola Moosbach, Lobet die Eine,
Schweige und Schreigebete, Mainz 2000, S. 33.)

Aus dem Matthäusevangelium:

Als sich Jesus mit seinen Begleitern Jerusalem näherte
und nach Betfage am Ölberg kam,
schickte Jesus zwei Jünger aus und sagte zu ihnen:
               Geht in das Dorf, das vor euch liegt;
                dort werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Fohlen bei ihr.
               Bindet sie los und bringt sie zu mir!
                Und wenn euch jemand zur Rede stellt,
                dann sagt:
                Der Herr braucht sie,
                er lässt sie aber bald zurückbringen.
Das ist geschehen, damit sich erfüllte,
was durch den Propheten gesagt worden ist:
               Sagt der Tochter Zion: Siehe,
                dein König kommt zu dir.
               Er ist sanftmütig und er reitet auf einer Eselin und auf einem Fohlen,
                dem Jungen eines Lasttiers.
Die Jünger gingen und taten,
wie Jesus ihnen aufgetragen hatte.
Sie brachten die Eselin und das Fohlen,
legten ihre Kleider auf sie und er setzte sich darauf.
                Viele Menschen breiteten ihre Kleider auf dem Weg aus,
               andere schnitten Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg.
               Die Leute aber, die vor ihm hergingen und die ihm nachfolgten, riefen:
Hosanna dem Sohn Davids!
Gesegnet sei er,
der kommt im Namen des Herrn.
Hosanna in der Höhe!
                Als er in Jerusalem einzog,
                erbebte die ganze Stadt und man fragte:
Wer ist dieser?
Die Leute sagten: Das ist der Prophet Jesus von Nazaret in Galiläa.  Mt 21,1-11

Heute wird auch die Passion gelesen: in der Bibel: Mt 26,14-27.66: 
(Evangelium nach Matthäus, im 26. Kapitel bei Vers 14 beginnend bis zum 27. Kapitel, Vers 66, endend.)

Gedanken: Der Leidensweg Jesu bis zum Tod am Kreuz ist die letzte Konsequenz des Weges seiner Hingabe, den er konsequent von Anfang an beschritten hat. Wir müssen uns nicht allein fühlen in den Zeiten von Dunkelheit und Ohnmacht - er geht seinen Weg und wir können unseren Weg fortsetzen, auch wenn wir wissen: Das einzig Sichere im Leben ist der Tod. So stehen wir auf und kämpfen für das Leben, damit sein Himmel auch für uns offen ist!! 

Fürbitten:

Gott, wir bitten Dich:

  • Für uns, die wir Deine Kirche sind und so oft in unserem Tun auf die Schnauze gefallen sind: Wir wollen aufstehen und Deine Botschaft zu den Menschen tragen ...
  • Für alle, denen in diesen Tag die Decke auf den Kopf fällt und für alle, die mit ihrer Energie nicht wissen wohin: Hilf ihnen Wege und Möglichkeiten zu finden, sich auszutoben ...
  • Für alle, die jetzt Dienst tun an denen, die von diesem schrecklichen Virus erfasst wurden und für alle, die sich um Kranke, Alte und Einsame kümmern: Lass sie mutig ihren Weg weitergehen im Wissen um die tiefe Notwendigkeit ihrer Aufgabe ...
  • Lass alle in den Tod erlösten Dich in Deiner himmlischen Liebe erfreuen ...

Vater uns ...

Gegrüßet sei's Du Maria ...

Gebet am Schuss: 
Wir danken Dir, Gott, für Deine Liebe und Nähe, die Du uns in Jesus gezeigt hast. Wenn er der starke Herr ist, der alles für uns tut, jubeln wir ihm zu oder vergessen ihn. Wenn wir auf die Nase fallen, wie er auf seinem Kreuzweg, erwarten viele nichts mehr von ihm. Wir wollen nicht himmelhoch jauchzen oder uns unterirdisch fürchten. Wir wollen glauben, an Dich, den Gott des Lebens. Hilf uns dabei. Amen.

Kreuzzeichen

 

Sie suchen Gottesdienstzeiten: 
fernsehen.katholisch.de/fernsehgottesdienste/kar-und-ostertage-2020

Gesegneten Palmsonntag - bleiben Sie gesund!!! 

Kreuzweg - Ort der Begegnung

Jeden Tag einen Schritt nur mit Jesus weitergehen - und Vorschlag zu einer kurzen Andacht

Das Bild vom Kreuzweg im österreichischen Wallfahrtsort Mariazell erinnert uns in diesen Tagen an unsere Situation - nur zu zweit die Wege machen - an anderen Menschen gehen wir mit großem Abstand vorbei. Wir sollten zu Hause sein, wir bleiben zu HauseWir wollen unsere Not nicht vergrößern. Es ist schlimm, alles im herrlichen Frühling unter strahlend blauem Himmel! Aber, wir wollen all jene nicht vergessen, die heute in großen Lagern zusammengepfercht sind oder allein auf ihrem Zimmer im Altenzentrum oder in ihrer Wohnung aushalten müssen. Menschen in aller Welt, die unter den Folgen dieser Epidemie leiden. 

In der Pfarrkirche liegen geweihte Palmsträußchen, ein kurzer Gottesdienst zum Palmsonntag und auch ein Text zur Bußbesinnung, bereit.   

8. Station     Jesus begegnet den weinenden Frauen und Kindern                       

Herr Jesus Christus, der Du das Unrecht, das Frauen und Kindern geschieht, nicht übersiehst – Erbarme Dich über uns und über die Eine Welt.

Meditation – Gedanken zum Bild:

Untröstlich ihre Blicke, die Deinen Schmerz verstehen, unantastbar Deine Achtung und Dein Ansporn, unendlich stark Deine Anerkennung für die, die seit Mädchentagen leiden, unerschöpflich Dein Appell für die Würde der Frau.

Jesus, schenke uns Mut zum Aufdecken diskriminierender Strukturen!

Wo Menschen leiden, sind Frauen und Mädchen oft stärker betroffen. Es fehlt an Chancengleichheit und Geschlechtergerechtigkeit. In vielen Kulturen herrschen Diskriminierung und ungerechte Strukturen. Immer noch halten Bildungssysteme die Benachteiligung der Frauen aufrecht. Der Skandal des Frauenhandels und der Zwangsprostitution geht uns alle an. Das System „Ware Frau“ muss radikal überwunden werden. Auch in der Kirche muss die Trennung zwischen Mann und Frau, die Trennung nach Geschlechtern und Geschlecht aufgehoben werden. Jesus hat den Menschen im Blick, er hat damals das Tabu gebrochen - wir müssen heute die Tabus brechen. 

Starker Gott und Freund jedes MENSCHEN, wir bitten Dich: Geh Du uns voraus und weise uns den Weg aus den ungerechten Verzerrungen in Kirche und Gesellschaft was den Blick auf den Menschen angeht. Schenke uns einen offenen Blick, der die längst überfälligen Veränderungen der Frauen in Kirche und Gesellschaft grenzenlos werden lässt.

Herr, erbarme dich meiner, Christus, erbarme dich unser.

Kurze Andacht für Mann UND Frau

Kreuzzeichen

Gebet  
Gott, der Du den Menschen als Mann und Frau geschaffen hast, hast uns die gleiche Würde gegeben. Du hast bei der Erschaffung der Welt nicht in weiblich und männlich unterteilt, sondern in Himmel und Erde. Wir sind der Erde verhaftet und machen Fehler. Aber in der Taufe hast Du allen die gleiche Würde gegeben und den Himmel für alle geöffnet. Lass uns den Himmel allen bereiten und zu Menschen werden, die einander respektieren und wertschätzen. Ohne Unterschied, denn Du Gott siehst den Menschen, Du siehst mich. Dafür danke ich Dir mit Jesus, Bruder und Freund aller Menschen. Amen. 

Bibeltext aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Philippi:

Darum, meine geliebten Brüder und Schwestern, nach denen ich mich sehne, meine Freude und mein Ehrenkranz, steht fest im Herrn, Geliebte! (...) Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch! Eure Güte werde allen Menschen bekannt. Der Herr ist nahe. Sorgt euch um nichts, sondern bringt in jeder Lage betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott! Und der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken in Christus Jesus bewahren. Im Übrigen, Brüder und Schwestern: Was immer wahrhaft, edel, recht, was lauter, liebenswert, ansprechend ist, was Tugend heißt und lobenswert ist, darauf seid bedacht! Und was ihr gelernt und angenommen, gehört und an mir gesehen habt, das tut! Und der Gott des Friedens wird mit euch sein.  (Phil 4,1.4-9)

Frage zum Text: Was macht der Text mit mir - lenkt er meinen Blick auf das gemeinsame Tun von Mann UND Frau? 

Fürbitte: Wir bitten Dich, Gott, für alle, die immer noch Unterschiede sehen zwischen Mann und Frau. Öffne ihre Augen des Herzens für den Menschen und für die Liebe, damit alle den Himmel offen sehen ...

Vater unser ... 

Gegrüßet sei's Du Maria, ...

Kreuzzeichen

Schon seit Monaten reden Politiker und Verantwortliche davon, Kinder von der Insel Lesbos, aus dem Flüchtlingslager Moria, nach Deutschland zu holen. HEUTE in den Nachrichten wird berichtet, dass Kinder nach Europa geholt werden sollen. Es geschieht was! 

Der Weg mit dem Kreuz wird immer schwerer

Jeden Tag einen Schritt mit Jesus weitergehen - und Vorschlag zu einer kurzen Andacht zum Feierabend

Wieder ein Bild vom Kreuzweg im österreichischen Wallfahrtsort Mariazell. Wir erinnern uns in diesen Tagen an die Not dieser besonderen unverständlichen Zeit. Wir können zu Hause sein, wir bleiben zu Hause. Wir wollen unsere Not nicht vergrößern. Es ist schlimm, was hier mit uns geschieht! Wir wollen aber auch all jene nicht vergessen, die heute unter den Kreuzen zusammenbrechen. Menschen in aller Welt, die sich aufrappeln gegen die Last der Ungerechtigkeit und Ausbeutung, gegen Unterdrückung und Größenwahn. Wir denken an die vielen, die auch heute leiden.

 

7. Station      Jesus fällt zum zweiten Mal unter dem Kreuz

Herr Jesus Christus, der Du unter der Last des Kreuzes zum zweiten Mal zusammenbrichst – Erbarme Dich über uns und über die Eine Welt.

Meditation – Gedanken zum Bild:

Unmenschlich die Last, unermesslich der Schmerz, unaussprechlich die Ohnmacht, unabänderlich der Weg.

Jesus, schenke uns Hoffnung in aller Hoffnungslosigkeit!

Menschen brechen zusammen, weil sie für sich keine Zukunft und kein menschenwürdiges Leben sehen. Weil Kriege fremder Mächte und habgieriger Herrscher ihren Lebensraum zerstören. Zu viele haben ihre Heimat verlassen, zu viele sind schon auf der Flucht im Meer ertrunken. Zu viele schon wollten neu anfangen und treffen doch nur auf Diskriminierung und Hass, auf Rassismus und Ablehnung. Die Grenzen unserer Länder werden bewacht. Menschen, bedroht wegen ihrer Hautfarbe und Herkunft, ihrer Kultur und Religion, werden ihrem Schicksal überlassen. Du, Jesus, weißt um den Irrsinn ihrer Wege, Du bist bei ihnen, wenn sie unter ihrer Last zusammenbrechen.

Herr Jesus Christus, Hoffnung und Wegbegleiter, wir bitten Dich: Schenke uns Kreativität, damit wir uns den Menschen aller Sprachen und Religionen, aller Hautfarben und Kulturen nahe wissen und damit alle Menschen eine Zukunft haben, die geprägt ist von Offenheit und Toleranz, von Miteinander und Aufrichtigkeit. Lass uns Freude haben an der Verschiedenheit aller Kulturen und Religionen, aller Sprachen und Lebensweisen.

Herr, erbarme Dich meiner, Christus, erbarme Dich unser.


Kurze Andacht zum Feierabend

Kreuzzeichen

Gebet:
Gott, ich habe schon lange Feierabend. Es ist schwierig, kaum einem zu begegnen. Es ist schön, mit der Familie zusammen zu sein. Aber es fehlen die Freunde, es fehlt das Spektakel. Immer mit den gleichen zusammen wird ganz schön anstrengend. Manchmal ist es schön allein zu sein, für mich zu sein. Manchmal bin ich ärgerlich und schaffe ich es nicht, mich zu versöhnen. Ich bin sauer über diese unwirkliche Situation und werde zunehmend gereizter. Dann lasse ich meinen Ärger an denen aus, die mir so wichtig sind. Ich möchte freundlich sein. Hilf mir, Gott. Amen 

Bibeltext aus dem Propheten Jesaja:

"So spricht der Herr: Denk daran, Jakob, (= der von Gott geliebte Mensch) und du, Israel, (= wir - das von Gott geliebte Volk) / dass du mein Knecht (alle, die Gott erfahren als Helfenden und Liebenden) bist. Ich habe dich geformt. Du bist mein Knecht; / Israel, du bist mir unvergessen. Ich habe weggewischt deine Vergehen wie eine Wolke / und deine Sünden wie Nebel. / Kehr um zu mir; denn ich habe dich erlöst. Jauchzt, ihr Himmel, denn der HERR hat gehandelt; / jubelt, ihr Tiefen der Erde! Brecht in Jubel aus, ihr Berge, / ihr Wälder mit all euren Bäumen! Denn der HERR hat Jakob erlöst / und er verherrlicht sich in Israel.  (Jes 44, 21-23)

Frage zum Text: Was bedeutet mir das, wenn Gott zu mir sagt: "Ich habe weggewischt deine Vergehen und Deine Sünden"!

Stille

Fürbitte: Wir bitten Dich für alle, die jetzt auf engstem Raum zusammenleben und sich streiten, dass sie nicht mit Groll schlafen        gehen und vor dem Schlafen die Versöhnung schaffen ...

Vater unser ...

Gegrüßet sei's Du Maria ...

Kreuzzeichen 

Schon seit Monaten reden Politiker und Verantwortliche davon, Kinder von der Insel Lesbos, aus dem Flüchtlingslager Moria, nach Deutschland zu holen. Sie sprechen davon, wir hören davon. Es geschieht nichts! 

 

Kreuzweg weitergehen

Jeden Tag einen Schritt mit Jesus weitergehen - und Vorschlag zu einer kurzen Andacht

Wir schauen auf das Bild des Kreuzweges in Mariazell, einem berühmten Wallfahrtsort in Österreich. Wir erinnern uns an die Not in unseren Tagen. Wir sind zu Hause, wir bleiben zu Hause, weil wir unsere Not nicht vergrößern wollen. Schlimm genug ist, was hier mit uns geschieht! Wir dürfen aber auch all jene nicht vergessen, die unter den Kreuzen dieser Zeit leiden. Wir leiden an der Einsamkeit dieser Tage unserer Krise. Wir wollen aber auch an die vielen denken, die auch leiden.

 

6. Station     Veronika reicht Jesus ein Schweißtuch                   

Herr Jesus Christus, Du, der durch sein Leiden einen bleibenden Eindruck hinterlässt – Erbarme Dich über uns und über die Eine Welt.

Meditation – Gedanken zum Bild:

Unaufgefordert wagt Veronika, gegen alle Anordnung den Widerstand! Sie reicht Dir ein Tuch, mehr nicht und doch behält sie einen unauslöschlichen Eindruck von Dir und Deinem Leid zurück. Dein Leidens-Antlitz ihr geschenkt nimmt uns die Schamröte.

Jesus, schenke uns Mut zum Handeln da, wo Handeln Not-wendet!

Tagtäglich werden wir mit Bildern des Leids bombardiert. Zeitungen, Internet, Fernsehen und Radiosendungen sind voll von Schlagzeilen des Schreckens und der Not. Medien spiegeln uns unausweichlich die Kreuzwege von Krieg und Hunger, fehlender Gesundheitsversorgung und grenzenloser Umweltzerstörung. Wo einst Quellen sprudelten, ist nun Dürre. Wo sattes Grün und Blau herrschten, ist nun alles grau. Kaum eine(r) steht auf gegen das Leid. Kaum jemand wagt es aus der Masse herauszutreten und zu handeln! 

Leidender Herr Jesus Christus, wir bitten Dich: Lass den Blick der leidenden Völker bei uns auf handelnde Menschen treffen, die aus der Masse heraustreten und zupacken. Lass uns auch den Schrei der geschundenen Natur hören und uns konsequent und achtsam für sie einsetzen.

Herr, erbarme Dich meiner, Christus, erbarme Dich unser.

Kurze Andacht (mit der Bibel):

  • Kreuzzeichen
  • Kurzes Gebet:   Gott, ich bin allein. Ich schaue durchs Fenster und sehe die herrliche Natur, es grünt und blüht. Alles scheint wunderbar. Dann denke ich an das unerklärliche unserer Zeit, denke an Menschen, die ich schon einige Zeit nicht mehr gesehen habe, mit denen ich telefoniert habe, die mir fehlen. Ich bitte für sie: lass sie spüren, dass wir aneinander denken und lass mich dankbar sein, um ihre Gesundheit und ihre Freude zu wissen. Amen.
  • Bibeltext:  Jes 43 1-7 (Im Buch der Bibel Jesaja das 43. Kapitel und da die Verse 1 bis 7)
  • Besinnung: Was denke ich, wenn Gott in Vers 4 zu mir sagt: "Weil Du in meinen Augen teuer und wertvoll bist und weil ich Dich liebe, gebe ich Menschen für Dich und für Dein Leben ganze Völker."               
  • Stille
  • Fürbitte: Ich bete heute für alle, an die ich gerne denke und besonders für die, die mir im Moment ganz besonders fehlen ...
  • Ich bete das Vater unser ...
  • und auch das Gegrüßest sei's Du, Maria ...[nbsp]
  • Kreuzzeichen (und Danke für diese Zeit der Besinnung)

Schon seit Monaten reden Politiker und Verantwortliche davon, Kinder von der Insel Lesbos, aus dem Flüchtlingslager Moria, nach Deutschland zu holen. Sie sprechen davon, wir hören davon. Es geschieht nichts! 

Kreuzweg - unser Weg

Jeden Tag einen Schritt mit Jesus weitergehen - und Vorschlag zu einer kurzen Andacht

Wir schauen auf das Bild des Kreuzweges in Mariazell, einem berühmten Wallfahrtsort in Österreich. Wir erinnern uns an die Not in unseren Tagen. Wir sind zu Hause, wir bleiben zu Hause, weil wir unsere Not nicht vergrößern  wollen. Schlimm genug ist, was hier mit uns geschieht! Wir dürfen aber auch all jene nicht vergessen, die unter den Kreuzen dieser Zeit leiden. Wir leiden an der Einsamkeit dieser Tage unserer Krise. Wir wollen aber auch an die Vielen denken, die auch leiden.

5. Station         Simon von Zyrene wird gezwungen Jesus das Kreuz zu tragen           

Herr Jesus Christus, Du, der mich als Deinen Mitstreiter brauchst – Erbarme Dich über uns und über die Eine Welt.

Meditation – Gedanken zum Bild:

Keiner der vielen am Wegesrand hilft, alle schauen zu - sie warten vielleicht, das der oder die andere zupackt - ich schaue auch hin, fühle aber nicht verantwortlich, ich doch nicht. Doch, dann trifft es mich? ICH werde gezwungen zu helfen! 

Jesus, mach uns Mut hinzuschauen und zuzupacken! 

Hilfswerke wie Misereor setzen sich weltweit für mehr Gerechtigkeit ein. Viele Menschen leiden heute immer noch, werden ausgebeutet - und das nicht nur in den weit entfernten Ländern. Auch bei uns sind Menschen in moderner Sklaverei und leben unter ausbeuterischen Bedingungen. Vor allem viele Großkonzerne bauen auf Niedriglöhne und Gewinnmaximierung. Dadurch zerstören sie die Würde des Menschen, dessen Recht auf einen sicheren Arbeitsplatz und damit die Grundlage seiner materiellen Existenz.

Erniedrigter Herr Jesus, wir bitten Dich: Lass uns, vielleicht auch gezwungen wie Simon von Zyrene am eigenen Leib spüren, wie schwer das Kreuz der anderen ist und – es muss sein – uns energisch für andere einsetzen. Lass uns aufstehen, wenn andere ungerecht behandelt werden. Lass uns ihnen für sie Sprachrohr und Protest sein.

Herr, erbarme Dich meiner, Christus, erbarme Dich unser.

Gefragt nach einer kurzen Gebetszeit für zu Hause hier mein Vorschlag (mit Bibel und Gotteslob):

  • Gotteslob (GL) Lied Nr. 422 1-3: Ich steh vor Dir mit leeren Händen Herr, fremd ... lesen (oder singen) - meditieren - betrachten
  • danach ein kurzes Gebet: GL Nr. 9, 1: Herr, unser Gott! ...
  • Text in der Bibel aufschlagen:    Jesaja, Kapitel 42, die Verse 1-9: Der Knecht als Bund und Licht (Jes 42, 1-9)
  • Stille - Nachdenken über den Text und die Zusage Gottes: "Das geknickte Rohr zerbricht er nicht" (Jes 42,3)
  • Fürbitte: Beten wir für alle, die sich abgeschrieben und zerbrochen fühlen und für alle, die ihren Platz nicht kennen ... 
  • Vater unser ... beten
  • Gegrüßest seis Du Maria ... beten
  • GL Nr. 275 1-4: Selig, wem Christus auf dem Weg begegnet ... lesen (oder singen) - meditieren - betrachten 

Kreuzzeichen und Dank sei Gott!

Schon seit Monaten reden Politiker und Verantwortliche davon, Kinder von der Insel Lesbos, aus dem Flüchtlingslager Moria, nach Deutschland zu holen. Sie sprechen davon, wir hören davon. Es geschieht nichts! 

Kreuzweg - in unseren Tagen mitgehen

Jeden Tage eine Kreuzwegstation bedenken

Wir schauen auf das Bild des Kreuzweges in Mariazell, einem berühmten Wallfahrtsort in Österreich. Wir erinnern uns an die Not in unseren Tagen. Wir sind zu Hause, wir bleiben zu Hause, weil wir unsere Not nicht vergrößern  wollen. Schlimm genug ist, was hier mit uns geschieht! Wir dürfen aber auch all jene nicht vergessen, die unter den Kreuzen dieser Zeit leiden. Wir leiden an der Einsamkeit dieser Tage unserer Krise. Wir wollen aber auch an die Vielen denken, die auch leiden.

4. Station    Jesus begegnet seiner Mutter Maria                

Herr Jesus Christus, Du, Deiner Mutter entrissener Sohn – Erbarme Dich über uns und über die Eine Welt.

Meditation – Gedanken zum Bild:

Unzertrennlich stark ist das Band einer Mutter zu ihrem Kind. Unauflöslich das Band der Liebe. Eine Mutter lässt ihr Kind nicht! 

Jesus, schenke uns Kraft die Wege der allein gelassenen mitzugehen!

Unzählige Kinder und Jugendliche haben schreckliche Fluchtwege hinter sich. Schleuser sind keine Mütter und Grenzschützer schauen tatenlos zu, wenn Menschen in den Wellen des Mittelmeeres untergehen. Wenn sie den Weg trotzdem geschafft haben, halten Grenzzäune sie auf und untätige Politiker waschen ihre Hände in Unschuld. Mütter wähnen das Leben ihrer Kinder in Sicherheit und könnten es nicht ertragen, dass ihr Kinder in schrecklichen Flüchtlingslagern dahinvegetieren oder auf dem Grund des Mittelmeeres keine Zukunft mehr haben.

Herr Jesus Christus, der Du von Deiner Mutter begleitet wirst, wir bitten Dich: Lass uns Wege finden, die Kinder aus der Gewalt der Untätigen zu befreien und sie mit vereinter Kraft und wie mit der Zärtlichkeit einer Mutter ins Leben zu begleiten.

Herr, erbarme Dich meiner, Christus, erbarme Dich unser.

Schon seit Monaten reden Politiker und Verantwortliche davon, Kinder von der Insel Lesbos, aus dem Flüchtlingslager Moria, nach Deutschland zu holen. Sie sprechen davon, wir hören davon. Es geschieht nichts! 

UNSER KREUZWEG MIT BILDERN AUS MARIAZELL, ÖSTERREICH 2019

Jeden Tag eine Station des Kreuzweges Jesu meditieren

Wir schauen auf das Bild des Kreuzweges in Mariazell, dem berühmten Ort in Österreich und erinnern uns an die Not unserer Tage. Wir sind zu Hause, wir bleiben zu Hause, weil wir unsere Not nicht vergrößern  wollen. Schlimm genug, was mit uns geschieht, vergessen wir aber auch die nicht, die unter den Kreuzen dieser Zeit leiden. Wir leiden an der Einsamkeit in den Tagen dieser schmerzhaften Krise. Wir denken an die Vielen, die auch leiden.

3. Station             Jesus fällt zum ersten Mal unter dem Kreuz                     

Herr Jesus Christus, Du, den das Unrecht niederdrückt – Erbarme Dich über uns und über die Eine Welt.

Meditation – Gedanken zum Bild:

Unfassbar die Qual, die Dich niederdrückt, unbegreiflich die Härte, wie die Menschen mit Dir umgehen. Der Weg, der vor Dir liegt, fordert Dich, Trauer und Schmerz über das nicht Handeln der Menschen bringen Dich zu Fall.

Jesus, schenke uns Mut wenn Menschen uns enttäuschen!

In überfüllten Flüchtlingslagern, die für sie zu Gefängnissen wurden, warten viele Menschen, unter ihnen ungezählte Kinder, oft jahrelang auf eine neue Möglichkeit zu leben. Sie ertragen Enge und Angst, Hunger und sexuelle Ausbeutung, während die Verantwortlichen ohnmächtig dieser Misshandlung zuschauen. Nur langsam beginnen einige, Netzwerke zu bilden, um gegen die strukturelle Gewalt anzugehen und Gerechtigkeit wiederherzustellen. Du, Jesus, brichst unter der Last der Untätigkeit zusammen. Du verstehst nicht, wie Menschen so sehr auf sich bedacht sind. Du verstehst die Menschen nicht, die Kinder ihrem Schicksal unter fadenscheinigen Gründen in dieser ausweglosen Situation sich selbst überlassen.

Öffne unsere Herzen, Du Anker in der Not und Du Licht in der Dunkelheit! Wir bitten Dich: Lass uns Einsatz zeigen, wo alle wegschauen, wo alles ausweglos erscheint, mach Du uns Mut, aufzustehen und stärke uns im Einsatz für die, die am Boden liegen.

Herr, erbarme Dich meiner, Christus, erbarme Dich unser.

Unser Kreuzweg mit Bildern aus Mariazell, Österreich 2019

Jeden Tag eine Station vom Kreuzweg Jesu meditieren

2. Station Jesus nimmt das schwere Kreuz auf seine Schultern                 

Herr Jesus Christus, der Du die Last allen Leids und aller Schuld trägst – Erbarme Dich über uns und über die Eine Welt.

Meditation – Gedanken zum Bild:

Unvorstellbar die Bürde, die auf Deinen Schultern lastet, unerträglich der Schmerz den Du zu ertragen hast, unglaublich Deine Kraft aber auch Dein Willen und unerschütterlich Dein „Ja“ trotz aller Demütigung und des erlittenen Unrecht.

Jesus, schenke uns Mut zur Solidarität!

Der Alltag so vieler Menschen ist qualvoll und von Menschenrechtsverletzungen aller Art gezeichnet. Obdachlosigkeit, Vertreibung und Flucht. Notunterkünfte die kaum Platz bieten, menschenunwürdige Flüchtlingslager total überfüllt. Angst und Aussichtslosigkeit prägen das Leben so vieler in den Großstädten und und in den Krisengebieten. Sie können sich nicht entscheiden, das Kreuz zu tragen, sie müssen es annehmen! Doch das Du das Kreuz annimmst, gibt den Menschen Kraft, den Bedrohungen und Herausforderungen in ihrem Leben Stand zu halten. Dir geht es um das Mit-Leiden und Mit-Gehen. Bis zum Äußersten zeigst Du Dich als Mensch, der Schritt für Schritt mit den  Menschen gemeinsam unterwegs ist.

Du Mensch unter Menschen und Freund der Unterdrückten, wir bitten dich: Hilf uns, den Blick auf die Notleidenden zu wagen, ihre Situation ernst zu nehmen und ihnen absolute Priorität zu geben.

Herr, erbarme Dich meiner, Christus, erbarme Dich unser

 

Kreuzweg Texte für Kreuzweg 2020 – Bilder aus Mariazell, Österreich 2019

Jeden Tag eine Station vom Kreuzweg meditieren

Ab heute können wir jeden Tag eine Station des Kreuzweges betrachten. Das CoronaVirus kommt direkt nicht vor. Das ist bewusst - denn es gibt so viele andere Probleme und Sorgen die in diesen Tagen unterzugehen drohen. 

1. Station Jesus wird zum Tod am Kreuz verurteilt                 

Herr Jesus Christus, der du der Ungerechtigkeit ausgesetzt bist – Erbarme Dich über uns und über die Eine Welt.

Meditation – Gedanken zum Bild:

Unschuldig ins Verhör genommen und angeklagt, ungeschützt bist du dem Unmut des Volkes ausgeliefert, wirst als Unruhestifter gesehen, der mundtot gemacht werden soll! Unbequem bist Du, nicht angepasst bist Du und wirst so zur Bedrohung der Gesellschaft. 

Jesus, schenke uns Mut zur Mit-Leidenschaft!

Die Frage nach dem „Warum?“ steht im Raum. Doch Dein Blick, Jesus, entlarvt verurteilende Worte. Deine Wahrheit und Deine Gerechtigkeit treffen in diesem Augenblick auf ihre Gegner. Der Mächtigen Hass und die ungebändigte Gier prallen an Deiner unglaublichen Liebe ab. Dir geht es um das Leben in Fülle! Doch Du wirst missverstanden. Nur für Deine Gegner stehst Du scheinbar ohnmächtig da. Immer wieder und bis heute bist Du auf der Seite all derer, die sich auch heute unermüdlich für eine „Erde in grenzenloser Gemeinschaft“ und für das „Gute Leben über alle Grenzen hinweg“ einsetzen. Du willst das Miteinander, das mit-leiden! Dieser Blick auf Dich öffnet unsere Augen für die Menschen! Grenzenlos!

Jesus, Freund und Bruder, Weggefährte aller Völker und Sehnsucht der Schöpfung, wir bitten Dich: Stärke uns, wenn wir auf versperrte und erstarrte Machtstrukturen treffen! Mach uns stark, damit wir nicht beherrscht von egoistischem Interesse und Ignoranz nur auf uns und unser Leid und unsere Ohnmacht schauen.

Herr, erbarme Dich meiner, Christus, erbarme Dich unser.

Ein neuer Tag - allein und mit Gott

Manchmal wünsche ich ...

Manchmal
wünsche ich,
ein Engel käme
und nähme mich in die Arme,
wenn alle anderen
mir die kalte Schulter zeigen.

Manchmal
wünsche ich,
ein gutes Wort
dringt an mein Ohr,
wenn die schlimmen Nachrichten
meine Seele lähmen.

Manchmal
wünsche ich,
einen freundlichen Blick,
der mir begegnet,
wenn Blicke mich schneiden
und wir aneinander erstarren.

Manchmal
wünsche ich mir
einen Engel,
der mich an die Hand nimmt
und mit einem Händedruck
mich spüren lässt:
Ich bin mit dir
und für dich da.

 

Aus: Uwe Seidel und Michael Blum, Das kleine Buch der Engelgebete.

Im Glauben an den einen Gott

Heute feiern wir das Fest des Hl. Ludger

Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott der Liebe ist
den Schöpfer des Himmels und der Erde

Ich glaube an Jesus
sein menschgewordenes Wort
den Messias der Bedrängten und Unterdrückten
der das Reich Gottes verkündet hat
und gekreuzigt wurde deswegen
ausgeliefert wie wir der Vernichtung des Todes
aber am dritten Tag auferstanden
um weiterzuwirken für unsere Befreiung
bis dass Gott alles in allem sein wird

Ich glaube an den heiligen Geist
der uns zu Mitstreitern des Auferstandenen macht
zu Brüdern und Schwestern derer
die für Gerechtigkeit kämpfen und leiden

Ich glaube an die Gemeinschaft der weltweiten Kirche
an die Vergebung der Sünden an den Frieden auf Erden,
für den zu arbeiten Sinn hat
und an die Erfüllung des Lebens über unser Leben hinaus.

Amen.

                                                                                                 Kurt Marti

Mit geistlichen Texten durch den Tag - Mariä Verkündigung

Das Leben ist stärker - Gott schenkt es immer neu

Da war ein Mensch

Da war ein Mensch,
der sagte JA.

Der setzte nicht auf Sicherheit:
„Bevor ich ja sage,
muss ich wissen,
ob da nichts schiefgehen kann;
ob das mit dem Kind
nicht eine einzige Enttäuschung wird."

Er fragte nicht nach Lohn und Nutzen:
„Bevor ich ja sage;
muss ich schließlich wissen,
ob am Ende nicht alles umsonst gewesen
sein wird;
ob etwas dabei herausspringt für mich!"

Der war auch nicht auf seinen guten Ruf bedacht:
„Bevor ich ja sage,
muss ich mir erst überlegen:
Was werden da die Leute sagen?
Bringt mich das nicht ins Gerede?"

Da war ein Mensch,
der stellte sich
der Herausforderung
und sagte:

„An mir geschehe Gottes Wort."

(Norbert Weidinger in: Mit Maria auf dem Weg,
Meditationen mit Jugendlichen,S. 59)

Wenn Sie Anregungen wollen, wie Sie das geistliche Leben in Zeiten des CoronaVirus für sich und Ihre Lieben gestalten können gehen Sie auf die folgende Seite:  https://www.bistum-muenster.de/seelsorge-corona  - hier finden Sie wunderbare Texte, Anregungen uns Möglichkeiten für das geistliche Leben. 

Wir starten wieder durch

Mit Gelassenheit in den Alltag

Der Schleier

des Ungewissen

liegt über 

der Zeit 

 

verborgen bleibt,

was kommt

 

Lebe 

die Gegenwart

 

bis die Sonne

aus Gottes

Ewigkeit

die Nebel löst

        P. Gerhard Eberts MS

Hier finden Sie in den kommenden Tagen neue Nachrichten!

Schauen Sie öfter vorbei - es tut sich was!!

Guten Tag!

Wenn ich aus dem Fenster nach Draußen schaue, freue ich mich über diesem wunderbaren Frühlingstag. Es blüht, der blaue Himmel erinnert mich an den Hochsommer. Es wird mir warm ums Herz.

Dann gehe ich durch die Haustür nach Draußen - es ist kalt. Und ich gehe alleine. Im Frühling und in der Zeit der Krise: Corona-Virus. 

Wer hätte das vor 4 Wochen gedacht - unsere Welt verändert sich. Auch zum Guten! Ich lese von so vielen Hilfsangeboten - hier in Beelen hat sich der Sportverein Blau-Weiß-Beelen was einfallen lassen: Nachbarschaftshilfe ist der Hinweis überschrieben! Vorbildlich!
Wenn Sie helfen wollen - wenn Sie Hilfe brauchen - zwischen 9 Uhr und 20 Uhr können Sie folgende Nummer anrufen: 01776970643. Natürlich werden auch noch weitere Freiwillige gesucht. 

In unserer Pfarrei fällt alles aus. Keine Hl. Messe inmitten der Vielen, die so gern n der Gemeinschaft beten. Und auch das, was bis in den Mai hinein geplant ist, ist noch nicht sicher - je nachdem, wen man fragt, sind die eine Zuversichtlich: "Im Monat Mai ist das Schlimmste vorbei!" und in Gütersloh ist schon der Halbmarathon: "Gütersloh läuft", geplant für den 13. Juli (!) abgesagt worden. 

Wir haben hier auch schon über das Fest der Ersten Heiligen Kommunion nachgedacht. Alle Kinder und auch ihre Familien, sowie die ganze Pfarrei freut sich auf das Hochfest. Und dann diese Unsicherheit. So haben die Verantwortlichen in der Pfarrei sich überlegt, im September, und zwar am 6. September das Fest der Ersten Heiligen Kommunion zu feiern. 

Alles Weitere später - ich bin ja noch dabei, meine ersten Schritte mit dieser neuen Plattform zu machen. So grüße ich Sie ganz herzlich und bitte Sie noch einmal um etwas Geduld. Machen Sie das Beste draus. Wir kommen nicht drum herum! 

Zur Ruhe kommen

Zur Ruhe kommen

Zur Ruhe kommen.
Loslassen.

Still werden.
Mich öffnen.
Mich aufmachen.
Ganz bei mir sein.

Den Weg nach innen
suchen.

Mir selbst
auf den Grund gehen.

Mein Innerstes
erforschen.

Hier und jetzt
ankommen.

© Gisela Baltes

Herzliche Grüße - Ihr Norbert Happe, Pfarrer 

 

Alles Neu - ich freue mich und danke für Ihre Geduld!

So, ich habe schon einiges an Nerven gelassen und so versuche ich es erneut. Bin mal gespannt, wann ich es schaffe, meine Gedanken, Gebet und Denkanstöße auf dieser Seite zu veröffentlichen. Auch Hinweise auf die kaum überschaubaren Anordnungen usw. sollen hier sichtbar werden. Jeder Tag ist ein neuer Tag.

 

Gott gibt uns langen Atem - und den brauchen wir in dieser schwierigen Zeit. Ich hoffe, dass es mir schnell gelingt, hier die entsprechenden Texte unterzubringen. Ich brauche dafür noch etwas - aber, wir haben ja Zeit! Und:

Abstand ist die neue Nähe.

 

Gottes Segen und einen guten gesegneten keimfreien Abend. Bleiben Sie gesund!

Ihr Norbert Happe

Das Bild zeigt übrigens die Turmuhr von der alten Pfarrkirche. 

Wichtige Informationen

Die Erhebung von personenbezogenen Daten ist vorgeschrieben.

Hier finden Sie die Vorlage zum Drucken, um Ihre Daten bereits vor der Messe einzutragen. Bringen Sie das ausgefüllte Formular dann bitte mit zur Messe. Mitfeiernde aus einem Hausstand können alle auf einem Formular aufgeführt werden, allerdings muss jede(r) über 18 Jahre selbst unterschreiben.

Bitte beachten Sie den Merkzettel für die Mitfeiernden.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Übersicht über Informationen zum Umgang mit dem Coronavirus im Bistum Münster - laufend ergänzt

Sozialsprechstunden

Wissen über Corona in leichter Sprache

 

Die Pfarrbücherei ist in den Sommerferien bis zum 11. August geschlossen.

Immer noch sind in einem Projekt der katholischen Kirchengemeinde Beelen Flüchtlingsfrauen mit dem Nähen von Mund-und-Nasenschutz aus Stoff beschäftigt. Jeden Tag wird produziert.

„Wir machen keine Massenproduktion mehr, aber jeden Tag wird etwas fertig“, so Elisabeth Wiengarten.

Wer noch einen selbstgenähten Mund-Nasen-Schutz haben möchte, kann sich bei der Integrationsbeauftragten unserer Pfarrei, Elisabeth Wiengarten, Telefon 02586-970034 / fuenf-wiengarten@t-online.de melden.

„Es gibt die Produkte in einfarbig (beige, schwarz, blau usw.) und auch in bunt. Auf Wunsch fertigen wir auch Produkte für Kinder an, wenn uns der Kopfumfang mitgeteilt wird“, so Elisabeth Wiengarten. Sie weist darauf hin, dass nur neue Zutaten verwendet werden.

Der Erlös von 5 Euro pro Mund-Nasen-Schutz geht an ein Missionsprojekt. „Somit kann man durch den Kauf noch eine gute Tat vollbringen“, freuen sich die aktiven Näherinnen.

 

Wer mitmacht erlebt lebendige Gemeinde - zur Erinnerung daran läuten jeden Abend um 19:30 Uhr die Glocken.

Wir möchten Sie und Euch einladen, zu dieser Zeit eine Kerze, als Zeichen der Verbundenheit, ins Fenster zu stellen.

 

Glaubensbekenntnisspiel für Familien

TERMINÜBERSICHT

Dienstag, 11. August um 9:00 Uhr KatechetInnentreffen im Pfarrheim

 

Ostern / Pfingsten 2020

Ostern / Pfingsten 2020

Übersicht

Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist Beelen
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