Bilder 2015

Sternsinger 2015

Jeder getaufte Christ trägt eine unsichtbare Krone, weil er nach christlicher Überzeugung Tochter und Sohn Gottes ist. Die Sternsinger machten diese Königswürde am Samstag für alle Beelener sichtbar. „Ihr verkleidet euch nicht wie beim Karneval, ihr seid wirkliche Könige“, sagte der Pastor an die Adresse der Sternsinger. Diese zogen von Haus zu Haus, um Segen in die Häuser zu bringen und gleichzeitig für ihre Altersgenossen Geld einzusammeln, die aus finanzieller Sicht auf der Schattenseite des Lebens stehen. Pfarrer Norbert Happe lag es sichtlich am Herzen, den jungen Königen eine gewisse innere Ruhe und Gelassenheit, aber auch die entsprechende Würde mit auf den Weg zu geben. „Ihr werdet verschlossene Türen vorfinden, unfreundliche Menschen, aber auch ganz viele Bürger, die euer Kommen sehnlichst erwarten“, so stellte er die 60 Mädchen und Jungen auf ihre Aufgabe ein. Der Priester segnete nicht nur die Kreide, auch die Sternsinger bekamen eine volle Portion Weihwasser ab. „Man muss merken, dass gerade ihr beim Segnen gemeint seid“, schmunzelte der Pastor, der übrigens fast jedes Kind mit seinen Eltern zuvor im Pfarrheim persönlich, mit Namen und per Handschlag begrüßte. Ehre wem Ehre gebührt sozusagen. Im Pfarrheim ging es wuselig zu. Gisela Kohkemper und das Vorbereitungsteam verteilten vor allem die passenden Kronen, die Gewänder waren schon im Vorfeld verteilt worde.

 

Erstkommunion 2015

Beelen (wie) Am Sonntag feierte die Pfarrgemeinde Sankt Johannes Baptist das Fest der Ersten Heiligen Kommunion. 38 Kinder wurden inmitten der Gemeinde zum ersten Mal zum Tisch des Herrn geführt. Die Kirche war bis auf den letzten Platz besetzt, die 38 Jungen und Mädchen hatten im Halbkreis rund um den Altar Platz genommen. Zu Beginn des feierlichen Gottesdienstes begrüßte Pfarreiratsvorsitzender Ulrich Schlingmann die Kommunionkinder, ihre Eltern, Angehörige und Paten. Wie auch Pfarrer Norbert Happe dankte er dabei besonders den Kathechetinnen, die die 38 Kinder über Monate auf das Fest vorbereitet hatten. „Gottes Liebe ist wie die Sonne“, unter diesem Thema stand der festliche Gottesdienst. Vorne in der Kirche strahlte eine große Sonne mit den Fotos aller Kommunionkinder. Draußen vor dem Gotteshaus strahlte die Sonne von einem blauen Himmel, so hätte das Thema nicht treffender gewählt werden können. Am Abend fand dann noch eine Dankandacht statt. Am Montag trafen sich die Kommunionkinder mit ihren Eltern und Paten um 9 Uhr zu einer Dankmesse. Anschließend waren die Kinder mit ihren Eltern zu einem gemeinsamen Frühstück ins Pfarrheim eingeladen, das von den Eltern der letztjährigen Kommunionkinder vorbereitet worden war.
Bild: Wiengarten

 

Fastenessen 2015

 

Aus Fremden werden Freunde 2015

Offener Treff für Asylanten im Pfarrheimkeller

Karl-Heinz Lahr war es, der vor einiger Zeit die zündende Idee hatte: „Wir könnten doch den ehemaligen Jugendkeller im Pfarrheim den Flüchtlingen und Asylsuchenden zeitweise für Freizeitaktivitäten zur Verfügung stellen“. Diese Vorstellung stieß bei Pfarrer Norbert Happe und den anderen Pfarreiratsmitgliedern auf fruchtbaren Boden. Am Mittwoch fand der erste offene Treff statt, zu dem natürlich demnächst auch ausdrücklich alle Beelener Mitbürgerinnen und Mitbürger eingeladen sind um Kontakte mit den Neubürgern zu knüpfen. Zwölf Heimatvertriebene und Zufluchtsortssuchende verschiedener Nationalitäten nahmen das Angebot der Pfarrgemeinde Sankt Johannes Baptist dankbar an. Pfarrer Norbert Happe brachte das elektrische Dartspiel irgendwie in Gang, die anderen Spiele funktionierten ohne Technik und auch das Kickerspiel wurde von der Kirche wieder ins Pfarrheim transportiert.Es war eine tolle Begegnung. Da spielte ein Chinese mit einem deutschen Gast Tischtennis, dafür bedarf es nicht einmal der sprachlichen Verständigungsmöglichkeit. Der Mann aus Fernost spielte zunächst aus Höflichkeit nur „Ping-Pong“ mit dem Beelener. Er passte sich aber der Spielkultur seines Gegners an und schmetterte dann seinem Gegenüber den Ball nur so um die Ohren. Immer war alles nur „Spaß“, die Atmosphäre total entspannt und freundlich. Der Billardtisch war heiß begehrt und ganz hinten in der Ecke reparierte Karl-Heinz Lahr auch das kaputte Fahrrad eines syrischen Staatsangehörigen.

Das Pfarreiratsmitglied hatte zwar das Werkzeug dabei, aber die eigentliche Reparatur überließ er weitgehend dem Gast. Mit „Händen und Füßen“ wurde sprichwörtlich gearbeitet und am Ende stand da ein sicheres Fahrrad. Wer sich traut und mal Lust hat auf ganz neue und spannende Begegnungen in seinem Leben, dafür braucht man keine Fremdsprachenkenntnisse, der darf sich gerne im Pfarrbüro (Telefon 260) melden, falls er Interesse daran verspürt, die Aktion zu unterstützen. Es geht dabei nicht um ein „Aufpassen“, die Gäste im ehemaligen Jugendkeller sind Erwachsene mit einer hohen Sozialkompetenz, es reicht einfach nur da zu sein und in verschiedenen Fällen mal etwas zu organisieren und für Fragen zur Verfügung zu stehen. Nach vielleicht langer Zeit mal wieder zu Kickern, Tischtennis zu spielen, Pfeile zu werden und Billardkugel mit Stöcken zu bewegen, macht ja auch persönlich Spaß und Freude. Wenn Hände und Füße nicht reichen zur Verständigung, ein Mensch der übersetzen kann ist immer irgendwo in der Nähe. Wenn nicht: Einfach nur lächeln, hilft fast immer. Der Aufforderung von Papst Franziskus. auch mal die Ränder der Gesellschaft in den Blickpunkt zu nehmen, versuchen die Christen am Axtbach, nach ihren Möglichkeiten, zu folgen. Gesucht werden übrigens immer noch Fahrräder. Die finanziellen Mittel der Neubürger von Beelen sind eingeschränkt und wenn so mancher Weg, bei gutem Wetter auch nach Warendorf oder zum Schwimmbad nach Herzebrock, mit dem Rad erledigt werden kann, wird die Ausgabe für die teure Fahrkarte gespart. Wer ein Rad zu verschenken hat, kann sich im Pfarrbüro unter Telefon 260 oder bei Josef und Elisabeth Wiengarten, unter Telefon 970034, melden Karl-Heinz Lahr und Willi Strotmeier von den Beelener Radsportfreunden stehen ehrenamtlich zur Unterstützung für Reparaturen bereit.

Bilder: Wiengarten