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19. Sonntag im Jahreskreis A – „Wo bist Du Gott? Wie kannst Du das zulassen?“

„Aber Jesus tadelt uns nicht; er weiß, wie uns Menschen oft zumute ist.“ (Text nach dem Evangelium von Karlheinz May)

Sonntag um 10 Uhr und Freitag um 19 Uhr Hl. Messe in der Pfarrkirche

(Bitte Vorschriften in Zeiten der CoronaKrise beachten - mehr dazu am Ende dieser Seite)

Keine leichte Einstimmung für diesen Sonntag

DOWN ON ME

In meinen grünen Tagen
fand ich die Liebe nie.
Ich blühte blind von Jahr zu Jahr,
rutschte aus auf meinem Samen
und wurd mir selber saure Frucht.
In meinen grünen Tagen.

In meinen feuerfarbenen Tagen
hielt ich die Liebe für eine stolze Frau.
Ihr Haar war lang und schwer wie Schlaf
und flog im Traum, im Gold des Traums,
davon wie Rauch.
In meinen feuerfarbenen Tagen.

Und in den Zeiten ohne Farbe,
vom Wein gemalt im schiefen Licht,
war ich den wenigsten ein Engel,
schien so vielen ohne Herz, machte
kunstvoll leere Worte und wusste doch:
Der Reim auf Schmerz, der wärs!

So kamen Leiden in Form schöner Dinge.
Während der Mond zunahm, wurde mein
Schatten dunkler, während Fehltritte abnahmen,
verzehnfachte sich ihr Gewicht.
In schwarzen Tagen kam die Warnung
als ein erstes silberweißes Haar.

Dann machte mir ein Frühling klar: So nicht!
Wer sich schwer nimmt, kann kaum fliegen.
Wer im Geld schwimmt, ist längst abgesoffen.
Wem der Himmel nicht Preis und Ehre bleibt,
der trägt eine Krone aus Stroh.
Denn dies affige Theater, das wir

Liebe nennen, ist nicht der ganze Gott.
Höchstens seine Augenfarbe.
Da wurde Schwärze noch mal Licht
und Sommer wieder Lied und Spiel.
Da hörte ich das »Danke« mit,
als lautlos eine Blüte fiel.

Aus: Ralf Rothmann, Gebet in Ruinen. Gedichte. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2000.

S t i l l e

 

Gebet – auch in Erinnerung an Nagasaki (Bombenabwurf am 9. August 1945)

IN MIR IST ES FINSTER

Gott, ich rufe zu dir! Hilf mir beten
und meine Gedanken sammeln zu dir;
ich kann es nicht allein.
In mir ist es finster,
aber bei dir ist Licht;
ich bin einsam,
aber du verlässt mich nicht,
ich bin kleinmütig,
aber bei dir ist die Hilfe;
ich bin unruhig,
aber bei dir ist der Friede;
in mir ist Bitterkeit,
aber bei dir ist Geduld,
ich verstehe deine Wege nicht,
aber du weißt den Weg für mich.

Dietrich Bonhoeffer, in: zum Beispiel: du, Hg. Guido Erbrich, Benno Verlag.

S t i l l e

EVANGELIUM - Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus:

Nachdem Jesus die Menge gespeist hatte, drängte er die Jünger, ins Boot zu steigen und an das andere Ufer vorauszufahren. Inzwischen wollte er die Leute nach Hause schicken.

Nachdem er sie weggeschickt hatte, stieg er auf einen Berg, um für sich allein zu beten.
Als es Abend wurde, war er allein dort.
Das Boot aber war schon viele Stadien vom Land entfernt und wurde von den Wellen hin und her geworfen;
denn sie hatten Gegenwind.
In der vierten Nachtwache kam er zu ihnen; er ging auf dem See.
Als ihn die Jünger über den See kommen sahen, erschraken sie, weil sie meinten, es sei ein Gespenst, und sie schrien vor Angst. Doch sogleich sprach Jesus zu ihnen und sagte: Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht!
Petrus erwiderte ihm und sagte:
   Herr, wenn du es bist, so befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir komme!
Jesus sagte: Komm!
Da stieg Petrus aus dem Boot und kam über das Wasser zu Jesus.
Als er aber den heftigen Wind bemerkte, bekam er Angst.
Und als er begann unterzugehen, schrie er: Herr, rette mich!
Jesus streckte sofort die Hand aus, ergriff ihn und sagte zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?
Und als sie ins Boot gestiegen waren, legte sich der Wind.
Die Jünger im Boot aber fielen vor Jesus nieder und sagten: Wahrhaftig, Gottes Sohn bist du.    (Mt 14,22-33)

S t i l l e

 

Nach dem Evangelium und auch danach noch

PETRUS STEIGT AUS DEM BOOT

Petrus steigt aus dem Boot. Was treibt ihn dazu, gegen alle Vernunft und ohne Rückversicherung ein solches Wagnis einzugehen? Warum fehlt ihm die Geduld, das sichere Ufer abzuwarten? Wie sollte er, der durchaus nicht an Realitätsverlust litt, sich auf ein solches Nonsens-Unternehmen einlassen?
In dieser Gleichnisgeschichte ist von unserem Glauben die Rede; sie sagt uns etwas von seinen Grundbedingungen, wie sie damals für die ersten Jünger galten und wie sie für uns heute gelten.

Vom Glauben ist die Rede, von seinen Grundbedingungen, wie sie damals für die Jünger Jesu und für uns heute gelten.

Ja gewiss, man sollte nicht ins Blaue hinein glauben. Das hat auch Petrus nicht getan. Er war kein Abenteurer und Phantast. Er hatte durchaus einen tragfähigen Grund für seine Entscheidung, nämlich die Aufforderung seines Meisters: Komm! Für Außenstehende bleibt trotzdem sein Unternehmen eine Torheit. Aber gibt es nicht auch "die Torheit der Liebe"? Und dann sehe ich Petrus, wie die Liebe zu seinem Herrn und Meister Grund und Begründung genug sind, den Fuß über den Bootsrand zu setzen. Er hat Jesus fest im Blick. Das Wissen, von seinem Meister geliebt, d. h. durch und durch getragen und gehalten zu sein, gibt ihm die Gewissheit: Mir kann nichts passieren, zumal mich Jesus selbst auffordert: Komm!

Aber dann die ganze Menschennot, in die Petrus hineingerät. Der nachtdunkle Strudel des Wassers zieht ihn in die Tiefe. Warum? Petrus hat seinen Blick von Jesus abgewandt; jetzt erst wird er sich der Gefahr bewusst, in die er sich hineinbegeben hat; er hat ja Wasser unter den Füßen. In dieser äußersten Not weiß er aber doch, wer allein seinen Angstschrei hören und ihm helfen kann.

Hier wird unser Glaube verhandelt, und ich verstehe: Es gibt keinen Glauben ohne Liebe. Wir sind nicht angehalten, an Grundsätze und Sachverhalte zu glauben, sondern vorab an ihn, Jesus Christus. Das Herz spricht zum Herzen: Behalte mich im Blick! Hab keine Angst! Ich bin ja bei dir!
Es ist tröstlich auch für uns, wenn Jesus zu Petrus sagt: "Du Kleingläubiger!" Das sind auch wir! Aber Jesus tadelt uns nicht; er weiß, wie uns Menschen oft zumute ist. Gewiss, auch eine Spur Traurigkeit schwingt bei seiner Feststellung mit. Und eigentlich höre ich eine Verlockung heraus, das Wagnis des ganzen Glaubens und der großen Liebe einzugehen. Darauf, auf das Ganze, zielt ja die tiefste Sehnsucht unseres Lebens. Jesus traut es mir zu, das Wagnis der ganzen Liebe einzugehen und meinen Fuß über den Bootsrand zu setzen; er sagt auch zu mir: Komm!

Aus: Karlheinz May, Vom Duft der Auferstehung. Bernardus Verlag in der Verlagsgruppe Mainz, Aachen 2009.

 

S t i l l e

 

Nicht nur Fürbittgebet – auch für Bitten

WER IN SEE STÖSST

Wer in See stößt
Kann nicht erwarten,
dass die Winde immer günstig wehen
und das Wetter immer freundlich ist.

Wer mit vielen anderen
ein gemeinsames Ziel hat,
kann nicht nur an sich selber denken
und nur das Maß der eigenen Person anlegen.

Wer auf dem Weg zur Ewigkeit ist,
kann sich nicht der Gunst des Augenblicks
überlassen
und nach momentaner Lust und Laune
entscheiden.

Wer das Große sucht und will,
kann sich nicht mit Kleinigkeiten
zufrieden geben und sich
von tausend Nebensächlichkeiten
bestimmen lassen.

Wer das Wagnis eingeht,
das Greifbare loszulassen
und nach dem Unbegreiflichen zu forschen,
muss damit rechnen,
täglich neu zu werden.

Jürgen Kuhn, in: Lichtzeichen, Georgs Verlag.

 

75 Jahre nach Kriegsende – 75 Jahre nach Hiroshima (6.8.) und Nagasaki (9.8.)
5 Jahre nachdem wir gesagt haben: „Wir schaffen das!“

Nachgedanke – auch für HEUTE!!

»WO BIST DU, GOTT?«

Es war im Alter von sechseinhalb Jahren, als ich am Ostersonntag 1945 aus meinem Heimatort Filipovo, im heutigen Serbien, vertrieben und in das Vernichtungslager Gakovo deportiert wurde. Die Erfahrungen, die ich damals gemacht habe, begleiten mich mein ganzes Leben. Wir waren verzweifelt, ängstlich, wir hatten keine Perspektive. Neben der bedrückenden Frage nach meiner Mutter, die in einem Zwangsarbeitslager war, und der bedrohenden nach dem Schicksal meines Vaters, der noch im Oktober 1944 zum Militär eingezogen worden war, war die belastendste und quälendste Frage für mich, den damals Siebenjährigen in Gakovo, jene, die die Frage so vieler war und die mich wie so viele andere immer wieder einholt: »Wo bist du, Gott? Wie kannst du das zulassen?«

Diese Frage begleitete uns, wenn wir mal wieder morgens um vier Uhr antreten mussten, um zum wiederholten Mal gefilzt zu werden. Sie begleitete uns, wenn wir mit ansehen mussten, wie eigene Angehörige vor Hunger starben oder erschlagen wurden. Sie begleitete uns, wenn wir, wenn es dunkel wurde, auf unserem Stroh lagen und Abend für Abend einen Rosenkranz nach dem anderen beteten. Doch auch dies ist eine unserer Erfahrungen: Je dunkler und kälter es wurde, je aussichtsloser unsere Lage schien, desto mehr und desto fester klammerten wir uns an Gott.

Die Nähe und Zuwendung Gottes, die ich in diesen Tagen und Nächten trotz der Erlebnisse im Vernichtungslager erfahren habe, tragen mich bis heute. Gott ist eben kein unpersönliches Es, sondern er ist ein Du, ein persönlicher Ansprechpartner, mit dem ich ringen, hadern, aber dem ich vor allem unendlich vertrauen kann. Er ist es, der mir - gerade auch bei allen äußerlichen Zwängen und Einschränkungen - Freiheit und Weite schenkt, der mich fuhrt und begleitet.

Robert Zollitsch (ehemaliger Bischof von Freiburg – Langjähriger Vorsitzender der Dt. Bischofskonferenz) in: Johannes Röser, Mein Glaube in Bewegung. Stellungnahmen aus Religion, Kultur und Politik. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2008.

 

Hl. Messen in unserer Pfarrkirche am Sonntag um 10 Uhr und am Freitag um 19 Uhr.


Alle Gottesdienste werden zu den Bedingungen der von der Landesregierung aufgrund der CoronaKrise erlassenen Bestimmungen gefeiert. Diese schreiben vor, dass Sie zu den Gottesdiensten einen Anwesenheitsnachweis der die Rückverfolgung zulässt, ausfüllen. (Wird nach 4 Wochen Aufbewahrung vernichtet!) Diesen können Sie auf dieser Homepage (an anderer Stelle!) herunterladen. Füllen Sie den Zettel aus und lassen ihn von allen im Haushalt lebenden über 18-Jährigen unterschreiben. Zu Beginn der Hl. Messe geben Sie am Eingang diesen ausgefüllten Nachweis ab. Nach der Hl. Messe liegen für Sie neue Nachweise schon am Ausgang zum Mitnehmen bereit. Wir haben aber auch im Eingang Nachweise der Rückverfolgbarkeit für die Gottesdienste ausliegen. Dieser ist dann vor der Hl. Messe auszufüllen und zu unterschreiben.  Hören Sie auf das, was Ihnen unsere freundlichen Gläubigen am Eingang sagen. Bitte gehen Sie nur auf die ausgewiesenen Plätze (grüne Zettel!). Nur Personen, die im gleichen Haushalt leben, können in der Kirche auch zusammensitzen. Ein Mundschutz kann verwendet werden, ist aber nicht zwingend vorgeschrieben. Desinfizieren ist allerdings am Eingang nötig. Wenn alle diese wenigen Regeln befolgen und auf das hören, was ihnen von den freundlichen Menschen am Eingang gesagt wird, wird es für alle erträglich. Eingang und Ausgang sind verschieden. Achten Sie beim Verlassen der Kirche ebenfalls auf die Abstände. Bleiben Sie vor der Kirche, wenn überhaupt, erst weit entfernt vom Ausgang stehen. Danke!!

Bitte beachten: Unsere Bücherei ist wegen Erneuerung der Theke und der EDV geschlossen!

Einige Frauen haben zu Beginn der Krise "Maulverschlusshilfen" genäht. Noch sind welche gegen eine Spende für die Ärmsten in Mexico, Projekt unserer Pfarrei, abzugeben. Sie erhalten sie gegen bei Frau Wiengarten (Tel 02586-970034 oder: fuenf-wiengarten@t-online.de) oder im Eine-Welt-Laden: nach den Gottesdiensten (sonntags und freitags) und dienstags von 15 - 17 Uhr sowie donnerstags von 9 - 11 Uhr in der Pfarrkirche! Sich schützen und dabei anderen helfen. Vergelt's Gott!!

Ebenso ist Frau Wiengarten weiterhin zu sprechen! Bei allen Fragen und Problemen mit Behörden wenden Sie sich an sie. Sie hilft unkompliziert als Integrationsbeauftragte unserer Pfarrei: fuenf-wiengarten@t-online.de oder 01517 0851570

(Gottesdienste werden im Internet übertragen: www.bistum-muenster.de und auf www.kirche-und-leben.de. Achten Sie auch auf die verschiedenen Fernsehanstalten - auch dort werden regelmäßig Gottesdienste übertragen.) 

 

Wichtige Informationen

Die Erhebung von personenbezogenen Daten ist vorgeschrieben.

Hier finden Sie die Vorlage zum Drucken, um Ihre Daten bereits vor der Messe einzutragen. Bringen Sie das ausgefüllte Formular dann bitte mit zur Messe. Mitfeiernde aus einem Hausstand können alle auf einem Formular aufgeführt werden, allerdings muss jede(r) über 18 Jahre selbst unterschreiben.

Bitte beachten Sie den Merkzettel für die Mitfeiernden.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Übersicht über Informationen zum Umgang mit dem Coronavirus im Bistum Münster - laufend ergänzt

Sozialsprechstunden

Wissen über Corona in leichter Sprache

 

Die Pfarrbücherei ist in den Sommerferien bis zum 11. August geschlossen.

Immer noch sind in einem Projekt der katholischen Kirchengemeinde Beelen Flüchtlingsfrauen mit dem Nähen von Mund-und-Nasenschutz aus Stoff beschäftigt. Jeden Tag wird produziert.

„Wir machen keine Massenproduktion mehr, aber jeden Tag wird etwas fertig“, so Elisabeth Wiengarten.

Wer noch einen selbstgenähten Mund-Nasen-Schutz haben möchte, kann sich bei der Integrationsbeauftragten unserer Pfarrei, Elisabeth Wiengarten, Telefon 02586-970034 / fuenf-wiengarten@t-online.de melden.

„Es gibt die Produkte in einfarbig (beige, schwarz, blau usw.) und auch in bunt. Auf Wunsch fertigen wir auch Produkte für Kinder an, wenn uns der Kopfumfang mitgeteilt wird“, so Elisabeth Wiengarten. Sie weist darauf hin, dass nur neue Zutaten verwendet werden.

Der Erlös von 5 Euro pro Mund-Nasen-Schutz geht an ein Missionsprojekt. „Somit kann man durch den Kauf noch eine gute Tat vollbringen“, freuen sich die aktiven Näherinnen.

 

Wer mitmacht erlebt lebendige Gemeinde - zur Erinnerung daran läuten jeden Abend um 19:30 Uhr die Glocken.

Wir möchten Sie und Euch einladen, zu dieser Zeit eine Kerze, als Zeichen der Verbundenheit, ins Fenster zu stellen.

 

Glaubensbekenntnisspiel für Familien

TERMINÜBERSICHT

Dienstag, 11. August um 9:00 Uhr KatechetInnentreffen im Pfarrheim

 

Ostern / Pfingsten 2020

Ostern / Pfingsten 2020

Veranstaltungen

Aktuell sind keine Termine vorhanden.

Gottesdienste: Heilige Messen

Sonntag (Hochamt) 10:00 Uhr
Montag (Haus St. Elisabeth) 10:30 Uhr
Freitag 19:00 Uhr

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BISTUM MÜNSTER

Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist Beelen
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